Animal Life begehrt Gegendarstellung

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1) Sie schreiben in Ihrem Monatsmagazin „Wuff" das Österreichische Hundemagazin, Ausgabe Februar 06, Seite 33, unter der Rubrik „Tierschutz aufgedeckt", Artikel Tierschutz als Import-Geschäft in der Einleitung zu diesem: Das was sich anfangs nach Tierliebe ohne Grenzen anhört sich bei näherer Recherche oft als unseriöses Importgeschäft in die eigene Tasche entpuppt.

Diese Behauptung ist unrichtig. Der Verein Animal Life betreibt kein Importgeschäft in die eigene Tasche, sondern rettet vielen unter unwürdigen Verhältnissen gehaltenen Tieren das Leben, indem sie sie an Tierfreunde vermitteln und vieles aus eigener Tasche bezahlen.

2) Weiters schreiben Sie in oben genanntem Artikel, dass sich hilfesuchende Tierfreunde über kranke Hunde und solche, die trotz Versprechungen einfach vom Pflegeplatz nicht mehr abgeholt wurden, beklagen. Interessanterweise waren diese Hunde zur Zeit ihrer Abgabe an Hundefreunde oder Pflegeplätze nicht einmal geimpft!

Auch diese Behauptung ist unrichtig. Alle Tiere werden gegen Tollwut geimpft. Jedes Tier wird im Bedarfsfall von seinem Pflegeplatz wieder abgeholt, allerdings kann dies etwas länger dauern, da nicht so schnell ein Ausweichplatz gefunden werden kann.

3) Sie zitieren auf Seite 34 des eingangs erwähnten Artikels Tina W. mit der Behauptung, dass diese bezüglich Kaufpreises zu hören bekam, dass eine Spende von mindestens € 200,- zu bezahlen wären. Weiters zitieren sie, dass auf die Frage der Tina W. nach einem Impfpass sie zur Antwort erhalten habe, dass es nicht möglich sei, „wegen jedem Hund den Tierarzt zu holen".

Diese Behauptung ist unrichtig. Der Verein Animal-Life schreibt keine Mindestspenden vor, doch ist es üblich, dass zwischen € 100,- und € 200,- gespendet werden. Jeder vom Verein Animal Life abgegebene Hund ist auf Tollwut geimpft und vor Abgabe wird jedes Tier von einem Tierarzt untersucht.

4) Weiters zitieren Sie auf Seite 34 Tina W., dass ihr Hund Heinzi von einer Tierärztin die furchtbare Diagnose erhalten hat, dass er Borreliose hat. Weiters zitieren Sie Tina W., dass sie nach einem Spaziergang feststellen musste, dass Heinzi unverträglich mit anderen Hunden ist. Als sie Animal Life darauf angesprochen hat, bekam sie die Antwort: „ Wie hätten wir denn das alles wissen sollen?" Es wurde Tina W. keinerlei Unterstützung angeboten, nicht für Verhaltenstherapie, nicht für Antibiotikatherapie (wegen Borreliose), gar nichts.

Auch diese Tatsachenmitteilung ist unrichtig. Animal Life kann in den meisten Fällen keine Angaben zum Vorleben eines ausgesetzten Tieres machen, da es an den geeigneten Ansprechpersonen fehlt. Im Falle dass Animal Life nichts über die Vergangenheit eines Tieres weiß, so wird dies den Pflegeeltern auch so mitgeteilt.

Animal Life bietet für die „ Pflegeeltern" kostenlos die Unterstützung einer Tiertrainerin an und steht auch sonst mit Rat und Tat den Übernehmern des Tieres zur Seite.

5) Auf Seite 35 des eingangs erwähnten Artikels zitieren Sie Tina W. weiters, dass es für diese so aussieht, als wenn Animal Life sich offenbar nicht darum kümmert, an wen die Hunde vergeben werden.

Diese Tatsachenmitteilung ist unrichtig. Wenn sich Pflegeeltern bei Animal Life melden und einen Hund übernehmen wollen, so wird nach einem etwaigen bisherigen Haustierarzt gefragt und von diesem eine Referenz eingeholt. Nur wenn diese Referenz positiv ist, wird der Hund diesen Pflegeeltern übergeben.

