Wie schon Jesus sagte ....

Caro1

Super Knochen
Ich möchte das Thema beim Tierschutzfall um den armen Hund nicht schreddern, dafür ist es zu wichtig, weshalb ich hier auf den Beitrag von Brigie eingehen möchte...

Es gibt keine Verpflichtung, alles was man tut und unternimmt hier in einem Forum öffentlich zu machen.

Wie schon Jesus sagte (Zitat Matthäus 6):

"Wenn du nun Gutes tust, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

Wenn du aber Gutes tust, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit deine Guttat verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten."

Mir fallen dazu spontan die vielen Missbrauchsopfer ein, die auf der ganzen Welt unter dem Gürtel der Verschwiegenheit missbraucht wurden, weil die „Guttaten“ der Heuchler im verborgenem blieben und der "Vater", der ins verborgene geschaut, es nicht vergeltet hat.. somit ist die Kirche ein schlechtes Beispiel dafür, was Missbrauch/Tierquälerei angeht, weil bekanntlich die linke Hand nicht wissen wollte, was die rechte Hand treibt.. ;)
 

Rocky2011

Super Knochen
Ich möchte das Thema beim Tierschutzfall um den armen Hund nicht schreddern, dafür ist es zu wichtig, weshalb ich hier auf den Beitrag von Brigie eingehen möchte...

Mir fallen dazu spontan die vielen Missbrauchsopfer ein, die auf der ganzen Welt unter dem Gürtel der Verschwiegenheit missbraucht wurden, weil die „Guttaten“ der Heuchler im verborgenem blieben und der "Vater", der ins verborgene geschaut, es nicht vergeltet hat.. somit ist die Kirche ein schlechtes Beispiel dafür, was Missbrauch/Tierquälerei angeht, weil bekanntlich die linke Hand nicht wissen wollte, was die rechte Hand treibt.. ;)
Wenn es nicht so traurig wäre, aber lachen musste ich eben doch bei dem was du geschrieben hast und das ist so wahr zugleich.
 

Brigie

Junior Knochen
Tja. Jesus und die Kirche sind aber nicht deckungsgleich.
Tatsächlich würde ich sagen, dass viele Aussagen von Jesus von der Kirche missbraucht wurden.
 

Caro1

Super Knochen
Tja. Jesus und die Kirche sind aber nicht deckungsgleich.
Tatsächlich würde ich sagen, dass viele Aussagen von Jesus von der Kirche missbraucht wurden.
Tja, trotzdem schlechtes Beispiel, weil Jesus bzw Matthäus, den du zitiert hast, sich nicht von der Kirche bzw von deinem Beispiel trennen lässt..

„Der erste Blickwinkel ist, dass Jesus erklärte, Petrus werde der „Felsen“ sein, auf den er seine Kirche baut.“
 
Zuletzt bearbeitet:

Brigie

Junior Knochen
@ Caro1

Dein Zitat
„Der erste Blickwinkel ist, dass Jesus erklärte, Petrus werde der „Felsen“ sein, auf den er seine Kirche baut.“
stammt von https://www.gotquestions.org/Deutsch/petrus-felsen-matthaus-16-18.html

Wir haben hier also ein Zitat von Jesus selbst: „Du bist Petrus (petros), und auf diesen Felsen (petra) will ich meine Gemeinde bauen.“
Und dann eine Interpretation dieser Aussage, wobei das Wort "Gemeinde" durch "Kirche" ersetzt wurde.

Da es aber viele mögliche Interpretationen für dieses Zitat von Jesus gibt, kann man nicht sagen, dass durch diese Interperation Jesus irreversibel mit der (katholischen) Kirche verknüpft werde. Man kann nur sagen, dass die katholische Kirche sich mit dieser Interpretation ihre Autoriät von Jesus herleitet.
Wobei es ja viele andere sich auf Jesus berufende Kirchen gibt. Und alle streiten sich heftig um die Deutungshoheit.

