Übergriffe die nicht die Medien massiv beschäftigen

Kurenai

Super Knochen
Nur mal so zum nachdenken (kann auch sofort wieder geschlossen werden sollte es zu Streit etc kommen). Bitte, mir geht es in dem Thema um mediale Berichterstattung. Nicht um links gegen rechts, Ausländer vs Inländer etc.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/z...hsopfer-bei-regensburger-domspatzen-1.2809626

Ich vermisse die tage/wochenlange Berichterstattung, Gesprächsrunden, den Aufschrei der Öffentlichkeit. :( Keiner der sich distanziert von so etwas...

Ich möchte damit nur aufzeigen dass die Medien sehr selektiert berichten. Ich finde das genauso schlimm wie die Übergriffe in der Silvesternacht, oder sogar noch schlimmer. Warum wird so etwas medial unter den Tisch gekehrt? Warum verlangt in den medialen Aufschreien niemand, dass sich Christen davon distanzieren? Dieses Beispiel hier ist viel mehr als "ein bedauerlicher Einzelfall".

Ich habe die Theorie dass solche Schlagzeilen "schwer" zu verkaufen sind. Da hat man kein "Feindbild" was man mal schnell generalisieren könnte, weil es dann die Leute selbst betreffen würde.

Ich vermisse sowieso gänzlich die äußerst kritische Berichterstattung in den Medien gegenüber der Institution Kirche. Stellt auch mal vor so etwas würde bei einer anderen Religionsrichtung passieren. Der Aufschrei wäre riesig.

Ich möchte die Übergriffe zu Silvester nicht schmälern, aber ich vermisse dass diese Übergriffe an Kindern ebenso "wichtig" sind in den Medien. :(
 

Chimney

Super Knochen
Mich wundert das auch, vor allem wo doch in der Vergangenheit immer ausführlich über solche Sachen berichtet worden ist (ist ja auch schon oft genug vorgekommen).

Als getaufte Christin kann ich dir nur so viel sagen, dass ich mich auch aufgrund solcher Berichte vollkommen von der Kirche distanziere. Meine gesamte Familie ist ausgetreten, meine noch nicht existenten Kinder werden mit Sicherheit nicht getauft und ich will mit diesem Verein nichts zu tun haben.
 

EvaJen

Super Knochen
1. Die Medien können sich immer nur auf 1 Thema gleichzeitig konzentrieren
2. Die Medien schreiben das was sich am besten verkauft fürchte ich
3. Themen die sich nicht reisserisch aufbereiten lassen sind "langweilig"
4. Sich "gegen" die eigene "Kultur" zu stellen ist oft zu heikel

Wenn man abends mal so durch die Kanäle zapped könnte man tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass außer Flüchtlinge in der Welt so gar nichts los ist ... Jeder fühlt sich bemüssigt was dazu zu sagen, egal ob er was dazu zu sagen hat oder nicht, die gleichen Bilder werden bis zum Erbrechen auf allen Kanälen immer wieder gezeigt ....
 

Tamino

Super Knochen
Nicht nur das...

bereits Juni 2015 hat z.B. der Verfassungsschutz in D bekanntgegeben, dass es 2014/Mitte 2015 täglich zu fst 3 rechtsradikal motivierten Gewalttaten in Deutschland gekommen ist

Das BKA hat im Oktober 2015 veröffentlicht, dass es z.B. allein NRW allein im August 2015 zu 121 rechten Gewalttaten gekommen ist....

da ist auch nix von massiven Reaktionen in den Medien oder einem sonstigen "kollektiven" Aufschrei....
 

amani17

Super Knochen
Nur mal so zum nachdenken (kann auch sofort wieder geschlossen werden sollte es zu Streit etc kommen). Bitte, mir geht es in dem Thema um mediale Berichterstattung. Nicht um links gegen rechts, Ausländer vs Inländer etc.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/z...hsopfer-bei-regensburger-domspatzen-1.2809626

Ich vermisse die tage/wochenlange Berichterstattung, Gesprächsrunden, den Aufschrei der Öffentlichkeit. :( Keiner der sich distanziert von so etwas...

