Auf Napoleons Spuren

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Mein Hund Napoleon, auch Naperl oder Napi genannt, kam auf einem Bauernhof in Niederösterreich zur Welt. Sein Vater ist ein Leonbergermix, seine Mutter eine Schäferhündin. Er hat noch drei Schwestern und einen Bruder.

Leider musste mein 16 Jahre alter Schäfermischling eingeschläfert werden. Als ich von einem Wurf in Niederösterreich hörte, fuhren meine Mutter und ich zu diesem Bauernhof und sahen uns die Welpen an. Die Weibchen waren zutraulich, der Rüde jedoch ängstlich und verkroch sich gleich im Stall. Die Bäuerin sagte uns, dass er bereits sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Er war bereits eine Woche bei neuen Besitzern gewesen, wurde jedoch wieder zurückgebracht und ist seither ganz verstört. Ich wollte jedoch genau diesen kleinen Angsthasen haben und so fuhren wir mit ihm nach Hause.
Er hatte schreckliche Angst vor Männern und es dauerte sehr lange, bis sich der kleine Napoleon vor allem an meinen Vater gewöhnte. Auch in der Hundeschule verkroch er sich nur und fürchtete sich vor großen Hunden.

Die schönen Spaziergänge bei uns in Perchtoldsdorf machten ihm aber dann mit der Zeit doch sehr viel Spaß. Jeden Tag ging ich mit ihm in den Weingärten und Wäldern spazieren. Er lernte auch eine Freundin kennen – die Freundschaft ist eine ganz innige und sie machen immer noch gemeinsame Spaziergänge.
Langsam baute er auch seine große Ängstlichkeit ab und im Herbst 1999 machte er die BGH1 Prüfung.

Aktiver Bursche
Meine Eltern und ich nahmen unseren Napi von klein auf überallhin mit und so haben wir keine Probleme, wenn wir mit ihm Ausflüge mit Bahn, Zug, Gondel usw. machen. Besondere Freude machen ihm und mir die Wanderungen durch unsere verschneiten Weingärten.
Für mich und meinen Hund habe ich eine neue Aktivität gefunden – wir machen „Agility‘‘. Es macht uns beiden sehr großen Spaß  und vielleicht können wir auch einmal bei einem Turnier starten.
Mein Hund dürfte auch sehr musikalisch sein, denn wenn ich Querflöte übe, springt er auf das Sofa und jault mit.

Starkes Team
Ich habe auch ein Pferd, namens „Moritz“. Zum Wochenende mache ich gerne stundenlange Ausritte mit „Moritz“ und „Napoleon“. Sie verstehen sich sehr gut, Napoleon liegt bei Moritz in der Box, wenn ich ihn putze, und Moritz passt sehr gut auf, dass er nicht auf Napoleon tritt. Zu dritt sind wir ein richtig starkes Team.

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