Der Louisiana Catahoula Leopard Dog – Indianerhund, Wildschweinjäger, Cow Dog, Baumkletterer

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Der Catahoula ist einer der vielseitigsten Arbeitshunde. Die Rasse stammt aus den USA und wird auch heute noch als ­zuverlässiger Helfer auf den Farmen geschätzt. Die strikte Auslese der Zuchthunde nur nach den besten ­Arbeits­eigenschaften hat äußerst robuste, intelligente und ­beeindruckend ausdauernde Hunde hervorgebracht.

Mittlerweile hat der Catahoula auch Europa erreicht und ist bei uns immer öfter zu sehen. Sein außergewöhnliches Erscheinungsbild und seine – auf manche betörend wirkenden – blauen Augen lassen leider oft vergessen, dass es nicht das Aussehen ist, was diesen Hund ausmacht, sondern sein Wesen. Mancher Hundehalter ist bald völlig überfordert mit der Willensstärke und der Selbständigkeit des Südstaatenhundes. Diese Eigenschaften jedoch sind erwünscht und notwendig für die Arbeit, für die er gezüchtet wurde.

„Catahoula Leopard Dog – wie bist Du denn auf diese Rasse gekommen?“ Das werde ich oft gefragt, wenn ich mit meinen beiden „Exoten“ auftauche. Mein erster Hund, ein Mischling und geprüfter Rettungshund, sah von der Fellfärbung ein bisschen ähnlich aus. Ein Nordamerikaner sprach mich damals an, ob das ein Catahoula sei. Das weckte meine Neugier und ich begann mich über diesen Arbeitshund aus den Staaten zu informieren. Obwohl es in Europa keine Erfahrungsberichte über den Louisiana Catahoula als Rettungshund gab, habe ich mich nach langer Überlegung und nach Besuchen bei verschiedenen Züchtern entschieden, einen Catahoula als Rettungshund auszubilden. In den USA wird er seit geraumer Zeit für die Suche nach Vermissten eingesetzt. Inzwischen führe ich zwei Catahoulas in der Rettungshundearbeit, einen 6-jährigen Rüden als geprüften Rettungshund in der Trümmer- und Flächensuche und einen jungen Rüden in Ausbildung zum Trümmer- und Flächensuchhund. Seit vielen Jahren bin ich Ausbilderin und Prüferin für Rettungshunde und ich habe in dieser Zeit nur sehr ­selten Hunde gesehen, die ihre Aufgabe so schnell begriffen haben, die mit so beeindruckender physischer und ­mentaler Ausdauer, so hohem Finderwillen, exzellenter Nase und großer Zuverlässigkeit arbeiten.

Dieses Rasseporträt soll Begeisterung wecken für den Louisiana Catahoula als Arbeitshund und gleichzeitig eindringlich davor warnen, sich für einen Hund dieser Rasse zu entscheiden, wenn man ihm nicht souveräne und klare Führung, konsequente aber liebevolle Erziehung und vor allem eine seinen Anlagen ­entsprechende Beschäftigung geben kann. Don Abney, der das bisher bekannteste Buch über den Louisiana Catahoula geschrieben hat, sagt: „You must be ready to teach and exercise a Catahoula. If not, he will eat your house. The Catahoula will not let you forget that you own a dog.“

Der Catahoula sieht außergewöhnlich aus und hat häufig beeindruckend blaue Augen. Aber einen Catahoula holt man sich nicht wegen seines Aussehens, sondern weil man mit ihm arbeiten möchte und weil man das Wesen dieses Hundes zu akzeptieren und zu verstehen bereit ist. Er ist viel mehr als nur schön. Er ist ein Hund, der hohe Ansprüche an seine Menschen stellt und viel Hundeerfahrung verlangt. Er ist keinesfalls ein reiner „Familienhund“. Abgesehen davon gibt es die Rasse „Familienhund“ meiner Meinung nach ohnehin nicht. Der Catahoula kann (und nur dann!) in der Familie gehalten werden, wenn man nebenbei viel Zeit hat und diesem Hund eine ausreichende und passende Beschäftigung bieten kann.