Ich möchte damit nur aufzeigen dass die Medien sehr selektiert berichten. Ich finde das genauso schlimm wie die Übergriffe in der Silvesternacht, oder sogar noch schlimmer. Warum wird so etwas medial unter den Tisch gekehrt? Warum verlangt in den medialen Aufschreien niemand, dass sich Christen davon distanzieren? Dieses Beispiel hier ist viel mehr als "ein bedauerlicher Einzelfall".

Ich habe die Theorie dass solche Schlagzeilen "schwer" zu verkaufen sind. Da hat man kein "Feindbild" was man mal schnell generalisieren könnte, weil es dann die Leute selbst betreffen würde.

Ich vermisse sowieso gänzlich die äußerst kritische Berichterstattung in den Medien gegenüber der Institution Kirche. Stellt auch mal vor so etwas würde bei einer anderen Religionsrichtung passieren. Der Aufschrei wäre riesig.

Ich möchte die Übergriffe zu Silvester nicht schmälern, aber ich vermisse dass diese Übergriffe an Kindern ebenso "wichtig" sind in den Medien. :(
Wahrscheinlich weils kein "tagespolitisch akutelles" Thema ist...das ist ironisch gemeint. Im Moment sind sämtliche Medien voll vom Flüchtlingsthema, dem IS Terror und der Registrierkassenpflicht....da ist anscheinend kein Platz für etwas, was es "eh immer schon gab" und womit man die Leute nicht derart beeinflussen und schrecken kann wie mit den obigen Themen.
 

Kurenai

Super Knochen
Gerade das "sich gegen die eigene Kultur stellen" ist find ich wichtig. Auf andere mit Finger zu zeigen ist natürlich einfacher. Aber wie will man Probleme in den Griff bekommen wenn man die eigenen unter den Tisch kehrt.

Grad eine vielseitige Berichterstattung ist absolut notwendig, weil es Dinge auch oft in die richtige Perspektive setzt.
 

amani17

Super Knochen
Gerade das "sich gegen die eigene Kultur stellen" ist find ich wichtig. Auf andere mit Finger zu zeigen ist natürlich einfacher. Aber wie will man Probleme in den Griff bekommen wenn man die eigenen unter den Tisch kehrt.

Grad eine vielseitige Berichterstattung ist absolut notwendig, weil es Dinge auch oft in die richtige Perspektive setzt.
Das wäre aber das erste Mal, dass so eine Berichterstattung die Dinge klärt anstatt zu komplizieren :eek:

Ich glaub auch gar nicht, dass das mit der eigenen Kultur zu tun hat...oder damit, dass man diese nicht "beschmutzen" will....ich denke eher, dass es im Moment, wo eben IS und die Kölner Silvesternacht in aller Munde sind, die Menschen bei weitem nicht so interessiert wie die aktuellen Themen, so bös und hart das klingt. :(
 
Zuletzt bearbeitet:

Lykaon

Super Knochen
Aber wie will man Probleme in den Griff bekommen wenn man die eigenen unter den Tisch kehrt.
Inwiefern ist es ein Problem der atheistischen Österreicher/Deutschen, wenn es bei den "Kölner Domspatzen" zu Übergriffen kommt?

Es ist nicht gerade neu, dass sich in katholischen Jugendeinrichtungen die Pädophilen der übelsten Sorte sammeln. Darüber gibt es Artikel und Bücher zur Genüge.