6) Auf Seite 35 der betreffenden Monatsausgabe in der ersten Spalte mit dem Untertitel „Dubiose Herkunft" zitieren Sie, dass die Mitarbeiter von Animal Life und Jagdhunde in Not Tina W., welche über Heinzis Vergangenheit möglichst viel erfahren will, um seine Verhaltensprobleme besser in den Griff zu bekommen, damit abgespeist haben, dass die Vergangenheit (von Heinzi, Anm.) nichts zur Sache tut.

Auch diese Tatsachenmitteilung ist unrichtig. Wie bereits ausgeführt, weiß Animal Life meistens leider nichts über die Vergangenheit der armen Tiere. Animal Life teilt diese traurige Tatsache den Abnehmern mit, wobei fest zu halten ist, dass die Kenntnis über die Vergangenheit eines Tieres sehr wohl von großer Bedeutung ist.

7) Auf Seite 36 des betreffenden Artikels zitieren Sie Tina W., welche mit einer Frau gesprochen hat, die sich bereit erklärt hat, für 2 Wochen einen Pflegehund von Animal Life zu nehmen. Als diese 2 Wochen um waren, wurde die arme Frau dann mit Sprüchen wie: „Wenn Sie sie (die Hündin Anm.) nicht behalten, dann muss sie ins Tierheim, wir haben keinen Platz!" hingehalten.

Diese Tatsachenmitteilung ist unrichtig. Animal Life oder Mitarbeiter des Vereins haben niemals gesagt, dass die betreffende Hündin wieder ins Tierheim muss, weil kein Platz vorhanden sei. Richtig ist vielmehr, dass Animal Life stets bemüht ist, die vermittelten Hunde bei ihren Pflegeeltern zu belassen, damit die armen Tiere nicht von Pflegeplatz zu Pflegeplatz abgeschoben werden, wobei vom Verein Unterstützung angeboten wird.

8) Im gleichen Artikel schreiben Sie auf Seite 36, unter dem Absatztitel „Erst retten, dann im Stich lassen?", dass Animal Life einmal vermittelte Hunde im Stich lässt und dies auch der Fall Otto beweist. Weiters führen Sie im Artikel unter der Absatzüberschrift „Animal Life reagierte nicht" an, dass andere Tierschutzvereine Hunde, die sie vermittelt haben, in Notfällen diese wieder zurücknehmen, die Tierschützer von Animal Life ihren ehemals aus Ungarn geretteten Otto einfach im Stich ließen und auch nicht auf E-Mails reagierten und Animal Life nichts zur Rettung von Otto beigetragen hat.

Diese Behauptung ist ebenfalls unrichtig. Es war nicht der Verein Animal Life, der Otto aus Ungarn vor dem Erschlagen gerettet und vermittelt hat, sondern eine Privatperson, die sich an Animal Life wandte, als sie den Hund berufsbedingt nicht mehr halten konnte. Bei jeder Vermittlung setzt Animal Life sehr strenge Maßstäbe und hat stets das Wohl des Tieres als oberstes Gebot. Es kann nicht jeder vermittelte Hund sofort wieder zurückgenommen werden, da auch bei Animal Life die finanziellen Mittel beschränkt sind.

Sollte sich ein vermittelter Hund an seinem neuen Pflegeplatz nicht wohl fühlen, so ist Animal Life stets bemüht, eine Ersatzfamilie für diese armen Lebewesen zu finden.

9) Auf Seite 37 des eingangs erwähnten Artikels schreiben Sie, dass sich im Zusammenhang mit der Vorgangsweise von Animal Life und deren mutmaßlichem Partner Jagdhunde in Not Österreich auch ganz andere Fragen, wie etwa die nach dem Verdacht der Missachtung von Grenzvorschriften, stellen. Weiters stellen Sie die Frage, wie es möglich ist, dass Hunde aus Ungarn über keinerlei Impfdokumente verfügen.

Diese Behauptung ist unrichtig. Der Verein Animal Life missachtet in keinster Weise bestehende Grenzvorschriften. Jeder in Ungarn gerettete Hund wird vor der Vergabe von einem Tierarzt auf Kosten von Animal Life untersucht und gegebenenfalls, insbesondere wenn keine Impfdokumente vorhanden sind, geimpft.

