Corona Virus 3

Cato

Super Knochen
Was ist denn da wirklich los? Wie entwickelt sich denn so eine Dynamik? Ich vermute etwas wie Projektion, aber das erklärt bei weitem nicht alles? Was steckt da noch dahinter?🤔

Also für mich gibt es nicht „die Ungeimpften“.
Es gibt Menschen, die sich bisher nicht impfen haben lassen, vielleicht nie impfen lassen werden - aus den unterschiedlichsten Gründen. Das können sehr vernünftige Gründe sein, das können total idiotische Gründe sein, und alles dazwischen, und jeder mögliche „Mix“ aus Gründen.

Da hab ich teilweise eine Meinung dazu, teilweise verstehe ich es, teilweise nicht, wie auch immer.

Aber dass ich mich da so aufregen würde, und ausfällig werde, und Leuten die ärgsten Dinge unterstelle, sogar in Rachephantasien abgleite, das käme mir irgendwie nicht in den Sinn?
 

Radetzky

Super Knochen
Rachephantasien lese ich hier nicht. Aber es ist schon mehr als seltsam, was da in Postings reininterpretiert wird, und in welche Beschimpfungen das ausartet.
 

Conny30

Super Knochen
Im Informationsblatt des Impfservice steht ganz klar, dass man sich nur online befreien lassen kann.
Was ist da der Grund dafür? Ich find das gar nicht gut. Eigentlich müssen ja auch Menschen, die keine ausreichenden PC-Kenntnisse oder die entsprechende Ausrüstung (ich besitze z.B. keinen Scanner mit dem ich Befunde einscannen könnte) haben, Zugang zu "behördlichen Erledigungen" (jeder Art, nicht nur beim Impfservice) haben.
Es müßte doch bei einer öffentlichen Stelle grundsätzlich auch möglich sein, einen schriftlichen Antrag (auf Papier) zu stellen oder einen Termin zu vereinbaren und einmal vorzusprechen.

Liebe Grüße, Conny
 

Radetzky

Super Knochen
Ich nehme mal an, dass das in Zukunft auch möglich sein wird. Es ist anscheinend auch in jedem Bundesland anders, wie immer ist das offenbar nicht optimal organisiert.
 

Brigie

Medium Knochen
Das Problem wird sein, dass nur bestimmte medizinische Gründe für eine Befreiung anerkannt werden.
Dass es aber wohl viele gibt, bei denen diese medizinischen Gründe nicht vorliegen, die aber trotzdem eine Befreiung wollen.

Und ich stelle mir vor, dass die Ämter, die die Impf-Befreiung ausstellen, nicht wirklich neugierig sind auf endlose Diskussionen. Die ja teilweise auch recht aggressiv werden können.
Da war z.B. die Praxis, Ämter über Anwälte mit tausenden Anträgen zu diversen Sachen zun überschwemmen, auch nicht hilfreich.
 

Radetzky

Super Knochen
Es gibt drei neue Studien, die die Theorie, dass der Virus auf einem Wildtiermarkt auf den Menschen übergesprungen ist, erhärten.
 

Brigie

Medium Knochen
Die Redewendung lautet ja nicht ohne Grund "bodenlose Dummheit".

Und nur um es klarzustellen: Damit ist natürlich niemand in diesem Forum gemeint.
Ich will wirklich nicht glauben, dass hier irgendjemand sich immer noch vorbehaltlos auf Putins Seite stellt.
 

Conny30

Super Knochen
Das Problem wird sein, dass nur bestimmte medizinische Gründe für eine Befreiung anerkannt werden.
Dass es aber wohl viele gibt, bei denen diese medizinischen Gründe nicht vorliegen, die aber trotzdem eine Befreiung wollen.

Und ich stelle mir vor, dass die Ämter, die die Impf-Befreiung ausstellen, nicht wirklich neugierig sind auf endlose Diskussionen. Die ja teilweise auch recht aggressiv werden können.
Da war z.B. die Praxis, Ämter über Anwälte mit tausenden Anträgen zu diversen Sachen zun überschwemmen, auch nicht hilfreich.
Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Du da richtig liegst.

