Manfred Baumann – Der Fotograf, dem die Stars ­vertrauen

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Celebrities wie Bruce Willis, Lionel Richie oder Sir Roger Moore schätzen seine Porträts und haben ihm schon vor der Kamera posiert. Seine Werke sind sowohl in renommierten Hochglanz­magazinen als auch in Werbestrecken internationaler ­Unternehmen zu sehen. WUFF Society-Reporter Volker Grohskopf hat den ­Ausnahmekünstler in seinem Wiener Atelier besucht und dort auch Bekanntschaft mit seiner Hündin Jessy gemacht.

Manfred Baumann ist wohl einer der ­interessantesten und erfolgreichsten Star­fotografen unserer Zeit. Mit Vor­bildern wie ­Helmut Newton und Alfred ­Eisenstaedt im Kopf traut er sich an bisher unbekannte wie auch ­oftmals ungewöhnliche Bildideen heran und scheut sich nicht davor, seinen ­Visionen und Vorstellungen freien Lauf zu lassen. So erklärt er auch das Geheimnis seines Erfolges: „Ich ­denke, es ist wichtig, sich selbst treu zu ­bleiben und seinem Weg zu folgen, egal, was andere davon ­halten. ­Außerdem ist es wichtig, eine Idee hinter den Bildern zu verfolgen, nur dann werden es gute Bilder. Ein ­technisch perfektes Foto ist für mich noch lange kein gutes Bild.“

Eine Gabe, die auch die größten Stars rund um den Globus zu schätzen wissen. Denn Manfred Baumann arbeitet mit internationalen Größen wie Sir Roger Moore, Gene Simmons, Kathleen Turner, Bruce Willis, Lionel Richie oder John Malkovich, um nur einige davon zu nennen. Und natürlich ergreift er die Gelegenheit, diese Berühmtheiten auch bei ganz persönlichen Momenten zu fotografieren. So entstanden beispielsweise Bilder mit Angelina Jolie, Brad Pitt oder Charlize Theron.

Zum großen Highlight wurde kürzlich die Präsentation seiner Werke im Rahmen der weltgrößten Fotomesse der „PHOTOKINA 2012″ in Köln. Fünf Tage lang präsentierte Manfred Baumann dort Workshops, Diskussionsrunden, Live-Fotoshootings und natürlich auch eine Ausstellung mit einem „Best-of“ seiner Werke.Neben den Porträtaufnahmen von Prominenten, die Manfred Baumann auszeichnen, sind es vor allem seine stilvoll inszenierten Fine Nude Art Sujets, die ihn berühmt gemacht haben. Zu den Aushängeschildern des Künstlers zählen auch die Landschaftsaufnahmen. Er präsentierte seine Werke bereits weltweit in den unterschiedlichsten Galerien, doch den Anfang nahm alles in Wien.

Fotografieren, um glücklich zu sein
Manfred Baumann wurde 1968 in Wien geboren und wuchs im behüteten Umfeld seiner Familie im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing auf, wo er auch zur Schule ging. Seinen Großvater, der bereits als Fotograf und Kriegsberichterstatter im ­zweiten Weltkrieg tätig war, bezeichnet er bis heute als eine seiner größten ­Inspirationsquellen. Er war es auch, der bald das Talent seines Enkelsohnes erkannte und unterstützte, indem er ihm seine erste Kamera zum Geschenk machte. „Ja, meine erste Kamera bekam ich von meinem Großvater. Das war eine Praktica und ich habe mich damals extrem gefreut. Es war einfach ein irres Gefühl, eine eigene Kamera zu besitzen“, erinnert sich der Starfotograf heute, und setzt fort: „Allerdings habe ich die Fotografie dann ein wenig aus den Augen verloren.“

Nach dem Hauptschulabschluss begann Baumann auf Wunsch seiner Eltern mit 16 Jahren eine Lehre in dem Wiener Handelsunternehmen Julius Meinl und war dort auch anschließend ein Jahr lang als Filialleiter tätig. „In dieser Zeit ist mir aber immer ­stärker bewusst geworden, was ich denn eigentlich gerne machen möchte und dass ich in Wahrheit nur mit der Fotografie glücklich bin. Daher habe ich kurz entschlossen den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und anfangs als Assistent bei verschiedenen Fotografen gearbeitet.“

