Ende der Rassendiskriminierung?

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Neues Gesetz über das Halten von Hunden in ­Schleswig-Holstein verzichtet auf Rasseliste

Nach etlichen Jahren der Ankündigung hat es das Parlament des Landes Schleswig-­Holstein doch geschafft und am 23.06.2015 das Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) verabschiedet, welches zum 01.01.2016 in Kraft getreten ist (GVOBl. 2015, S. 193, ber. S. 369). Hat sich das lange Warten auf das Gesetz gelohnt?

Wie sich das ein- oder andere in der täglichen Praxis ein­pendeln wird, bleibt natürlich abzuwarten, aber nach dem Gesetzes­wortlaut zu urteilen erscheint das Regelwerk recht gelungen. Zum einen verzichtet das Gesetz im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesländern auf eine sog. Rasseliste gefährlicher Hunde und ist damit neben Niedersachsen das zweite Bundesland, welches seit dem Jahr 2000 die Diskriminierung diverser Hunderassen aufgrund vermeintlich rassebedingt erhöhter Gefährlichkeit ­zurücknimmt; alle anderen Bundesländer und Stadtstaaten beharren wider wissenschaftlicher Erkenntnisse auf ihren rassebezogenen Ansätzen. Dieser Abkehr von als falsch erkannten, alten Ansätzen, die bestenfalls populistisch, aber nicht der Gefahrenabwehr dienlich waren, gebührt Respekt. Die Übergangsregelung des
§ 21 Abs. 3 HundeG spiegelt dieses ­Umdenken wider:

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Der Autor, Lars-Jürgen Weidemann, ist Partner der Anwaltskanzlei ­Sieger, Weidemann und Laakes in Mülheim an der Ruhr. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. mit rechtlichen Fragen zur Hundehaltung, zum Tierschutz- und Vereinsrecht.
 
Rechtsanwalt L.-J. Weidemann,
Duisburger Str. 272,
45478 Mülheim an der Ruhr,
Tel.: (02 08) 59 433 96,
Fax: (02 08) 59 433 93
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