Indianischer und europäischer Ursprung
Über die Entstehung dieser Rasse gibt es verschiedene Thesen. Die in der Literatur am häufigsten erwähnte ist, dass der Louisiana Catahoula eine Kreuzung aus Hunden der Native Americans, Hunden europäischer Einwanderer und dem Red Wolf ist. Genauer gesagt, ist diese Rasse entstanden aus Indianerhunden, Mastiff, Greyhound und Beauceron. Es wird davon ausgegangen, dass sich auch der Rote Wolf eingekreuzt hat. Ebenso unterschiedliche Geschichten gibt es über die Entstehung des außergewöhnlichen Namens dieser Hunde. Eine Überlieferung sagt, dass sie ihren Namen von den Indianern aufgrund ihrer blauen Augen bekommen haben – Catahoula ist ein Wort aus dem Indianischen und bedeutet so viel wie „klares, blaues Wasser“. Eine andere These sagt, dass „Catahoula“ eine Abwandlung des indianischen Wortes Choctaw ist, der Name eines Indianer­stammes. Eine weitere Vermutung ist, dass diese Rasse ihren Ursprung in Catahoula Parish im Bundesstaat Louisiana hat. Ein dort gelegener See trägt den Namen Catahoula Lake.

Standard – Fast alles ist erlaubt
Alle Farbschläge und Augenfarben sind laut dem Rassestandard erlaubt; die Arbeitseigenschaften haben jedoch Priorität. Der Catahoula ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit kurzem, dichtem Fell, das über mehr oder weniger Unterwolle verfügt. Er hat einen breiten Kopf und kleine bis mittelgroße Hängeohren. Die Rute bildet die natürliche Fortsetzung der Rückenlinie. Eine ausgeprägte aber gut definierte Muskulatur in Verbindung mit einem athletischen ­Körperbau bestimmen das Erscheinungsbild des Louisiana Catahoulas. Er sollte nicht bullig wirken. Der ­Körper ist etwas länger als hoch. Laut der NALC ­(National ­Association of Louisiana Catahoulas) werden ­Fehler im Rassestandard immer unter dem Gesichtspunkt gewertet, ob sie die Arbeits­fähigkeit des jeweiligen ­Hundes negativ beeinflussen. Die Arbeits­eigenschaften sind höher­wertiger als das Erscheinungsbild.

Ursprünglich gab es drei Linien in der Catahoulazucht: Preston Wright, T.A. McMillin und Lovie Fairbanks. Die Hunde unterschieden sich teilweise deutlich in Größe, Gewicht und Fellfarbe. Später haben sich die Linien vermischt. Noch heute gibt es aber die kleineren, schlanken und die größeren und sehr kräftigen Catahoulas und solche, die im Mittel liegen. Nicht selten sind alle drei Linien in einem Wurf zu sehen. Der Catahoula ist eine Merle-Gen-Rasse. Deshalb auch die blauen Augen. Es gibt die Arbeitsthese, dass sich das Merle-Gen des Catahoula Leopard Dogs etwas anders verhält als das anderer Merle-Rassen. Auch einfarbig oder zweifarbig dunkle Catahoulas sind häufig Träger des Merle-Gens. Tatsache bleibt jedoch, dass bei der Verpaarung von zwei Catahoulas, deren Fell sichtbar die Merle-Färbung hat, mit großer Wahrscheinlichkeit auch übermäßig weiße Welpen zur Welt kommen. Diese Hunde haben ein hohes Risiko für Taubheit und andere Erkrankungen. Der Phänotypus spielt bei der Verpaarung eine wichtige Rolle. Ein verantwortungsvoller Züchter achtet bei der Auswahl der Zuchthunde darauf.

Hervorragende Arbeitseigenschaften wie hohe Intelligenz, große Selbstsicherheit, Willensstärke und beeindruckende Ausdauer machen das Wesen des Catahoulas ebenso aus, wie Loyalität und Sanftheit den Seinen gegenüber. Mit seiner Willensstärke und Beharrlichkeit wird man es auch in der Erziehung ausgiebig zu tun bekommen. Einen Catahoula muss man mit liebevoller aber unbedingter Konsequenz, viel Geduld und auch manchmal mit deutlichen Worten erziehen. Er ist kein Anfängerhund und nichts für Menschen, die nicht bereit oder in der Lage sind, zu führen. Er kann auch ein großer Clown sein und versteht es, seinen Hundeführer mit viel Charme um den Finger zu wickeln. Großes Misstrauen gegenüber unbekannten Situationen kann bei einigen Vertretern dieser Rasse vorhanden sein und ist ebenso eine durchaus typische Eigenschaft. Das ist nicht zu verwechseln mit Angst. Es ist zumeist ein ursprüngliches und damit gesundes Misstrauen. Louisiana Catahoulas sind auch bekannt für ihr offenes und unerschrockenes Wesen. Es hat viele verschiedene Facetten. Zurückhaltung gegenüber Fremden ist rassetypisch und erwünscht.

