Mein Hund aus dem Tierheim – Einer ist nicht genug

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Sie haben bereits einen oder mehrere Hunde und überlegen, einen weiteren Hund – aus dem Tierheim – dazuzunehmen? Dann sollten Sie diese Tipps für die Partnersuche für den bereits vorhandenen Familienhund oder das bestehende Hunderudel beachten. Wie finde ich genau den Richtigen und worauf muss ich bei der Integration des Neuzuganges achten?

Großer, futterneidischer ER sucht süße, anschmiegsame SIE …
Steht der Entschluss fest, einen Zweithund aus dem Tierheim zu adoptieren, macht es Sinn, sich die wichtigsten Eckdaten zusammen­zuschreiben. Wie würden Sie Ihren eigenen Hund beschreiben? Wie benimmt sich Ihr Vierbeiner bei Hunde­kontakten? Verteidigt er Spielsachen oder Kauknochen? Zeigt er sich in seinem Zuhause territorial? Ist er sehr auf seine Bezugsperson fixiert? Hat er Probleme mit dem Alleinbleiben? Hat er bisher als Einzelhund gelebt? Leidet er an gesundheitlichen oder altersbedingten Einschränkungen? Wie sieht es mit seinem Bewegungsbedarf aus? Ist er kastriert? uva. Umso mehr Informationen, umso zielgerichteter kann sich die Suche gestalten. Im Allgemeinen tendiere ich dazu, ähnliches mit ähnlichem zu vergesellschaften, denn gemeinsame Interessen sind am ehesten ein Garant dafür, dass beide Hunde etwas miteinander anzufangen wissen und nicht nur einfach nebenher leben. Das gilt natürlich nicht für bestehendes Problemverhalten. Einem Angsthasen einen zweiten zur Seite zu stellen, wird das vorhandene Problem im Gegenteil noch verstärken. Doch bezüglich Bewegungsfreude, Aktivitätsniveau und Spielbedürfnis sollten die Interessen nicht zu weit auseinander driften, damit der Neuankömmling zum echten Kumpel taugt.

Zum ersten Date ohne Hund
Beim ersten Besuch im Tierheim macht es wenig Sinn, den eigenen Vierbeiner mitzuschleppen. In Frage kommende Kandidaten erst einmal ohne vierbeinigen Bodyguard kennen zu lernen hat den Vorteil, dass Sie sich zu hundert Prozent auf die vorgestellten Tierheim-Hunde konzentrieren können. In Hundebegleitung ist es nicht möglich, den Fokus ungeteilt auf die in Frage kommenden Kandidaten zu richten. Sind zwei, drei oder auch nur einer in die nähere Wahl gerückt, vereinbaren Sie einen ­Folgetermin, zu dem Sie dann Ihren eigenen ­Vierbeiner mitbringen. Wählen Sie einen Tag, an dem Sie sicher sein ­können, dass wenig Trubel herrscht und die Hunde sich in ruhiger Atmosphäre kennenlernen können.

Erst einmal ankommen lassen
Vergessen Sie beim zweiten Besuch nicht, auch der eigene ­Vierbeiner reagiert auf die ungewohnte Um­gebung, die vielen Gerüche, die gehörte und gefühlte Nähe so vieler Artgenossen. Soll die Erstbegegnung auf einer Spielwiese stattfinden, ermöglichen Sie es Ihrem Hund, diese erst einmal ohne Eile zu erkunden. Erst danach sollte der in Frage kommende Kandidat dazu geholt werden. Geben Sie den Hunden die Chance, sich erst zu beruhigen und langsam anzunähern. Passen Sie das Tempo ihrer Vorgehensweise der Situation an. Der Tierheim-Hund wird vermutlich mehr Zeit benötigen, um die erste Aufregung hinter sich zu lassen. Denken Sie immer daran: Tierheim-Hunde stehen unter einem erhöhten Stresspegel, der das Verhalten bei Begegnungen beeinflusst. Es muss deshalb nicht gleich beim ersten Date zu einem ­Direktkontakt kommen. Vielleicht reicht es, den anderen erst einmal aus der ­Ferne wahrzunehmen, in sicherem Abstand an seinen Duftmarken zu ­schnüffeln. Überstürzen Sie nichts und ­orientieren Sie sich an den Signalen, die Ihr Hund aussendet.

Gemeinsamer Spaziergang zum Stressabbau
Vielleicht ist ein gemeinsamer ­Spaziergang in sicherem Abstand für die betreffenden Hunde eine bessere Möglichkeit, sich anzufreunden. ­Bitten Sie, dass ein(e) Betreuer(in) den Tierheim-Hund führt, zu dem dieser eine gute Bindung hat. Eine Auszeit im Grünen und die Distanz zum Tierheim entspannen und lassen den Fokus der Hunde auf andere Reize als den vierbeinigen Begleiter lenken. Wechseln Sie in sicherem Bogen die Reihenfolge, sodass jeder einmal in der Spur des anderen schnüffeln kann. Das schafft Sicherheit und Vertrauen. Gemeinsam kleine Aufgaben meistern, etwa mit einfachen Suchspielen, macht gute Stimmung und den Spaziergang mit dem Neuen zu einem angenehmen Erlebnis.