10) Am Ende Ihres Artikels auf Seite 37 schreiben Sie, dass eine Reaktion der kritisierten Organisationen bis Redaktionsschluss nicht erfolgt ist.

Diese Behauptung ist unrichtig. Animal Life hat zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit gehabt, sich zu den im Artikel aufgestellten unrichtigen Behauptungen und Vorwürfen zu äußern.

WUFF HINTERGRUND


Wer hat nun Recht?
von Dr. Hans Mosser

Die Animal Life-Chefin in der Entgegnung – oder die vielen verzweifelten Hundehalter, die sich an WUFF wandten, sowie die Tierärzte?

Lt. Mediengesetz §11 besteht eine Pflicht zur Veröffentlichung einer Entgegnung dann nicht, wenn sie auch nur in einzelnen Teilen ihrem Inhalt nach unwahr ist. Nun haben wir die Entgegnung von Dr. Ozimic, vertreten durch einen Promi-Anwalt (sic!), abgedruckt, weil es gut ist, sich mit diesem Thema weiter auseinanderzusetzen, da es ein interessantes „Lehrstück" darstellt und der Leser selbst beurteilen soll, was er davon hält. Der Herausgeber des Hundemagazins WUFF, Dr. Hans Mosser, zur laufenden Diskussion über Animal Life: „Wer hat nun Recht? Die Animal Life-Chefin in ihrer Entgegnung oder die vielen Hundehalter, die sich in ihrer Verzweiflung – voneinander unabhängig – an WUFF wandten, sowie Tierärzte, die das Gegenteil der Entgegnung von Ozimic aussagen?"

Interessant vor allem, dass WUFF-Leser und Tierheime, die sich im Laufe der Zeit an die Redaktion wandten, zwar voneinander unabhängig, inhaltlich aber alle sehr ähnlich über diese Organisation berichten. Unter anderem auch das Beispiel, dass sich die Hundehalter, die von Animal Life einen Hund nahmen, allein gelassen fühlen, wenn Probleme auftauchen. (Siehe auch die Leserbriefe im Artikel "Wenn Tierschutz keine Grenzen kennt"). Animal Life bzw. Dr. Ozimic bestreitet dies in der Gegendarstellung. Und auch bei diesem Punkt stellt sich die Frage: Wer hat nun Recht? Animal Life oder die vielen Hundehalter, die sich enttäuscht oder verzweifelt an WUFF wandten?

Geimpft oder nicht geimpft? Wer sagt die Unwahrheit?
In Punkt 2 der Entgegnung auf Seite 32 behauptet Dr. Ozimic, „alle Tiere werden gegen Tollwut geimpft". Nun: Tierärztin Katia Vogelsinger aus Gmünd, die der Organisation grundsätzlich positiv gegenüber steht, hat mit Animal Life-Hunden Erfahrung und bestätigt WUFF gegenüber: „Hunde verfügen weder über gültige und wirksame Impfungen, noch über Mikrochips oder EU-Pässe – können unter den Bedingungen ja auch kaum vorhanden sein." Auch Tierarzt Gasperl aus Wien weiß von einem dokumentierten Fall eines Tierbesitzers – der Überlassungsvertrag des Hundes durch Animal Life liegt WUFF vor. Tierarzt Gasperl aus Wien zu WUFF: „Das Tier war beim Import nicht gechippt und geimpft, die Besitzer werden das bezeugen!" Was ist nun wahr oder unwahr? Die voneinander unabhängigen Aussagen von Tierärzten oder die Entgegnung von Animal Life-Chefin Dr. Ozimic? Dass es dabei nicht um Kleinigkeiten geht, sondern um Angelegenheiten von großer seuchenpolitischer Bedeutung, liegt auf der Hand.