Ich bin Atheistin.
Getauft wurde ich als unverständiger Säugling, der kein Nein Danke von sich geben konnte.
Vom Religionsunterricht habe ich mit 16 endlich abmelden können und aus der Kirche bin ich wenig später ausgetreten.
Mein Widerstand dagegen, an schönen Nachmittagen einen "Religions-Hausaufgabe" machen zu müssen (Jesus und Haberer bunt anmalen...) wurde von Muttern niedergedögelt und auf das deutliche NEIN DANKE ICH WILL KEINE RELIGION einer Siebenjährigen hat keiner gehört...

Ich bin durchaus der Ansicht - auch weil ich immerhin bis in die 6. Klasse AHS den Religionsunterricht mitgemacht habe, zwangsweise im Kommunios- und Firm"unterricht" sitzen musste -, dass man in einer abrahamitischen Religion keinen gesunden Bezug zum eigenen Körper entwickeln kann. (Und bitte wie kriegt man das hin, dass man an einen überirdischen Daddy glaubt????)

Dem gesunden Körperverständnis stehen unter anderem die traditionellen Rollenbilder im Weg, die von diesen Glaubensvereinen leider noch immer verzapft werden.
Es ist kaum ein Unterschied zwischen Judentum, Christentum und Islam - alle drei diskriminieren Frauen. (Und Homosexuelle, Intersexuelle etc. sowieso!)

"Wir" haben kein Problem.
Ein "Wir" gibt es nicht.
Ich würde mit einem Gläubigen nie, nimmer, nicht eine Beziehung eingehen und selbstverständlich wünsche ich nicht angefasst zu werden.

Aus meiner Sicht sind eine Menge Probleme aus der Welt, wenn das Ausleben des jeweiligen Aberglaubens in der Öffentlichkeit strikt unterbunden wird, wo es andere belästigt und der Gleichberechtigung im Wege steht.
 
Zuletzt bearbeitet:

perro06

Super Knochen
ich glaube jede gemeinschaft/religion kann nur innerhalb derselbigen falsche sichtweisen aufarbeiten. in unserer gesellschaft sollte die religion nicht an 1. stelle stehen, genauso wie es das gesetz vorsieht. aber da unsere gesellschaft innerhalb des christentums entstanden ist, sollte unsere gesellschaft auch dort als erstes aufräumen. was soll das, dass ein straftäter seine tat einem priester beichten darf und der muss stillschweigen bewahren, weil priester unantastbar ist? wie wollen wir dann einen iman oder einen rabbi zur verantwortung ziehen, wenn wir das bei christlichen "würdenträgern" lieber nicht sehen sollen/wollen?
unsere gesetze schützen die frauen (meistens), doch daran ist die religion nicht beteiligt. diese religionen haben alle eines gemeinsam: sie wollen so gut wie möglich die männer absichern, dass die frau einem mann nicht ein kind unterjubeln kann, dass nicht von ihm ist - mit mehr oder weniger grausamen mitteln.
ob und wie jemand die "oberste unbewiesene instanz" bezeichnet, ist mir vollkommen gleichgültig, dass er sich nicht an unsere gesetze hält nicht. daher stellt es mir alle haare auf, wenn jemand UNSERE CHRISTLICHEN WERTE verteidigen will. so menschlich sind diese christlichen werte nicht.
 

Andrea J

Super Knochen
ich denke die Werte die wir in unseren demokratischen Ländern gerne haben wollen, können wir selber nicht wirklich leben....
weil eben das Wegschauen, das Verdrängen und das Vertuschen immer wieder stärker ist, als der unbequeme Weg...dagegen anzukämpfen...geht ja schon im kleinen Bereich los und findet dann in den großen Fälle ihren Höhepunkt...
 

Conny30

Super Knochen
Nur mal so zum nachdenken (kann auch sofort wieder geschlossen werden sollte es zu Streit etc kommen). Bitte, mir geht es in dem Thema um mediale Berichterstattung. Nicht um links gegen rechts, Ausländer vs Inländer etc.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/z...hsopfer-bei-regensburger-domspatzen-1.2809626

Ich vermisse die tage/wochenlange Berichterstattung, Gesprächsrunden, den Aufschrei der Öffentlichkeit. :( Keiner der sich distanziert von so etwas...
Du hast schon recht, es ist ganz furchtbar, wenn Kinder über Jahre hinweg gedemütigt, mißhandelt und teilweise mißbraucht werden, und irgendwie „merkt‘s keiner“ oder zumindest hat niemand etwas dagegen unternommen.

