Ein Hund für 3 Familien …

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Eigentlich bevorzuge ich ja große Hunde. Deswegen begleitet mich auch seit gut 7 Jahren meine Irish Wolfhound-Hündin Meghan durchs Leben. Ab und zu habe ich daran gedacht, mir einen kleineren Zweithund dazu zu nehmen. Es blieb aber immer nur beim Gedanken, denn Meg geht mit mir überall hin mit, auch ins Büro, und ist somit eigentlich nie alleine. Ein zweiter Hund hätte das Ganze nur kompliziert.

Kleiner Hund auf der Fahrbahn
Bis ich im März 2001 wie jeden Tag nach der Arbeit in den Stall fuhr, um mein Pferd zu besuchen. Kurz nach Hollabrunn stockte plötzlich der Verkehr, obwohl keine Unfallspuren zu erkennen waren. Als ich im Schritttempo weiterfuhr, sah ich plötzlich mitten auf der B 303 einen kleinen Hund herumlaufen. Ich hielt an, und – um es kurz zu machen – mit Hilfe der Polizei gelang es mir schließlich, den Hund einzufangen.
Da ich die Woche darauf Urlaub hatte, habe ich den Zwerg, eine etwa 5-jährige Hündin, in dieser Zeit versorgt und versucht, den eventuellen Besitzer herauszufinden. Doch nirgendwo war ein Hund dieses Aussehens als vermisst gemeldet. Die Woche Urlaub ging vorüber, und es stellte sich die Frage: Wohin mit ihr, wenn ich arbeite? Es hatte sich nämlich schon sehr bald gezeigt, dass Puppie – das war mittlerweile ihr Name – absolut nicht alleine bleiben will. Ins Büro konnte ich sie nicht mitnehmen, denn ein zweiter Hund war meinem Chef zuviel. So brachte ich sie zunächst vorübergehend bei meiner Großmutter unter. Nach 4 Wochen habe ich dann noch einmal sämtliche Tierheime kontaktiert, aber die Hündin wurde nach wie vor nicht vermisst. Zu diesem Zeitpunkt war ich dann schon fast soweit, Puppie ins Tierheim zu bringen, weil sie komplett hysterisch wurde, wenn man sie alleine ließ. Doch den Schritt, sie ins Tierheim zu bringen, brachte ich nicht übers Herz – ich wollte mein Puppie behalten.

Optimale Lösung
In meiner Verzweiflung habe ich dann eine langjährige Freundin angerufen, nur um sie mal zu fragen, ob sie nicht jemand wüsste, der tagsüber auf einen kleinen Hund aufpassen könnte. Sonja ist auch eine große Tierfreundin, und nachdem ich ihr den Fall geschildert hatte, hat sie nur gesagt: „Ins Tierheim kommt sie nicht, sie kann mit mir mitgehen." Bei Sonja im Büro sind nämlich Hunde auch gestattet. Da sie auch in Hollabrunn arbeitet, war das die optimale Lösung. In der Früh treffen wir uns, und ich übergebe ihr den Zwerg. Puppie geht dann mit Sonja in die Arbeit. Am Nachmittag ist sie dann bei ihr und ihren Jungs Matthias und Markus in Wohnung und Garten, denn Sonja arbeitet „nur" 30 Wochenstunden. Am Abend hole ich sie wieder ab. Falls Sonja mal keine Zeit hat, ist sie bei meiner Schwester Sabine. Die arbeitet Gott sei Dank auch in Hollabrunn, und bei der darf sie ebenfalls mit ins Büro. Und falls wirklich mal keine von den Beiden Zeit hat, dann geht sie schon auch mal einen Tag mit mir mit.

Puppie macht müde Meghan munter …
Puppie liebt „ihre" beiden Hundesitter, und wenn wir vor der jeweiligen Bürotür stehen bleiben, weiß sie stets genau, wo sie hin muss. Es gibt dann immer eine stürmische Begrüßung, egal ob sie denjenigen jetzt 5 Tage hintereinander gesehen hat oder 14 Tage nicht. Mit der selben Begeisterung werde ich am Abend empfangen, wenn ich sie wieder abhole. Sie fühlt sich bei allen Dreien wohl, und wir alle sind froh, dass wir sie haben. Puppie hat sich eigentlich von Anfang an sehr gut eingelebt. Mit Meghan hat sie sich sehr gut verstanden, das Pferd war nie ein Problem, und meine Katzen liebt sie auch. Mir hat sie einige Vorurteile gegenüber kleinen Hunden genommen. Sie folgt recht brav, ist kein extremer Kläffer und hat eine Spitzenkondition. Mittlerweile bleibt sie mit Meghan auch schon mal eine halbe Stunde im Auto, wenn ich noch schnell was einkaufen muss, ohne gleich zu bellen. Auf alle Fälle ist sie mit ihrer fröhlichen Art eine sehr nette Bereicherung unseres Haushaltes. Außerdem animiert sie Meghan, die mit den Jahren doch schon etwas gemütlicher wurde, zum Laufen.

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