Was Jesus mit seinen Worten tatsächlich gemeint hat, weiß niemand. Maximal kann man es aus seiner damaligen Situation und der damaligen Zeit ableiten. Damals gab es um Jesus eine sehr kleine Gruppe - dass daraus die Kirchen im heutigen Sinne werden würde, war damals von niemandem abzusehen.

Tatsächlich gibt es einerseits Aussagen, die Jesus zugeschrieben werden - aber weder Jesus selbst noch jemand, der ihn persönlich gekannt hat, hat ein Wort davon niedergeschrieben. Es wurde lange nach Jesus aus einer Erzähltradition heraus verschriftlicht.

Und andererseits gibt es Interpretationen. Um diese Interpretationen wurde von den Kirchen seit jeher erbittert gestritten. Wer Deutungshoheit hat, hat Macht. Und Macht wurde schon immer dazu genutzt, um Böses zu tun.
 

Caro1

Super Knochen
Was Jesus mit seinen Worten gemeint hat, weiß tatsächlich niemand und interessiert in diesem Fall auch niemanden, weil es um deine Aussage mit Jesus bzw dem Zitat von Matthäus ging, und der lässt sich nun einmal nicht von der Kirche trennen…

Somit passt es wieder mit dem Bösen, weil hätten sie es hinausposaunt, anstatt wie in deinem Zitat erwähnt, zu verbergen, wäre der Menschheit viel Leid und Elend erspart geblieben – vermutlich nicht nur der Menschheit.. Wobei wir wieder beim Thema, dem armen Hund sind, dessen Qual hier auch verborgen bleiben soll…
 
Zuletzt bearbeitet:

Brigie

Junior Knochen
Nun ja.
Wir haben eben keine von Jesus selbst niedergeschriebenen Aussagen, sondern beziehen uns immer auf die vier Evangelien - die von Matthäus, Markus, Lukas, und Johannes niedergeschrieben wurden.
D.h. jede Kirche muss sich auf diese Evangelien beziehen. Aber dieser Bezug ist in sich eben immer eine Interpretation.
Es steht jedem frei, die Evangelien selbst zu lesen, und sie selbst zu interpretieren und zu verstehen. Die Kirche braucht die Evangelien zu ihrer Legitimation; aber die Evangelien selbst können für sich selbst stehen und brauchen keine Legitimation durch irgendeine Kirche.

Und: Missbrauch ist nicht ursächlich mit der Kirche verbunden. Wäre es so, würde es in anderen Religionen (und auch in religionsfreien Sozietäten) keinen Missbrauch geben. Dem ist aber nicht so.
Missbrauch ist ursächlich mit Machtgefälle verbunden. Und Missbrauch kommt hauptsächlich in Familien vor, in dem naturgegebenen Machtgefälle von Eltern zu Kindern. Und zwar in allen Gesellschaften der Welt.

Die Crux ist, dass nicht nur ein Macht- sondern auch ein Vertrauensverhältnis ausgenutzt wird. Es wird einerseits die Macht dazu benutzt, um das Opfer zu missbrauchen, und andererseits das Vertrauen, um das Opfer zum Schweigen zu bringen.

Betroffene werden niemals als ersten Schritt in die Öffentlichkeit hinausposaunen, was geschehen ist.
 

Caro1

Super Knochen
Und: Missbrauch ist nicht ursächlich mit der Kirche verbunden. Wäre es so, würde es in anderen Religionen (und auch in religionsfreien Sozietäten) keinen Missbrauch geben. Dem ist aber nicht so.
Nun ja, das war auch nicht die Aussage, dass es nur mit der Kirche verbunden ist.. Es war eine Antwort auf dein Zitat von Matthäus und der ist unumstritten mit der Kirche verbunden, das ist nun einmal so… .