Diesem „Fall“ sollte tatsächlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, nicht nur - aber auch - weil das ja bei Weitem nicht der erste - zumindest vergleichbare - „Fall“ ist, der nach langer Zeit aufgedeckt wurde. Da gab‘s ja beispielsweise auch den Skandal um die Kinderheime der Stadt Wien, wo ebenfalls vor allem in den 50-er bis 70-er Jahren ganz schlimme Mißstände geherrscht haben.

Internate und Heime - also Orte, wo Kinder leben und dabei deutlich weniger Kontakt zu ihren Familien haben, als „durchschnittliche“ Kinder, scheinen ein gewisses „Risiko“ für die Entstehung von Mißständen in sich zu tragen (das soll jetzt natürlich nicht gut geführte Einrichtungen diskreditieren) und man sollte natürlich einmal genau analysieren wo da die Ursachen liegen und vor allem, was zu tun ist, um so etwas in Zukunft tunlichst zu vermeiden.

Natürlich macht es sehr betroffen, solche Berichte zu lesen und die Zahl der Opfer ist ja auch wirklich sehr hoch. Außerdem ist es natürlich besonders schlimm, wenn es ausgerechnet die Menschen, denen die Kinder anvertraut waren, sind, die ihnen Leid zugefügt haben.

Ich denke die Gründe, warum dieser „Fall“ jetzt in den Medien nicht so sehr präsent ist, liegen einerseits darin, daß es sich um Verbrechen handelt, die schon etliche Jahre zurückliegen und daß ähnliche „Fälle“ eben schon in der Vergangenheit aufgedeckt wurden (den großen Aufschrei, gab‘s damals als das von den städtischen Kinderheimen bekannt wurde in den Medien ja schon teilweise - auch ORF-Diskussionen darüber etc.)

Andererseits natürlich auch darin, daß aktuell in der Gegenwart so viel Schlimmes und Besorgniserregendes passiert, daß die Medien bereits über „gegenwertiges Übel“ noch -zig seitenweise schreiben könnten.

Liebe Grüße, Conny
 

Tamino

Super Knochen
Ich denke die Gründe, warum dieser „Fall“ jetzt in den Medien nicht so sehr präsent ist, liegen einerseits darin, daß es sich um Verbrechen handelt, die schon etliche Jahre zurückliegen und daß ähnliche „Fälle“ eben schon in der Vergangenheit aufgedeckt wurden (den großen Aufschrei, gab‘s damals als das von den städtischen Kinderheimen bekannt wurde in den Medien ja schon teilweise - auch ORF-Diskussionen darüber etc.)

Andererseits natürlich auch darin, daß aktuell in der Gegenwart so viel Schlimmes und Besorgniserregendes passiert, daß die Medien bereits über „gegenwertiges Übel“ noch -zig seitenweise schreiben könnten.

Liebe Grüße, Conny
Und die Grüne sind sicher auch darin zu suchen,

dass es halt schon immer angenehmer und recht befriedigend war, Sündenböcke aus einem anderen Kulturkreis zu haben, sich über Entsetzlichkeiten aus einem anderen Kulturkreis aufzuregen

sich die "Erhabenheit" des eigenen Kulturkreises zu bewahren.....
 