Äußerst agile Hunde mit hohem Energielevel
Wer sich für einen Catahoula entscheidet, muss wissen, dass er einen leidenschaftlichen Jäger bekommt. Catahoula-Rüden verlangen häufig Respekt von anderen Rüden. Das heißt, verstärktes Rüdengehabe gegenüber der Konkurrenz ist nicht ungewöhnlich. Ausgeprägtes Territorialverhalten und Ressourcenverteidigung gegenüber Artgenossen sowie Wachsamkeit sind weitere Attribute des Catahoulas. Alle diese Eigenschaften sind natürlich bei jedem Hund unterschiedlich stark ausgeprägt und hängen von der Qualität der Prägung und Sozialisierung, von der Erziehung und den gemachten Erfahrungen des Hundes ab. Die frühe Sozialisierung schon beim Züchter spielt eine wichtige Rolle, die Persönlichkeit und Genetik des Hundes eine mindestens ebenso große. Bekommt der Catahoula keine souveräne Führung und kann man ihm nicht ausreichend vermitteln, dass man alles im Griff hat und er sich keine Sorgen zu machen braucht, wird er schnell ein verunsicherter Hund, der bei Bedarf nicht zögern wird, selbst für seine Sicherheit zu sorgen.

Nicht jeder braucht einen Catahoula
Der Catahoula Leopard Dog gehört zu den sogenannten Arbeitshunde­rassen. Im Gegensatz zu vielen anderen einstigen Arbeitshunderassen wird er noch heute in den USA für die Aufgaben verwendet, für die er gezüchtet wurde. Rassehundespezialisten und andere Hundekenner stellen oft die Frage, was denn der Catahoula in Europa zu suchen habe. Diese Frage ist zwar grundsätzlich berechtigt, aber mittlerweile müßig, denn er ist nun schon hier und das seit einigen Generationen und wir können ihn nicht mehr zurückschicken. Ihm seinen Anlagen entsprechende Aufgaben zu geben und über die Rasse aufzuklären ist das, was es zu tun gilt, um zu verhindern, dass er, wie viele andere Arbeitsrassen, zum Show-Hund verkümmert, der nur schön ist. Es wäre ein Jammer. Obwohl meine beiden Rüden eine Aufgabe haben und Arbeitshunde sein dürfen, bemerke ich immer wieder, dass ich das Potenzial dieser Hunde bei Weitem nicht ausschöpfe.

Der Catahoula ist ein Cow Dog, das heißt eine seiner ursprünglichen Aufgaben ist die Arbeit an Rindern – verlorene Rinder zu finden und zur Herde zurückzutreiben, die Herde zusammenzuhalten, nach Anweisung zu treiben oder einzelne Tiere oder Gruppen zu separieren. Als Jagdhund wird der Catahoula unter anderem in der Drückjagd eingesetzt. Bei uns ist er vor allem bekannt als Wildschweinjäger. Der typische Catahoula besitzt den hierfür notwendigen Mut und ausreichende Härte. Er spürt das Wildschwein auf, stellt und verbellt es, bis der Jäger da ist – Baying wird das im Fachjargon genannt. Auch in Europa wird der Catahoula zunehmend in der Jagd eingesetzt. Er behält trotz aller Arbeitsmotivation und hoher Trieblage immer einen klaren Kopf und handelt überlegt. Das „Treeing“ ist ebenfalls eine typische Arbeitsweise des Catahoulas. Dabei treibt er das Wild auf Bäume oder spürt es dort auf und hält es dort, bis der Jäger da ist. Bei uns ist er für sein „auf den Baum laufen“ bekannt. Wichtig ist aber eigentlich das Fixieren des Wildes von unten. Das Baumklettern ist eine spektakuläre Einlage aufgrund seiner Geschicklichkeit. Nach diesen Anlagen wurde der Catahoula nun über viele Generationen gezüchtet. Er kann und muss eigenständig arbeiten, er will „mitdenken“ und selbst Entscheidungen treffen dürfen. Das heißt, Treibarbeit, alle Arten von Nasenarbeit und die Jagd sind seine große Leidenschaft. Aber er muss dabei mit seinem Leader im Team arbeiten und tut das auch, wenn der ihm souveräne Führung bieten kann.