Andere Hunde wiederum fühlen sich beim Erstkontakt sicherer, wenn ein schützender Zaun dazwischen liegt. Doch zwingen Sie die Hunde ­niemals, Kontakt aufzunehmen, sondern akzeptieren Sie, wenn die Hunde noch Zeit brauchen und die Distanz von sich aus nicht verringern. Gut Ding braucht Weile, das gilt auch für Vergesellschaftungen.

Hunde nicht überfordern
Erstkontakte, die so ablaufen, dass beide Hunde gleich abgeleint (oft mit Maulkorb versehen) und ohne Vorbereitung aufeinander „losgelassen" werden, können zwar gut ausgehen, die Tiere aber weitaus wahrscheinlicher so überfordern, dass das erste Mal zum Debakel wird. Stress, Angst und Unsicherheit sind schlechte Begleitumstände für ein höfliches Kennenlernen. Manchmal sieht es auf den ersten Blick so aus, als ob Hunde sofort zu spielen beginnen und fröhlich umher tollen. Doch Achtung! Nicht alles, was einem Spiel ähnelt, ist auch so gemeint. Besonders unsichere oder überdrehte Hunde beginnen in stressigen Situationen mit einer Art „Kasperltheater", Herumgehüpfe oder Rennspielen, die ebenso schnell in Aggression ­kippen können wie sie begonnen haben. Unbeschwertes Spielen setzt Vertrauen in den Spielpartner voraus und das ist bei einer Erstbegegnung eher selten der Fall.

Konfliktreize vermeiden
Schon manches Kennenlernen scheiterte im letzten Moment an mitgebrachten Leckerchen. Selbst wenn die Hunde sich auf Anhieb gut verstehen, können Leckerchen das junge Glück schnell zerstören. Leckerchen dürfen den Hunden während des Spazier­ganges in sicherem Abstand verabreicht werden, aber bitte nicht, wenn sie beieinander stehen und sich gerade erst beschnuppert haben. Es gibt auch andere Möglichkeiten, Zuneigung zum Ausdruck zu bringen oder gutes Betragen zu belohnen. Um Futterneid gar nicht erst aufkommen zu lassen, Leckerlitasche oder Futterbeutel außerhalb des Geländes belassen. Dasselbe gilt natürlich für begehrtes Spielzeug. Bällchen oder Stöckchenwerfen ist in einer solchen Situation tabu, da es die Hunde hochputscht und Konkurrenzverhalten auslösen kann. Zeigen beide Hunde die Bereitschaft, mehr Nähe zuzulassen, kann Streicheln viel zur Wohlfühl- Atmosphäre beitragen. Wenn sich Interessent und Betreuer in die Mitte setzen und die Hunde außen platziert werden, können diese in entspannter Distanz ihre Streicheleinheiten genießen. Der Körperkontakt zur Bezugsperson gibt Sicherheit und beruhigt. Reagiert einer der Hunde eifersüchtig, einfach den Abstand vergrößern oder auseinander gehen.

Sympathien entwickeln sich ­langsam
Viele Hundefreunde erwarten von einer Erstbegegnung Sympathie­bekundungen in Form von begeistertem ­Herumgetolle oder Schnauzenlecken, doch höfliche Annäherungen laufen meist ganz anders ab. Wenn Hunde sich anfangs noch ausweichen, Abstand wahren oder nach kurzem Schnüffeln wieder ihrer eigenen Wege gehen, ist das nicht mit mangelnder Zuneigung gleichzusetzen. ­Natürlich kann es vorkommen, dass Hunde nichts miteinander anzufangen ­wissen, deshalb ist genaues Hinsehen und Kenntnis der einzelnen Tiere gefragt. Einige gemeinsame Spaziergänge schaffen schnell Klarheit darüber, ob die Chemie grundsätzlich stimmt.

