Demodikose bei Hunden

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2014

Vom Symptom bis zur Therapie

Es ist eine Erkrankung des Hundes, bei der die Halter zweierlei brauchen: einen Tierarzt und viel Geduld. Tierarzthelferin Susanne Michel über eine unangenehme, aber ­behandelbare Hauterkrankung des Hundes.

Viele Hunde haben Hautprobleme. Oft sind Parasiten, insbesondere Milben, die Auslöser dafür (vgl. WUFF-Parasitenserie ab 4/2016). Eine dieser Milbenarten sind die sog. Demodexmilben. Das sind Haarbalgmilben, die sich an den Haarbälgen und an den Talg- und Schweißdrüsen der Haut aufhalten. Die durch diese Milben verursachte Erkrankung wird Demodikose genannt. Sie entsteht dann, wenn die Milben überhand nehmen. Denn ­viele Hunde sind zwar Träger von Demodexmilben, aber nur bei manchen kommt es zum Ausbruch von Symptomen.

Symptome
Die Demodexmilben ­zeigen sowohl allgemeine Haut­symp­tome als auch ganz spezifische Symptome. Wie bei vielen Haut­erkrankungen ­finden sich bei den betroffenen Hunden ­haarlose Stellen, fettige Haut, Juckreiz, ­gerötete Hautstellen und Schuppen­bildung. Zudem weisen sie eine enorme Pustel­bildung auf. Durch die Milben entstehen oberflächliche und/oder tiefe ­Infektionen der Haut durch ­B­akterien (sog. Pyodermie). Zudem kann im weiteren Krankheitsverlauf eine ­Zwischenzehenentzündung (Pyo­dermatitis) entstehen. Das klassischste Symptom der Demodikose ist die sogenannte Brillenbildung. Diese zeigt sich durch kahle Hautstellen um die Augen. Diese Brillenbildung ist meistens eines der ­ersten Anzeichen. Oft lässt sich auch hier eine Pyodermie diagnostizieren.

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