Aber jeder Mitarbeiter in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes kennt doch auch das Problem, dass er dann und wann die Wünsche eines Klienten (im weitesten Wortsinn) nicht erfüllen kann und sich deswegen u.U. einem unangenehmen Gespräch oder sogar dem "unguten Benehmen" eines Klienten "stellen" muss.
Ich meine, Sozialarbeiter, Lehrer, Mitarbeiter am AMS etc. etc. erleben doch auch Situationen wo die Kommunikation mit einem "Klienten" - sagen wir einmal - herausfordernd ist und werden deshalb trotzdem nicht "abgeschirmt" sondern müssen lernen mit solchen Situationen umzugehen.
Auch wir haben in den letzten 2 Jahren gelegentlich ordentlich Frust von Patienten oder Angehörigen wegen der pandemiebedingt restriktiven Besuchsregelungen abbekommen. Ja wir müssen dann auch mit den Menschen reden - hin und wieder auch verbale Aggression aushalten - und können uns nicht "hinter einem PC verstecken".

Und ich seh nicht ganz ein, warum da jetzt für die Amtsärzte die für Impfpflichtbefreiungen zuständig sind, plötzlich andere Masstäbe gelten. Menschen, die von "der öffentlichen Hand" etwas wollen oder brauchen haben ja ein Recht darauf, mit einem zuständigen Mitarbeiter in Kontakt treten zu können - nicht nur "online".

Liebe Grüße, Conny
 

OldHag

Super Knochen
Solange die es bleibt verbalen Aggressionen bleibt, ja das muss man aushalten. Aber die Praxis, Privatadressen über soziale Netzwerke weiter zu geben und dann dort aufzutauchen, geht gar nicht. Aber genau das passiert teilweise. Der 8jährigenTochter einer hier ansässigen Ärztin, die freiwillig im Impfzentrum hilft, wurde von Erwachsenen(!) gesagt "Deine Mutter bringt Leute, um!"
Umso was zu vermeiden, ist der Wunsch nach Anonymität verständlich.
 

Cato

Super Knochen
Das zu trennen, also eine Person, die für die tatsächliche medizinische Untersuchung zuständig ist, die man auch physisch trifft, die aber nicht entscheidet, und eine andere Person, die dann den Bescheid erstellt auf Basis der Befunde, das ist schon sinnvoll, wenn man bedenkt, mit welchen Aggressionen sich das medizinische Personal herumschlagen muss.

Es gibt übrigens mittlerweile einiges, das nur mehr online möglich ist. Viele Anträge auf Förderungen zum Beispiel…
 

Brigie

Medium Knochen
Viele Mitarbeiter - auch in Ämtern - waren bzw sind soweit eben möglich im Homeoffice, die kehren jetzt langsam in die Büros zurück.
Dort wo die Büros besetzt waren, hat man soweit irgend möglich die Anfragen online abgewickelt. Nicht nur beim Amtsarzt.

Ich verstehe schon dass das einige sehr frustrierend finden.
Nur: Wo genau ist das Problem?
Die Impfpflicht ist ja kein Impfzwang. Man wird nicht behördlich abgeholt und einem Impfarzt vorgeführt oder sowas.
Ja, es wird kontrolliert ob man geimpft wurde.
Und wenn man nicht geimpft wurde, wird man dazu aufgefordert.
Wenn man dem nicht nachkommt, ist das eine Verwaltungsübertretung.
Und ja, dann muss man Strafe zahlen, bis zu 600,- Euro. Merke: Bis zu.

Wenn man sich also absolut nicht impfen lassen will und keine Befreiung bekommt, weil man keine medizinischen Gründe dafür vorlegen kann - kann man sich sozusagen mit der Geldstrafe freikaufen.

Wenn es einem Impfgegner das nicht wert ist - was ist dann das ganze Gerede vom tapferen Widerstand wert?

 

Tamina

Junior Knochen
Das zu trennen, also eine Person, die für die tatsächliche medizinische Untersuchung zuständig ist, die man auch physisch trifft, die aber nicht entscheidet, und eine andere Person, die dann den Bescheid erstellt auf Basis der Befunde, das ist schon sinnvoll, wenn man bedenkt, mit welchen Aggressionen sich das medizinische Personal herumschlagen muss.