Das Thema differenziert betrachten!
Tatsächlich ist aber das Thema der Hundeimporte aus Tierschutzgründen sehr vielschichtig und daher nur differenziert zu betrachten. Kategorien wie schwarz-weiß, richtig-falsch oder gut-schlecht sind da nicht allein anwendbar. Wenn man weiß, dass ein konkreter Hund, vor dem man in einem solchen „Todeslager" steht, misshandelt, gequält oder getötet wird – welcher Mensch mit Herz würde es nicht für gut und richtig finden, diesen Hund zu retten? Wohin immer der Hund dann später kommen mag und was sonst noch alles passiert, all’ das kann in diesem Moment, wo man dem gequälten Tier ins Auge sieht, nicht wichtig sein. Doch sind die Auswirkungen auf das „Ökologische Gleichgewicht" im Heimatland dann ganz anders zu betrachten, wenn solche Hunderettungen im größeren Stil und in organisierter Weise erfolgen. Dann hat ein professionelles Management dahinter zu stehen, sonst führt alles nur zu einem diffusen Fiasko. Dieses besteht darin, dass Hunde in irgendwelchen Zwingern „zwischengeparkt" werden, dass Parvovirose-Hunde mit gesunden Tieren zusammenkommen, dass Hunde bei völlig ungeeigneten Haltern landen oder in österreichische Tierheime abgeschoben werden. Die WUFF-Redaktion erhielt viele Zuschriften, die all’ das belegen, wie beispielsweise ein Hundehalter aus Wien, der von Animal Life ausdrücklich einen Hund ohne Jagdeigenschaft wollte, und dem man einen Deutschen Jagdterrier-Mix „unterjubelte". Oder dass Leute sich dieser Hunde einfach entledigen, indem sie diese unter falschem Vorwand in ein Tierheim abschieben, wie ebenfalls – dies sogar polizeilich – dokumentiert ist (siehe Artikel "Wenn Tierschutz keine Grenzen kennt").

Ein Schritt allein ist zu wenig!
Fakt ist, dass mit der Rettung eines Hundes aus dem Tötungslager der wichtige erste Schritt getan ist, die Tat der Menschlichkeit begonnen wurde. Doch damit sie auch vollbracht werden kann, müssen weitere Schritte dazu kommen, wie gerade bei organisierten Hunderettungen ein professionelles Tierschutzmanagement und eine Infrastruktur. Die Hunde müssen gut untergebracht werden, man muss mit ihnen arbeiten, um die oft verhaltensgestörten Hunde zu sozialisieren, damit sie dann in Familien gut unterkommen können. Dass sich Animal Life darum bemüht, würde ich auch nicht bezweifeln. Aber für wie viele Hunde beginnt trotzdem ein Leidensweg mit ständigen Platzwechseln und unterschiedlichen Besitzern! Denn genau das zeigen unsere Leserbriefe, auch wenn die Entgegnung von Dr. Ozimic anderes behauptet. Wer hat nun Recht? Die Animal Life-Chefin oder die vielen verzweifelten Hundehalter, die sich an WUFF wandten?

Das Elend über den Kopf gewachsen?
Es geht nicht darum, sein persönliches Tierschutz-Gewissen zu beruhigen, sondern vielmehr darum, einem Hund zu helfen. Ich glaube, und das ist meine persönliche Meinung, dass Animal Life alles einfach über den Kopf gewachsen ist, dass ein professionelles Management und eine professionelle Infrastruktur im „Hinterland" teilweise fehlen. Sonst würden wir nicht diese vielen Leserbriefe erhalten. An der guten Absicht von Dr. Ozimic und ihren Mitstreitern würde ich niemals zweifeln wollen! Es wird einfach an der immer größeren Zahl der importierten Hunde liegen.

Tragischer Kreislauf
Die immer größere Zahl: Was manche Tierschützer vielleicht nicht sehen wollen, weil es einfach nur furchtbar ist, sind Informationen, nach denen man annehmen muss, dass die Rettungsaktionen dazu geführt haben, dass nahe dieser ungarischen Tötungsstationen mittlerweile Hunde bewusst „gezüchtet" werden, um sie dann in die Tötungsstationen zu bringen, weil „vor allem Welpen gerne freigekauft werden", wie es heißt. Dieser Umstand, dass eine tierschützerische Tat dann sogar massenweise Tierleid erst erzeugt, ist schwer auszuhalten, ist einfach nur schrecklich.