Dort entdeckte er seine Leidenschaft zur Aktfotografie. Die Faszination, Menschen schön in Szene zu ­setzen und mit diesen auch noch eine Aus­sage zu schaffen, die viel mehr als pure Erotik ist, beschäftigt und ­fesselt ihn noch heute. Mit 21 Jahren ­folgte die Profession, und die Karriere ­Manfred Baumanns nahm seinen Lauf. „Ich verfolgte von Beginn an meine eigenen Projekte und gleichzeitig sind immer mehr Kunden im In- und Ausland auf meine Arbeiten aufmerksam ­geworden. Irgendwie hat dann eins zum anderen geführt.“

„Apropos“, meldet sich Nelly ­Baumann, Ehefrau und Muse des mittlerweile weltbekannten Künstlers, schmunzelnd zu Wort: „Vor 17 Jahren suchte ­Manfred übrigens via ­Zeitungsinserat eine Assistentin – und da war dann ich,“ lacht Nelly charmant. „Seither sind wir ein unzertrennliches Paar und arbeiten unermüdlich an seiner ­Karriere.“

Und – wie man sieht – mit großem Erfolg: denn schon bald wurde kein Geringerer als Sir Roger Moore auf das österreichische Dreamteam aufmerksam und vereinbarte einen Fototermin. Danach folgten Shootings unter anderem mit John Malkovich, Paul Anka, Tony Curtis, Juliette Lewis, Dolph Lundgren, Kathleen Turner, Steve Guttenberg, Bai Ling und Sofia Milos. „Mit prominenten Gesichtern zu arbeiten war für mich von Anfang an ein tolles Erlebnis, weil man einfach Menschen mit besonderer ­Geschichte trifft. ­Diese kann man deren Ge­­sichtern auch immer ansehen. Mir ist es einfach im Laufe der Zeit immer wichtiger geworden, dass hinter meinen Bildern eine ­Lebensgeschichte steckt, die es dann gilt für sich selbst sprechen zu lassen,“ erläutert ­Baumann die Philosophie ­seiner Kunst.

Dementsprechend hat sich auch die Umsetzung seiner Aktfotografie in den letzten Jahren einer großen Änderung unterzogen: „Viel mehr ist nun die Geschichte, die hinter einem Foto verborgen ist, in den Vordergrund zu rücken und dem Betrachter somit einen Ansatz zu liefern. Für mich ist ein Bild dann gut, wenn es eine Story erzählen kann, doch dem Betrachter noch genug Freiraum für seine eigenen Fantasien offen lässt. Das Auge macht das Bild und nicht die Kamera. Ich kann nur jedem raten, sich mehr um das Bild an sich zu ­kümmern und weg zu gehen von zu viel Re­tusche und Bearbeitung.“

Heute werden Manfred ­Baumanns Werke international in ­renommierten Galerien gezeigt und ­präsentiert. Ebenso findet man ­seine ­künst­-
lerischen Fotografien in ­einschlägigen Fotofachmagazinen und nicht zuletzt in seinen eigenen Publika­tionen, ­seinen zahlreich erschienenen Büchern zu den verschiedensten Fachthemen und in seinen begehrten Jahreskalendern.

Mit dem Auge des Beobachters
Auch dieses Jahr präsentierte der Starfotograf Mitte Oktober wieder seinen mit Spannung erwarteten neuen Kalender mit künstlerisch inszenierten Fine Nude Art Sujets. Seit über 20 Jahren versteht er es wie kein anderer, die schönsten Frauen erotisch in Szene zu setzen. Zu der exklusiven Präsentation erschienen jede Menge prominente Gäste, bei denen Baumann wie immer mit seinen 12 Bildern für viele „Ahhs“ und „Ohhs“ sorgte. „Wie jedes Jahr versuchten wir mit unseren Geschichten Zeichen zu setzen und damit auch zu polarisieren. So zeigen wir dieses Jahr auch ein sehr molliges Model, das ganz und gar nicht den klassischen Modelmaßen entspricht. Auch die Abschaffung des kirchlichen Zölibats ist für uns dieses Jahr ein Thema – alles Themen, die Nelly und mir einfach ein Anliegen sind!“ Da dem Künstlerehepaar auch Tierschutz sehr am Herzen liegt, spenden sie den Erlös der ersten 200 von dem auf 1500 Stück limitierten Kalender zu Gunsten des Projektes „Endangered“, welches die Gorillas in Ruanda unterstützt.

