Erziehungshalsband ja oder nein?

Oregon

Neuer Knochen
@all
Könnte es Hunde geben, die so zerren, dass sämliche Krallen abbrechen, überall Blut heraus fließt und sich die Hunde selbst überhaupt nicht darum kümmern? Muss man manche Hunde vor sich selbst schützen?
€ Kennt Ihr "Sporthunde"? Wir kannten einen Hund, der über eine 2m hohe Holzwand sprang und davon einen Milzriss bekam...
 
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OldHag

Super Knochen
Du unterscheidest zwischen Hunden und anderen - also sind die anderen eben keine Hunde?.
Das habe ich mit "richtig" verkürzt -

Ich würde auch einen beachtlichen Teil der kleinen Modehunde, JRT usw., diesem Murks zurechnen. Es nützt nichts, wenn Welpen nur in einem herrlichen Rosengarten hinter einer hohen Mauer die ersten 12 Wochen fern der Straße aufwachsen. Das hat mit Tierliebe nichts zu tun, denn sie müssten dann den Rest ihres Lebens dort verbringen.
Das stand vorher noch nicht da
 

Brigie

Profi Knochen
Härte verzichtet zu haben.
Gefühl ist eine Sache, Vernunft eine andere. Man kann sagen: "Wir bekommen das schon hin..." und erhält als Anwort: "Vielleicht - wenn sie acht Jahre alt ist."
Kannst du das ein bisschen weniger kryptisch ausdrücken?
Worauf bezieht sich der Dialog, den du anführst?
Was wäre im Falle meines ersten Hundes das von dir empfohlene Vorgehen gewesen?
 

Caro1

Super Knochen
Der Vergleich eines vielleicht zweijährigen Hundes mit einem dreijährigen Kind ist Unfug. Wenn bestimmte Diensthunderassen nicht beim Züchter, der Mutter und bei den Geschwistern fachlich gut geprägt wurden, dann ist es fast aussichtslos. Die kauft dann auch kein sachkundiger Mensch, weil die weitere Erziehung und Ausbildung auf der Prägung aufbaut. Diese Hunde kann dann nur noch der "Züchter" beseitigen. Vergleichsweise ist ein KML ein Hündchen.

Ich würde auch einen beachtlichen Teil der kleinen Modehunde, JRT usw., diesem Murks zurechnen. Es nützt nichts, wenn Welpen nur in einem herrlichen Rosengarten hinter einer hohen Mauer die ersten 12 Wochen fern der Straße aufwachsen. Das hat mit Tierliebe nichts zu tun, denn sie müssten dann den Rest ihres Lebens dort verbringen.
Der Vergleich Hund mit Kind empfinde ich auch als Unfug, aber nicht, dass Hunde nicht auszubilden oder zu erziehen sind, wenn sie beim Züchter fachlich oder durch Mutter/Geschwister nicht geprägt wurden..
Für diese "beseitigten" Hunde, auch jene die im Welpen und Junghund-alter absolut nichts erlebt und gesehen haben, gibt es viele gute Beispiele, dass das auch im Alter noch wunderbar funktionieren kann... so auch bei Hunden, die nicht im herrlichen Rosengarten, aber dunklem Dreckloch aufgewachsen sind, trotzdem soziale, wunderbare und alltags taugliche Begleiter wurden... Sicher gibt es Hunde, da funktioniert es schwer oder gar nicht, aber das kann dir auch beim gut sozialisiertem Welpen passieren, weil auch Gene und das Wesen eine große Rolle spielt...
 

Oregon

Neuer Knochen
@Caro1 Hast Du wirklich Interesse am Thema Deprivation? Ein Hund hatte keinen Namen und kannte kein Halsband,keine Leine, keine Kinder, keine Fahrräder - verbotener Weise auf dem Gehweg - usw. Diese Hunde bestehen nur aus dem extremen Trieb, auf den sie gezüchtet wurden. Entwickelt wurden diese Rassen vor über hundert Jahren unter der selbstverständlichen Voraussetzung von seit Jahrhunderten oder länger erprobten Mitteln.

Nach der Prägephase von der dritten bis zur siebten Woche ist vieles zu spät. Die unbedingten Grundlagen für die spätere Erziehung werden in diesem kurzen Zeitfenster geschaffen. Das geht nur bei der Mutter: Erst draußen aufregen und dann sich an den Zitzen bei Mama beruhigen. Weißt Du wie jahrelanger Dauerstress aussieht? Manche Amtstierärztinnen wissen das offensichtlich nicht.

(Jetzt ist mir eingefallen, dass mir eine Frau mit einer Bolonka Zwetna vor etwa 20 Jahren erzählt hat, dass das Hündchen zu früh von der Mutter weg kam, und dass es deshalb einen alten Küchenwecker, der recht laut tickt, in einem dicken Handtuch mit ins Bett bekommt, um den Herzschlag der Mutter zu imitieren. Amtstierärztinnen wissen das nicht.)

Natürlich werden sich "Hundesportler" aus der Gesamtmenge immer die Rosinen heraus picken, aber was wird aus dem sehr großen Rest? Die Dienststellen haben nun ernste Schwierigkeiten mit ihren Hunden. Private Trottel werden angeschmiert.

Es gibt notwendige und nützliche Gewalt, sonst dürften wir ja auch keine staatliche Gewalt (Gerichte und Gefängnisse) haben. An gewissen Stellen kennen gerade die guten Menschen plötzlich gar keine Toleranz mehr, sonst würden sie ihre angebliche Unentbehrlichkeit in Frage stellen.

Ist es nicht bitter, wenn jemand mindestens einmal die Woche angesprochen wird, was für einen super Hund er hat, und der/die Angesprochene muss mit den Schultern zucken? Nach Jahren kommt man an den Punkt, wo so ein Tier endlich ruhig, ansprechbar und lernwillig wird, aber kein Hundeverein/-Platzt will es haben und niemand weiß einen kompetenten Trainer für solche Hunde. Schon gar keinen ohne Gewalt.

Jedenfalls sollte man durchaus tausende Euro für perfekt geprägte Welpen zahlen.
 
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Oregon

Neuer Knochen
Etwas OT?
Eben habe ich wieder einen fröhlichen Song aufgerufen: "Love Dies Young"

Das klingt so lustig. Ich denke nach und mir kommen die Tränen... Mir kamen die Tränen, als unser alter Hund weg war, weil seine kranken Knochen und Gelenke nicht mehr konnten. Ich war nur auf einen Hund mit garantiert gesundem Körperbau fixiert - und bekam einen Hund, der nur aus Trieb bestand, dem einige "Gehirnwindungen" fehlen, der blitzartig reagiert, wenn er aus dem Instinkt heraus glaubt, dass er sein altes Schaf beschützen muss und der unbedingt Sachen von der Straße auflesen WILL, an die man gar nicht denken möchte. Und dann hat man keine Mittel. Und dann liest man das:
 
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