Die Zusammenarbeit mit einem Catahoula sieht anders aus als beispielsweise die mit einem Deutschen Schäferhund. Der Catahoula ist ein Freigeist. Hat man ihn aber für die Teamarbeit gewonnen, ist er ein absolut verlässlicher Partner, der alles gibt. Er ist sich seiner Fähigkeiten durchaus bewusst. In der Kooperation mit einem Catahoula darf man ihm im Sinne der situativen Dominanz seine Überlegenheit im Vergleich zu den menschlichen, eher dürftig entwickelten Fähigkeiten durchaus zugestehen.

In den USA und hier in Europa hat er sich in der Rettungshundearbeit, beim Mantrailen, in der Fährtenarbeit, als Wassersuchhund und als Leichenspürhund bestens bewährt. Er hat eine exzellente Nase und weiß sie mit hoher Arbeitsintelligenz einzusetzen. Er zeigt schon als jugendlicher Hund große Ernsthaftigkeit bei der Erledigung seiner Arbeit und wirkt deshalb schon früh erwachsen. Das ist für viele Ausbilder häufig ungewohnt. Was er trotzdem schon an Fähigkeiten und Arbeitswillen anbietet, weiter zu fördern und ihn auch mental zu fordern, widerstrebt oft in Anbetracht seiner Jugendlichkeit. Ein dauerhaft unterforderter Catahoula wird sich selbst eine Aufgabe suchen, die ihm gewachsen ist. Natürlich kann man auch diesen Hund überfordern und falsch ausbilden. Dass er ein Arbeitshund ist, heißt nicht, dass man mit der Anschaffung eines Catahoulas automatisch den perfekten Arbeitshund hat. Er bringt ausgezeichnete Anlagen für vielfältige Aufgaben mit. Aber nur wenn die Basis zwischen Hund und Hundeführer stimmt, wird der Hund erfüllen können, was man von ihm erwartet, und zeigen können, wozu er in der Lage ist. Dann macht die Zusammenarbeit mit dem Catahoula sehr große Freude.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Catahoula und übrigens auch mit allen anderen Arbeitshunden sind:

  • sehr gute Bindung zwischen Hund und Hundeführer
  • Vertrauen und Klarheit
  • die Fähigkeit ihm zu vermitteln, was man von ihm verlangt und erwartet
  • Gehorsam
  • Ruhe, Gelassenheit, Stabilität
  • Führungskompetenz des Hundeführers

Ruhetage und Auszeiten sind übrigens auch und gerade für Arbeitshunde sehr wichtig. Mal nur „Hund sein“ dürfen, lange Spaziergänge, Entdeckertouren, ausgedehntes Schnuppern oder einfach mal einen Tag nur faul in der Sonne liegen braucht auch der Catahoula. Gerade den Welpen oder Junghunden dieser Rasse müssen Ruhepausen manchmal regelrecht „verordnet“ werden. Eine Hundebox ist daher ratsam. Hier „darf“ sich der Hund zurückziehen und kann gar nicht anders als sich ausruhen. ­Catahoulas, die im jungen Alter nicht gelernt haben abzuschalten und auszuruhen, können rastlose und nervöse ­Gesellen werden, denen die nötige Portion Ausgeglichenheit fehlt.

Der Hundeplatz ist nur bedingt sein Terrain
Noch ein paar Worte zu Hundesportarten und anderen Beschäftigungen. Der Catahoula ist kein Hund nur für den Hundeplatz. Und auch Agility gehört nicht zu den ­ursprünglichen Aufgaben des Catahoulas und ist meist nicht seine Leidenschaft, obwohl es sicher Ausnahmen gibt. Es fordert vom Hund kein selbständiges Arbeiten und Entscheiden. Aber vor allem die leichteren und kleineren Linien der Catahoulas zeigen hier ganz passable Leistungen. In Wettbewerben wird sich der Catahoula aber wohl nicht in der oberen Liga etablieren. Im Obedience steht der Catahoula auf der Skala ebenfalls weit hinter vielen anderen Rassen. Ein adäquater Gehorsam für den täglichen Bedarf ist aber notwendig und das Bestehen einer Begleithundeprüfung sollte mit einem Catahoula kein Problem sein.