Kurenai

Super Knochen
http://www.sueddeutsche.de/bayern/r...ung-des-missbrauchsskandals-irrsinn-1.2814560

Na ist ja schon 40 Jahre her, das ist doch egal. *waaah* Wenn sich das nächste mal wer auf "christliche Werte" beruft, weiß ich dann nicht ob ich lachen oder weinen soll. Es ist für mich erschütternd, wie geschwiegen wird zu diesen Vorfällen. Heute zB Stern TV... wieder ein langer Bericht über Köln und die Silvesternacht, sehr oft wird über Kulturprobleme wegen Glauben etc gesprochen... und die Medien interessiert es nicht was hinter den Mauern der Kirche abgeht. :( Weil zu unbequem, verkauft sich zu schlecht... Aber gerade solche Dinge gehören publik gemacht und aufgearbeitet. Nicht unter den Tisch kehren weils schon ein paar Jahre her ist. Genauso wenig wie die Mißbräuche in Kinderheimen usw.
 

amani17

Super Knochen
Es gehört sicherlich nicht unter den Tisch gekehrt, aber eine grausliche Straftat gegen die andere aufzuwiegen bringt uns auch nicht weiter, und ändert auch nichts. Es ist schon gut und richtig, dass über die Übergriffe auf Frauen (egal wo) berichtet wird, das heisst ja noch lange nicht, dass der Missbrauch seitens der Kirche weniger tragisch oder verwerflich ist. Es ist halt nur im Moment nicht das "heisse Thema".
 

perro06

Super Knochen
Du hast schon recht, es ist ganz furchtbar, wenn Kinder über Jahre hinweg gedemütigt, mißhandelt und teilweise mißbraucht werden, und irgendwie „merkt‘s keiner“ oder zumindest hat niemand etwas dagegen unternommen.

Diesem „Fall“ sollte tatsächlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, nicht nur - aber auch - weil das ja bei Weitem nicht der erste - zumindest vergleichbare - „Fall“ ist, der nach langer Zeit aufgedeckt wurde. Da gab‘s ja beispielsweise auch den Skandal um die Kinderheime der Stadt Wien, wo ebenfalls vor allem in den 50-er bis 70-er Jahren ganz schlimme Mißstände geherrscht haben.

Ich denke die Gründe, warum dieser „Fall“ jetzt in den Medien nicht so sehr präsent ist, liegen einerseits darin, daß es sich um Verbrechen handelt, die schon etliche Jahre zurückliegen und daß ähnliche „Fälle“ eben schon in der Vergangenheit aufgedeckt wurden (den großen Aufschrei, gab‘s damals als das von den städtischen Kinderheimen bekannt wurde in den Medien ja schon teilweise - auch ORF-Diskussionen darüber etc.)

Andererseits natürlich auch darin, daß aktuell in der Gegenwart so viel Schlimmes und Besorgniserregendes passiert, daß die Medien bereits über „gegenwertiges Übel“ noch -zig seitenweise schreiben könnten.

Liebe Grüße, Conny
ich kenne/kannte 5 dieser kinder, die bis heute ihr leben nicht ordentlich auf die reihe bekommen, 3 davon sind genau aus dem grund auch verstorben.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/r...ung-des-missbrauchsskandals-irrsinn-1.2814560

Na ist ja schon 40 Jahre her, das ist doch egal. *waaah* Wenn sich das nächste mal wer auf "christliche Werte" beruft, weiß ich dann nicht ob ich lachen oder weinen soll. Es ist für mich erschütternd, wie geschwiegen wird zu diesen Vorfällen. Heute zB Stern TV... wieder ein langer Bericht über Köln und die Silvesternacht, sehr oft wird über Kulturprobleme wegen Glauben etc gesprochen... und die Medien interessiert es nicht was hinter den Mauern der Kirche abgeht. :( Weil zu unbequem, verkauft sich zu schlecht... Aber gerade solche Dinge gehören publik gemacht und aufgearbeitet. Nicht unter den Tisch kehren weils schon ein paar Jahre her ist. Genauso wenig wie die Mißbräuche in Kinderheimen usw.
das sehe ich auch so - eine christlich geprägte kultur kann nur von dieser in ordnung gebracht werden, denn nur wenn wir das schaffen, können wir das auch als beispiel in die waagschale legen. es ist mMn vollkommen egal, ob ein verbrechen im namen des christentums oder einer anderen religion begangen wird.
 

