Beagles – Kommen wird überbewertet …

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Mythen in der Hundewelt

Der Beagle ist wohl das Vorzeige-Modell der „Du-weißt-aber-schon-Hunde …“. Wer hat ihn nicht schon mal gehört, diesen wohl­klingenden, leicht heiseren Spurlaut (Geläut), den der Beagle hören lässt, wenn er eine Spur verfolgt. Die fidel wippende, weiße Ruten­spitze (Fahne) entfernt sich ­immer weiter. Der Halter bleibt mit Leine und ­Hunde-losem Halsband alleine zurück. Doch ist das wirklich immer so?

Maggie, eine Beagle-Hündin aus der Nachbarschaft, war gerade einmal 5 Monate alt, als wir sie das erste Mal im Wald suchen mussten. Es war Dezember, ziemlich kalt, mit einer wunderschön geschlossenen Schneedecke. Mit einer ruckartigen Rückwärtsbewegung streifte Maggie gekonnt ihr Brustgeschirr ab und weg war sie. Sofort begaben wir uns auf die Suche nach Maggie. Maggies Spuren im Schnee waren gut sichtbar. Hören konnten wir sie auch. Ein beschwingter, noch etwas welpenhaft klingender Spurlaut wies uns die Richtung. Erwischt haben wir sie nicht. Völlig durchgefroren gaben wir die Suche auf. Maggie kam nach insgesamt 3 Stunden Ausflug zufrieden wieder zu Hause an – die großen Sorgen ihres Frauchens tangierten sie überhaupt nicht, sie ging erst mal schlafen.

Auch in den nächsten Jahren unternahm Maggie immer wieder Expeditionen durch unsere ländliche Gegend. So dicht der Zaun augenscheinlich auch war, Maggie fand jede noch so kleine Schwachstelle. Jagderfolg hatte sie nie, da sie sich auf die Komposthaufen in der Wohnsiedlung spezialisiert hatte, auf denen sie des öfteren gesichtet wurde. Im Alter von 14 Jahren verstarb Maggie an Altersschwäche.

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