Über die Eignung des Catahoulas für die Schutzhundearbeit, die ein Teil der IPO ist, wird unter Kennern dieser Rasse kontrovers diskutiert. Es gibt Bedenken. Vertreter ­dieser Rasse haben die Eigenschaft, selbst Entscheidungen zu treffen, und das ist für die Aufgaben, für die sie gezüchtet wurden, notwendig. In der Schutzhundearbeit kann das jedoch ­schwierig sein, vor allem, wenn nicht korrekt ausgebildet wird, und das lässt sich meist nur schwer überprüfen. Und der Catahoula hat seinen guten Ruf zu verlieren. Zudem hat der Catahoula in der Regel einen „weichen Fang“. Das ist vor allem für seine Arbeit an den Rindern wichtig. Er muss sich hier ab und an Respekt verschaffen durch kurzes Anschnappen, meist im Maulbereich der Rinder, dabei aber nicht wirklich zubeißen. Das wäre nicht im Sinne des ­Farmers. Hat er einen weichen Fang, ist das absolut wünschenswert. Im ­Übrigen zeigt die Erfahrung, dass viele Catahoulas sich tatsächlich mit dem Antrainieren eines kräftigen Anbisses schwertun. Sie lassen oft schnell wieder los oder beißen durchweg nur mit halber Kraft.

Auch als Therapiehund wird der Catahoula manchmal angefragt. Er ist dafür nur sehr eingeschränkt geeignet. Der Louisiana Catahoula ist ­rassetypisch zurückhaltend gegenüber Fremden. Er lässt sich, je nach individueller Persönlichkeit des Hundes, wohl von Fremden streicheln, zeigt aber auch häufig seine Abneigung gegen „Angefasstwerden“ durch Fremdpersonen. Dummyarbeit macht dem Catahoula im ­Allgemeinen viel Spaß und es ist eine gute Beschäftigung, die ihn beim täglichen Spaziergang ein wenig fordern kann. Ent­gegen mancher Rassebeschreibungen ist er durchaus fähig, zumindest ­Dummys zuverlässig zu ­apportieren. Auch im Zughundesport hat der Catahoula wegen seiner Kraft und Ausdauer Freunde gefunden.

Ich denke, Faszination für den ­Louisiana Catahoula ist aus den Zeilen zu lesen. Aber bei aller Faszination – bevor man sich für einen Catahoula entscheidet, sollte man sich kritisch hinterfragen, ob man den Herausforderungen, vor die der Catahoula ­seinen Besitzer stellen kann, gewachsen ist. Ist die Antwort „nein“, dann denken Sie bitte über eine für Sie geeignetere Rasse nach. Ein Catahoula in falschen Händen hat großes ­Problem-Potenzial und kann eine echte Katastrophe sein! Und dabei ist, wie so oft, die Ursache dann am anderen Ende der Leine, beim Menschen, zu suchen …

HINTERGRUND

Fakten zur Rasse

  • Das Wort „Leopard“ deutet auf die häufig auftretende und auffallend leopardenähnliche Fleckung des Fells dieser Hunde hin.
  • Der Catahoula wurde um das Jahr 1950 in den USA erstmals offiziell als Rasse registriert.
  • 1979 wurde er zum Staatshund des Bundesstaates Louisiana ernannt – “The Louisiana State Dog”.
  • Die NALC – National Association of Louisiana Catahoulas ist der ursprüngliche und größte Zuchtverband für Catahoulas. Sein Sitz ist in Denham Springs im Bundesstaat Louisiana.
  • Am 1. Januar 1995 wurde er vom United Kennel Club als Rasse anerkannt.
  • Der Louisiana Catahoula ist in Europa nicht von der FCI anerkannt. Allerdings wird er von einzelnen nationalen Zuchtverbänden, z.B. dem CMKU in der Tschechischen Republik als Rasse registriert.

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