Conny30

Super Knochen
ich kenne/kannte 5 dieser kinder, die bis heute ihr leben nicht ordentlich auf die reihe bekommen, 3 davon sind genau aus dem grund auch verstorben.
Ja, mir ist durchaus klar, worüber wir reden. Ich kenne - zum Glück - niemanden, den die „Erlebnisse“ der völlig zerstörten Kindheit, das Leben gekostet haben, aber ich kenne Menschen, die heute noch unter den seelischen „Narben“ dieser Erlebnisse zu leiden haben.
Selbstverständlich müssen solche Dinge „aufgearbeitet“ werden und vor allem, sollte man sich nie zu sicher sein, daß so etwas nie wieder passieren kann und ein sehr wachsames Auge auf all die „Einrichtungen“ haben, in denen Kinder (oder auch Menschen anderen Alters) leben, die auf Schutz und Betreuung durch „Fremde“ angewiesen sind.

Trotzdem ist es für mich völlig verständlich, daß sich Medien in „Zeiten wie diesen“, vorrangig den aktuellen Ereignissen zuwenden. Es passiert einfach aktuell zu viel wirklich Schlimmes. Heißt ja nicht, daß man anderes, deswegen vergessen dürfte.

Etwas anderes wollte ich noch sagen: Du hast in „Post 9„ geschrieben, daß die monotheistischen Religionen, vor allem darauf bedacht sind, daß eine Frau einem Mann kein Kind „unterschieben“ kann. Ich denke, daß Du da schon recht hast, das ist sicher ein ganz starkes „Motiv“ für die Sexualmoral der großen Religionen . Grundsätzlich für mich auch völlig nachvollziehbar - natürlich will (und soll) ein Mann auch Gewißheit darüber haben, ob seine „offiziellen“ Kinder, auch seine biologischen Kinder sind und umgekehrt wollen Kinder in der Regel wissen, wer ihr biologischer Vater ist. Zur Sexualität gehört nun einmal auch Verantwortlichkeit.

Nur hat sich jetzt ja schon lange genug gezeigt, daß eine auf Tabuisierung und Unterdrückung von Bedürfnissen beruhende Sexualmoral, eben ein mehr als problematischer Weg ist, der keineswegs dazu führt, daß Menschen ihre Sexualität glücklich aber verantwortungsbewußt leben - sondern im Gegenteil - immer wieder Mißbrauchsskandale, Vergewaltigungen und andere, sehr unschöne Ereignisse hervorbringt. Wäre also längst überfällig, wenn sich die Religionen diesem Thema einmal in einer etwas realistischeren und menschlicheren Weise nähern würden.

Liebe Grüße, Conny
 

EvaJen

Super Knochen
Trotzdem ist es für mich völlig verständlich, daß sich Medien in „Zeiten wie diesen“, vorrangig den aktuellen Ereignissen zuwenden. Es passiert einfach aktuell zu viel wirklich Schlimmes. Heißt ja nicht, daß man anderes, deswegen vergessen dürfte.
Was genau bedeutet "in Zeiten wie diesen" ? Es passiert unterm Strich letztlich auf der Welt immer gleich viel, mal 1939-1945 ausgenommen. Der Unterschied ist der, dass es heutzutage dutzende Fernsehsender, Printmedien, Internetmedien gibt die sich gegenseitig übertrumpfen wollen/müssen mit großteils reisserischer Berichterstattung, die absolut nichts mehr mit seriösem Journalismus zu tun hat. Medial passiert aktuell sehr viel schlimmes.

Wirklich schlimm wirds wohl erst werden wenn die Menschen sich durch diese Informationsüberflutung in Massenpanik versetzen lassen. Wenn etwas auf 20 Sendern 20 Mal berichtet wird , ist es trotzdem nur 1 x passiert, manches noch nicht mal einmal ....
 