Es gibt übrigens mittlerweile einiges, das nur mehr online möglich ist. Viele Anträge auf Förderungen zum Beispiel…
Das sehe ich auch so. Die Diagnose obliegt diversen Mediziner:Innen. Entschieden wird aufgrund der gestellten Diagnosen.

Die grundsätzliche Problematik online/Computer besteht sicherlich, vor allem für ältere Menschen.

Aus Krankenhäusern in Wien kenne ich die Situation so, dass Mitarbeiter:Innen mit nicht kontrollierten Besucher:Innen gar nicht in Berührung kommen.Das Sicherheitspersonal schirmt den Empfang ab und kontrolliert die Besucher. Aufgrund der vielen Pöbeleien eine verständliche Maßnahme.
 

OldHag

Super Knochen
Den bekannten Brief für den Hausarzt nach einem Krankenhausaufenthalt gibt es bei uns teilweise gar nicht mehr. Das wird alles online übermittelt, das müsste doch auch funktionieren, also dass der Hausarz tauf Wunsch den Antrag stellt?
 

Stoffkuh

Super Knochen
Den bekannten Brief für den Hausarzt nach einem Krankenhausaufenthalt gibt es bei uns teilweise gar nicht mehr. Das wird alles online übermittelt, das müsste doch auch funktionieren, also dass der Hausarz tauf Wunsch den Antrag stellt?
Mein Hausarzt würde das zum Beispiel sicher nicht machen, der kennt nur Fax. Bei dem gibts gar nix online.
 

Brigie

Medium Knochen
Ich verstehe dass diese nur-online-Sache frustrierend ist.
Es geht aber darum, wie man damit umgeht. Und ob man zulassen will, dass diese berechtigten Anliegen von anderen instrumentalisiert werden, denen es nur um die Destabilisierung des Staates geht.

Es gibt im Leben viele Dinge die nicht so laufen wie man es gern hätte. Die man gern anders hätte. Mit denen man sich aber irgendwie arrangieren muss - oder per Lobbyarbeit auf eine Änderung der Bedingungen hinarbeiten muss. Ein langwieriger, zäher Prozess.


Es gibt z.B. in Ö 9000 Menschen die gehörlos sind, und 450.000 Menschen mit einer Hörbehinderung.
Die meistend davon können nicht telefonieren.
Dazu gibt es eine unbekannte Zahl von Menschen mit einer Telefon-Phobie.

Gerade während Corona war die Möglichkeit, Dinge Vorort zu erledigen, sehr eingeschränkt.
Wenn man vorsprechen wollte, brauchte man Termin. Der sehr oft nur telefonisch vereinbart werden kann.
Auch bei lebenswichtgen Dingen... Die meisten Ärzte bieten nur telefonischen Termin-Service an. Manche per Mail. Sehr, sehr wenige haben Online-Service.

Ja ich verstehe den Frust.
Aber wütend herumschreien ist da keine Lösung.
 

Tamina

Junior Knochen
Ist nie eine Lösung.

😟Danke für Deinen Einwand, da kann ich mich gleich mal an der eigenen Nase packen.....ich hab an ältere Menschen ohne PC gedacht, aber leider nicht weiter....nicht an die Menschen mit Einschränkungen.

Und das obwohl ich mich unlängst derart über Plachutta geärgert hab, weil es in der Wollzeilekein behindertengerechtes WC gibt...angeblich aus Platzmangel ... was für eine Frechheit, der Platz ist definitiv vorhanden.
 

Brigie

Medium Knochen
Restaurants haben traditionell das WC im Keller.
Oder, wenn nicht im Keller, ist es so eng dass da kein Rollstuhl reinpasst.

Aber was mich noch mehr ärgert als das - dass es so wenige Institutionen gibt die wirklich barrierefrei zugänglich sind.
Sogar Wohn- und Beschäftigungsgruppen sind oft nicht barrierefrei zugänglich. Mindestens eine Stufe ist fast immer.
 

Radetzky

Super Knochen
Angeblich steht Mückstein kurz vor dem Rücktritt, und zwar, weil er gegen die komplette Abschaffung aller Maßnahmen ist.
 
Oben