Stimmungsübertragung ­funktioniert in beide Richtungen
Egal, ob der Direktkontakt auf der Spielwiese oder bei einem gemeinsamen Spaziergang stattfindet, es sollte dabei ruhig abgehen und so wenig Spannung wie möglich von den begleitenden Menschen aus­gehen. Auf der Spielwiese unaufgeregt umherzuschlendern ohne die Hunde gespannt zu beobachten oder beim Spaziergang die Leine sicher zu ­führen, ist wichtig, um Gelassenheit in die Situation zu bringen. Unentspannte und nervöse Menschen verunsichern Hunde oft mehr als der Artgenosse, den sie kennenlernen sollen. Stimmungsübertragung funktioniert ja in beide Richtungen und Hunde reagieren äußerst sensibel auf Körpersprache und Stimme ihrer Bezugspersonen. Sogar die eigene Einstellung kann sich positiv oder negativ auswirken. Wer davon ausgeht, dass etwas „eh nicht funktionieren wird", sendet unbewusst Signale aus, die dann genau zu dem führen, was wir „prophezeit" haben. Hunde registrieren Zeichen unseres Unwohlseins wie gepresste, zittrige Stimme, verkrampfte Bewegungen, angespannte Gesichtszüge, Schweißgeruch und machen sich darauf ihren Reim. Wenn Sie dem eigenen Hund Gefahr signalisieren, machen Sie es ihm unmöglich, dem anderen Vier­beiner entspannt zu begegnen. Deshalb stellt die Selbstkontrolle in solchen Situationen oft eine größere Herausforderung dar als die eigent­liche Zusammenführung.

Das richtige Equipment
Gemeinsame Spaziergänge oder das Erkunden einer Spielwiese ­erfordern eine Leinenlänge von ­mindestens 3-4 Metern. Angenehmer als ­würgende und einengende Halsungen sind Brustgeschirre, die eine entspanntere Körperhaltung zulassen und seltener negative Verknüpfungen auslösen, etwa wenn der Hund in die Leine springt. Was am Halsband zu einer massiven Schmerzeinwirkung führen kann, wird durch ein Brustgeschirr in der Regel abgeschwächt. Der Hund sollte jedoch bereits an das Tragen des Geschirres gewöhnt sein, sonst könnte ihn das ungewohnte Tragegefühl verunsichern. Steht nur ein Halsband zur Verfügung, wählen Sie ein breites und weiches, das bequem sitzt.

Nicht zu viel verlangen
Verläuft der Erstkontakt vielver­sprechend, überstürzen Sie trotzdem nichts. Halten Sie sich an das Tempo, das die Hunde vorgeben. Also beim ersten Mal nicht zu viel wollen sondern annehmen und ausbauen, was sich anbietet und schon gut ­funktioniert. Parallel einen Tierheim-Hund kennenzulernen und den eigenen an diesen zu gewöhnen, stellt eine große Heraus­forderung für alle dar und braucht Geduld. Sie selbst müssen beurteilen, wann der Zeitpunkt passend ist, an eine Übersiedlung zu denken. Wer viel Zeit für gemeinsame Spaziergänge und vielleicht sogar Hausbesuche des Neuankömmling einplant, ­vergrößert die Chance, dass die geplante ­Vergesellschaftung gelingt. Und bitte den eigenen Hund nicht mit unzähligen Vergesellschaftungen am selben Tag überfordern. Einen fremden Hund in einer ungewohnten und (wie in Tierheimen) mit Gerüchen und Geräuschen überfrachteten Umgebung kennenzulernen, erfordert ein hohes Maß an Anpassung und strengt an. Eine Begegnung an einem Tag reicht. Sie werden spätestens zu Hause sehen, dass Ihr Hund nach einem solchen Tag Ruhe und Erholung einfordert.

Die Hunde „entscheiden" lassen
Nicht selten begegnet man Menschen, die zwar behaupten, nach einem Kumpel für Ihren Vierbeiner Ausschau zu halten, in der Entscheidungssituation aber weniger nach den Sympathien zwischen den Hunden sondern in erster Linie nach persönlichen Vorlieben auswählen. Es mag schon sein, dass der vierbeinige Adonis auf der Tierheim-Homepage ihrem Idealbild von einem Zweithund entspricht, doch vielleicht wäre Ihr vierbeiniger Begleiter mit der kurzbeinigen schüchternen Hundedame, mit der er sich gleich auf Anhieb verstand, glücklicher. Wenn wir nach einem Gefährten für unseren Hund suchen, sollten wir fairerweise dessen „Entscheidung" anerkennen und unsere Wünsche hintan stellen.

