Der Spitz … Lebendige Alarmanlage?

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Mythen in der Hundewelt

Es wird ja immer behauptet, der Spitz sei der hartnäckigste Kläffer unter den Hunderassen. Sicher bellt der Spitz sehr gerne. Er sollte das ja auch tun, schließlich diente er als lebendige Alarmanlage. Wahrheit oder Mythos? Oder gibt es Hunderassen, die den Spitz sogar übertreffen?

„Du weißt aber schon, dass der ständig kläfft?“ Wäre dieser Mythos richtig, wäre Sheila „Vorzeige-Spitz“. Sheila begegnete mir das erste Mal im Alter von 4 ­Monaten. Sie war damals schon eine sehr selbst­bewusste kleine Persönlichkeit. Mit hoch erhobener Rute, aufgestellten Ohren und stimmgewaltig trat sie uns gegenüber. Und das „Gegenübertreten“ meine ich wörtlich.

Heute ist Sheila 12 Jahre alt, wurde und wird sehr verwöhnt und macht dem Vorurteil Bell-Spitz alle Ehre. ­Radfahrer, Rollerskater, Kinder und vor allem andere Hunde werden lautstark verbellt. Besucher in IHREM Haus, die ihr nicht so „zusagen“, werden in die Fersen gezwickt und unter Protest durchs ganze Haus verfolgt. Doch ist das immer so?

Nicht nur der Spitz war lebendige Alarmanlage
Um die Veranlagung des gesteigerten Bellens zu verstehen, muss auch hier das ursprüngliche Zuchtziel ­beachtet werden. Der Spitz, im Mittelalter „Mist­beller“ genannt, wurde auf Höfen ge­halten und kam seiner Aufgabe, Alarm bei Eindringlingen zu geben, gewissenhaft nach. Der sogenannte Fuhrmannsspitz begleitete Kutschen und Fuhr­werke, und der sogenannte Schifferspitz war auf Fischerbooten und im Hafen stimmgewaltig tätig.

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