Die Crux ist, dass nicht nur ein Macht- sondern auch ein Vertrauensverhältnis ausgenutzt wird. Es wird einerseits die Macht dazu benutzt, um das Opfer zu missbrauchen, und andererseits das Vertrauen, um das Opfer zum Schweigen zu bringen.

Betroffene werden niemals als ersten Schritt in die Öffentlichkeit hinausposaunen, was geschehen ist.
Ja, stimmt genau… und genau deshalb brauchen Opfer, Menschen die diese Mauer aus schweigen und verleugnen brechen, damit sie aus ihrem Leid befreit und weitere Verbrechen unterbunden und ihre Peiniger bestraft werden können.. alles andere, ist Heuchelei… ;)
 

Brigie

Junior Knochen
Nun ja, das war auch nicht die Aussage, dass es nur mit der Kirche verbunden ist.. Es war eine Antwort auf dein Zitat von Matthäus und der ist unumstritten mit der Kirche verbunden, das ist nun einmal so… .
unumstritten... ich glaube nicht, dass es irgendetwas auf der Welt gibt, das unumstritten wäre. Schon gar nicht die Wahrheiten der einzelnen Menschen, Institutionen oder sonstigen Meinungshaber.

Ja, stimmt genau… und genau deshalb brauchen Opfer, Menschen die diese Mauer aus schweigen und verleugnen brechen, damit sie aus ihrem Leid befreit und weitere Verbrechen unterbunden und ihre Peiniger bestraft werden können.. alles andere, ist Heuchelei… ;)
Nein. Betroffene brauchen Menschen, die ihnen glauben, wenn sie erzählen was ihnen widerfuhr.
Nur sie selbst können ihr eigenes Schweigen durchbrechen.
Und es muss ihnen überlassen bleiben, was, wann, und wieviel sie erzählen wollen oder können.
Sie brauchen keine sensationslüsterne voyeuristische Öffentlichkeit, die immer noch mehr Einzelheiten wissen will. Und sich anmaßt, zu wissen, was am Besten für die Betroffenen wäre.
 

Rocky2011

Super Knochen
Nein. Betroffene brauchen Menschen, die ihnen glauben, wenn sie erzählen was ihnen widerfuhr.
Nur sie selbst können ihr eigenes Schweigen durchbrechen.
Und es muss ihnen überlassen bleiben, was, wann, und wieviel sie erzählen wollen oder können.
Sie brauchen keine sensationslüsterne voyeuristische Öffentlichkeit, die immer noch mehr Einzelheiten wissen will. Und sich anmaßt, zu wissen, was am Besten für die Betroffenen wäre.
Mal so nebenbei, ein Hund kann nicht sagen wie es ihm geht, im Gegenteil, er ist auf unsere Hilfe angewiesen wenn ihm Leid zugefügt wird, egal welcher Art.

Mir stehen die Haare hoch was du schreibst.
Wenn missbrauchte Kinder geschwiegen haben, dann aus Angst das noch mehr passiert. Oder was denkst du, warum diese Menschen erst im erwachsenalter ihr Schweigen gebrochen haben. Passiert jedenfalls ist auch nichts.
 

Rocky2011

Super Knochen

Caro1

Super Knochen
Nein. Betroffene brauchen Menschen, die ihnen glauben, wenn sie erzählen was ihnen widerfuhr.
Nur sie selbst können ihr eigenes Schweigen durchbrechen.
Und es muss ihnen überlassen bleiben, was, wann, und wieviel sie erzählen wollen oder können.
Sie brauchen keine sensationslüsterne voyeuristische Öffentlichkeit, die immer noch mehr Einzelheiten wissen will. Und sich anmaßt, zu wissen, was am Besten für die Betroffenen wäre.
Wobei wir wieder bei den Heuchlern wären, die ihre Augen vor Elend und Leid verschließen und Missbrauch/Tierquälerei als Privatsache der Peiniger abtun.. ;)
 
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