Hilfe vor Ort – und das gemeinsam!
Was wir brauchen, ist Hilfe vor Ort. Wir brauchen vor Ort einerseits eine tierschützerische Infrastruktur und andererseits Aktionen. Vor Ort müssen die zuständigen Behörden, Ämter und Bürgermeister angeschrieben, müssen Demonstrationen organisiert, muss mit Urlaubsboykott gedroht werden. Das viele Geld, das Animal Life sicherlich in die zwischenzeitliche Unterbringung geretteter Hunde investiert – warum sollte man damit nicht ein Tierheim in Ungarn errichten und professionell betreiben? Warum sollte man damit nicht Öffentlichkeitsaktionen in Ungarn machen? Warum nicht die Österreicher, vor allem die in Ungarn urlaubenden, durch Informationen aufrütteln? Warum nicht Eingaben bei der EU-Kommission machen? Warum nicht … warum nicht …? Ideen gäbe es viele!

Wenn im Tierschutz etwas „schief" liegt
Es ist bekannt, dass die Mitarbeiter unserer Redaktion Tierschützer sind. Bekannt ist auch, dass wir kritisch und offen Probleme angehen, sie aufzeigen, sie dokumentieren. Nicht um des Aufzeigens willen, sondern um Verbesserungen zu erreichen. WUFF ist für viele Tierschützer in Österreich regelrecht eine Anlaufstelle geworden. Wir werden überschwemmt mit Hinweisen aller Art, denen wir nicht einmal allen nachgehen können. Von unseren unzähligen Telefonaten mit Polizeidienststellen und Amts-tierärzten, wenn uns Hundemisshandlungen bekannt werden, steht nichts in WUFF, und doch nimmt uns das bereits einen großen Teil unserer Arbeits- und Freizeit. Wir recherchieren monatelang über Massenzüchter, die Hundeleid produzieren, wir bekämpfen den Missbrauch von Hündinnen als Gebärmaschinen und vieles andere mehr, und – wir zeigen eben auch auf, dass im Tierschutz etwas „schief" liegen kann.

WUFF kämpft für professionellen Tierschutz!
Die österreichischen Tierheime platzen aus allen Nähten, sind so voll wie nie, und dann passieren Aktionen wie die im Artikel "Wenn Tierschutz keine Grenzen kennt" beschriebene – das sollte verschwiegen bleiben? WUFF ist eine Zeitschrift, die sich den Hunden verantwortlich fühlt, die für Hunde kämpft. WUFF ist bekannt für seine Kritik – aber auch für seine Mithilfe bei Lösungen. Und die wird auch Animal Life angeboten! So wie beispielsweise WUFF-Redakteur Gerald Pötz sofort nach Bekanntwerden schreck-licher Zustände eines Tierheims bei Sopron, in dem angeblich Hundekadaver herumliegen sollen, die internationale Tierschützerin – und auch zeitweise WUFF-Autorin – Prinzessin Michaela Sayn Wittgenstein „mobilisierte", ihre internationalen Kontakte zu nützen, um entsprechende Stellen in Ungarn zu informieren. Wenige Minuten später verfasste die Prinzessin bereits einen Brief an das ungarische Tourismusamt und zahlreiche andere Stellen, in dem sie um unverzügliche Hilfe bat. Sollte nichts passieren, würden am 8. März auf der großen in Berlin beginnenden ITB (Internationale Tourismus-Börse, das ist Europas größte Tourismusmesse) am ungarischen Messestand zahlreiche Tierschützer potenzielle Ungarn-Interessenten auf das Problem aufmerksam machen …

Tierschutz vor Ort ist nachhaltiger!
Eine erste Reaktion erfolgte bereits unmittelbar nach dem Brief der Prinzessin: Das ungarische Ministerium für Landwirtschaft reagierte, auch wurde Kontakt mit der Bezirksbehörde von Sopron aufgenommen. Außerdem wurden sofort mehrere hundert Kilogramm Futter als Ersthilfe nach Sopron geschafft.

Die Dinge ins Laufen bringen
Warum sollte eine derartige Hilfe vor Ort nicht auch bei den ungarischen Tötungsstationen funktionieren? Anstatt den tragischen Kreislauf des Freikaufs und Nachzüchtens immer schneller werden zu lassen!

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