Conny30

Super Knochen
Was genau bedeutet "in Zeiten wie diesen" ? Es passiert unterm Strich letztlich auf der Welt immer gleich viel, mal 1939-1945 ausgenommen. Der Unterschied ist der, dass es heutzutage dutzende Fernsehsender, Printmedien, Internetmedien gibt die sich gegenseitig übertrumpfen wollen/müssen mit großteils reisserischer Berichterstattung, die absolut nichts mehr mit seriösem Journalismus zu tun hat. Medial passiert aktuell sehr viel schlimmes.

Wirklich schlimm wirds wohl erst werden wenn die Menschen sich durch diese Informationsüberflutung in Massenpanik versetzen lassen. Wenn etwas auf 20 Sendern 20 Mal berichtet wird , ist es trotzdem nur 1 x passiert, manches noch nicht mal einmal ....
Ich geb zu, ich versteh's nicht ganz. Manchmal schreibst Du Beiträge, die für mich den Eindruck erwecken, daß Du einen ziemlich genauen "Durchblick" hast, was gerade so abgeht auf dieser Welt. Und dann kommt so ein Post von Dir :confused:
Aber ich muß ja auch nicht alles verstehen.

Einig sind wir uns in jedem Fall darin, daß jede Art von "Massenpanik" ganz schlimm wäre. Und wenn man immer wieder davon liest, wieviele Menschen sich jetzt privat bewaffnen, löst das ein ganz schlechtes Gefühl in mir aus. Das ist natürlich noch kein Hinweis auf Panik, aber doch darauf, daß viele Menschen Angst haben und "dem Staat" nicht mehr zutrauen, für die "Öffentliche Sicherheit" zu sorgen.

Und das, obwohl ich schon davon ausgehe, daß die meisten Menschen durchaus "hell genug auf der Platte sind", um zu verstehen, daß etwas nur 1 x passiert ist - auch wenn 20 Sender darüber berichten. ;)

Liebe Grüße, Conny
 

Tamino

Super Knochen
Ich geb zu, ich versteh's nicht ganz. Manchmal schreibst Du Beiträge, die für mich den Eindruck erwecken, daß Du einen ziemlich genauen "Durchblick" hast, was gerade so abgeht auf dieser Welt. Und dann kommt so ein Post von Dir :confused:
Aber ich muß ja auch nicht alles verstehen.

Einig sind wir uns in jedem Fall darin, daß jede Art von "Massenpanik" ganz schlimm wäre. Und wenn man immer wieder davon liest, wieviele Menschen sich jetzt privat bewaffnen, löst das ein ganz schlechtes Gefühl in mir aus. Das ist natürlich noch kein Hinweis auf Panik, aber doch darauf, daß viele Menschen Angst haben und "dem Staat" nicht mehr zutrauen, für die "Öffentliche Sicherheit" zu sorgen.

Und das, obwohl ich schon davon ausgehe, daß die meisten Menschen durchaus "hell genug auf der Platte sind", um zu verstehen, daß etwas nur 1 x passiert ist - auch wenn 20 Sender darüber berichten. ;)

Liebe Grüße, Conny
Na ja, es ist halt schon ein Unterschied, ob z.B. i.S. Köln in der Berichterstattung "1.000" Täter..."Massenvergewaltigung" auftauchen...oder ob man bei den Fakten bleibt.....

und Fakt ist, weder die Täterzahl ist bis dato bewiesen, noch auch nur eine Vergewaltigung.....

Denn der Unterschied macht auch den Unterschied, was für Gefühle das in der Bevölkerung auslöst.....
 

Pluto

Super Knochen
Man kann sich alles schön reden, ---- wer weiß was noch alles passieren muss, bis eine Erleuchtung zum blitzen anfängt und in eine Realität zurück kommt.
 
Oben