Wer sich eines der begehrten ­Stücke sichern möchte, muss allerdings schnell sein, denn meist ist der Kalender bereits um die Weihnachtszeit vergriffen und weltweit ausverkauft. Entstanden ist das begehrte Stück dieses Jahr übrigens an unterschied­lichen Schauplätzen der Welt. Von Las Vegas bis nach Wien – und Hündin Jessy war natürlich fast immer mit dabei.

Assistentin auf vier Pfoten
Sie ist immer mit dabei, ob am Set, im Atelier oder im Büro. Sie sorgt für eine besonders familiäre Atmosphäre, liebt es, die kalorienarmen Pausensnacks der Models zu klauen und lässt sich natürlich gerne von internationalen Berühmtheiten knuddeln. Dadurch spricht sie auch fließend Englisch. Die Rede ist von Brackenmischlingshündin Jessy: „Jessy ist ein richtiges Familien­mitglied und unser absoluter Sonnenschein. Sie ist schon früh morgens gut gelaunt und voller Energie. Täglich bereitet sie uns einen Freuden­tanz zum Frühstück und wenn wir sie ab und zu notgedrungen ein paar Minuten alleine gelassen haben, schlägt sie Purzelbäume zur Begrüßung, als hätte sie uns 100 Jahre nicht gesehen“, lacht Manfred und erinnert sich an die erste Begegnung mit Jessy:„Wir haben Jessy vor ca. 9 Jahren aus dem Wiener Tierschutzhaus geholt. Sie war damals ungefähr ein halbes Jahr alt. Bereits als Welpe landete das arme Ding schon im Tierheim. Nachdem sie in diesem Alter sicherlich ein entzückendes Wollknäuel war, hat sie damals natürlich schnell ein Zuhause gefunden.“ „Allerdings nur für kurze Zeit“, setzt Nelly fort: „Denn als sie größer wurde, hat sie ihr damaliges Herrchen einfach wieder zurück ins Tierheim gesteckt. Dementsprechend traurig saß sie dort hinter Gittern, als wir sie zum ersten Mal gesehen haben. Wir haben uns beide in derselben Sekunde in sie verliebt, sie sofort in unser Herz geschlossen und wir glauben, sie uns auch.“

Das sieht auch ganz so aus, denn die Drei sind ein absolutes ­Dreamteam. Jede freie Minute verbringen sie gemeinsam in der Natur. Sogar die Urlaube werden „Jessygerecht“ geplant: „Ja, auch unsere Reisen gestalten wir gemeinsam. Da geht es dann mit dem Camper quer durch die Landschaft. Wir sind erst kürzlich aus Skandinavien zurückgekommen, wo wir drei Wochen durch Schweden und Norwegen gedüst sind! Jessy, die wir übrigens nach dem gleichnamigen Song von Joshua Kadison benannt haben, liebt Camping auch sehr. Außerdem ist sie eine absolute Wasserratte und schwimmt unermüdlich bei jeder Gelegenheit, sogar im Meer!“

Jessy liebt aber auch ihre Kuschel­tiere und nimmt sie selbstverständlich immer mit auf Reisen. „Ja, ist ja klar, und die haben natürlich alle einen eigenen Namen,“ lacht Nelly. „Da wären Elk, Pünktchen, Trixi und Rudi, und das Geniale ist, Jessy kann ihre Tierchen anhand des Namens unterscheiden und bringt dann das entsprechende,“ was Jessy auch gleich stolz unter Beweis stellt.

Die Zeit, in der das erfolgreiche Künstler­ehepaar beruflich in den USA unterwegs ist, verbringt Jessy bei guten Freunden „Wir möchten ihr den Flug einfach nicht zumuten, und mit Golden Retriever Freundin Gina hat sie hier viel Spaß und sie lehrt sie jede Menge Schabernack,“ sind sich Nelly und Manfred einig. „Zum Beispiel, wie man im Garten die Fische aus dem Teich bekommt und wie man dabei selbst am besten ins Wasser fällt. Hinterher teilen sich dann die beiden Ladies traditionsgemäß ein Körbchen an der Heizung und schauen sich gegenseitig fragend an. Und damit wir uns unterwegs auch wirklich keine Sorgen machen brauchen, wird uns in regelmäßigen Abständen mehrmals täglich ein aktuelles Foto von unserer Jessy nachgeschickt, für das sie sich natürlich gekonnt in Pose wirft.“

Wie soll’s auch anders sein: Gelernt ist eben gelernt!

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Gewinnfrage: „Wonach ist Hündin „Jessy“ benannt?“

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