Integration in eine bestehende Gruppe
Teilt man Haus und Hof nicht nur mit einem sondern gleich mit einer ganzen Hundemeute, bedarf die Vorbereitung besonders gründlicher Planung. Die Vorstellung des Neuzuganges sollte im Idealfall mit jedem einzeln erfolgen, um unerwünschtes gruppendynamisches Verhalten zu vermeiden. Im Grunde kennt man seine Crew und weiß, auf wen es bei der Neuintegration besonders ankommt. Wer ist der Ruhepol, wer reagiert auf Neue misstrauisch oder unsicher, wer ist in erster Linie an einem Spielpartner ­interessiert und wer legt großen Wert auf ­ausgezeichnete Manieren? Eine Neuintegration verändert automatisch das Ge­füge in der Gruppe, die ja kein starres sondern ein dynamisches Modell ist. Besonders wenn bereits Spannungen innerhalb der Gruppe bestehen, sollte gründlich hinterfragt werden, ob ein Neuzugang die Situation nicht eher verschlimmert. Auf jeden Fall sollten alle Vierbeiner die Möglichkeit erhalten, den Neuen in Einzelbegegnung ausgiebig kennenzulernen bevor das Miteinander in der ganzen Gruppe geübt wird. Das mag zwar aufwändig erscheinen, erspart im Nachhinein aber viel Aufregung und mögliche Eskalationen. Denken Sie immer daran, dass Hunde sich erst dann schätzen und Nähe zulassen, wenn sie dem anderen vertrauen.

Sag niemals nie …
Manchmal entdeckt man einen Hund, den man gerne integrieren würde, erfährt aber, dass er als problematisch oder unverträglich eingeschätzt wird. Natürlich sollte man die Beurteilung eines Tieres durch die betreuenden Mitarbeiter eines Tierheimes immer ernst nehmen. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sich lohnt, einem solchen Tier zumindest die Chance zu geben, zu lernen und sich anzupassen. Als mein alter Schäferrüde Prinz verstarb (er lebte übrigens elf Jahre in einem Tierheim bevor er zu mir kam), blieb meine kleine 7-Kilo-Hündin Sui allein zurück. Zu dieser Zeit betreute ich seit fast acht Jahren einen 35-Kilo schweren Mischlingsrüden namens Nick, der als unverträglich galt und sich im Tierheim auch so präsentierte. Mein größter Herzenswunsch war es, ihn zu mir nach Hause zu holen. Es haben mir anfangs alle abgeraten und selbst befreundete Hundetrainer resignierten. Doch ich konnte und wollte nicht aufgeben. Der Wunsch wurde immer intensiver. Immer öfter träumte ich, dass beide Hunden fröhlich und ohne Leine neben mir her liefen und fühlte mich dabei sehr glücklich. Es würde den Rahmen des Artikels sprengen, im Detail zu schildern, auf welche Weise mir die Integration geglückt ist, doch nach mehr als einem Jahr behutsamer Annäherung hatten wir das Unmögliche geschafft und Nick erwies sich als perfekter Gentleman. Ich musste nie auch nur ansatzweise befürchten, dass er meiner kleinen Prinzessin auch nur ein Haar krümmte. Er lebte noch zwei wunderbare Jahre bei uns, Jahre, die mir noch heute viel bedeuten.

Trau Hunden etwas zu
Ein ähnliches und genauso berührendes Beispiel erlebte ich etwa zur selben Zeit in einem Tierheim. Der große schwarze Mischling Juan war aus einer vernachlässigten Haltung beschlagnahmt worden, wo er gemeinsam mit fünfzig anderen Leidensgenossen dahinvegetierte. Im Tierheim gab sich der sensible Rüde zusehend auf, er konnte sich nach den vielen vorangangenen Platzwechseln an die neuerliche Veränderung seiner Lebensumstände nicht mehr anpassen. Auf andere Hunde reagierte er aggressiv und abwehrend. Plötzlich meldete sich eine Familie, die Juan im Internet entdeckt hatte. Sie erzählten, dass sie früher auf einem Gnadenhof mit ihm spazieren gegangen wären und ihre Hündin oft dabei gehabt hätten. Nachdem ihr alter Rüde gestorben war, wollten sie Juan gerne adoptieren. Der traurige Rüde hatte die Familie fast zwei Jahre nicht mehr gesehen, doch das Wieder­sehen und die Freude dieses Hundes rührten uns zu Tränen.

Doch auf die kleine Hündin Manami reagierte er derart heftig, dass wir sie anfangs in großem Abstand tragen mussten, weil er ihre Anwesenheit nur so akzeptieren konnte. Gott sei Dank war Manami keine Bernhardinerdame und wog nicht viel. Hätten wir nicht gewusst, dass Juan einmal ein sozial kompetenter Vierbeiner gewesen war, hätten wir uns dieses Experiment nie und nimmer zugetraut. Nach vielen gemeinsamen Spaziergängen, in denen wir den Abstand kontinuierlich verringern konnten, zeigte uns die selbstbewusste Manami, dass sie es sich zutraute, Juans Nähe zuzulassen. Heute lebt Juan glücklich und zufrieden bei seiner Familie. Er hat weitere Hundefreunde gefunden und seine Vergangenheit hinter sich gelassen. Ich habe von diesen beiden ­Hunden mehr gelernt als durch hundert Bücher, vor allem eines: Niemals nie zu sagen, Herzenswünschen eine Chance zu geben, Hunden etwas zuzutrauen und sogenannte „Problemhunde" nicht von vornherein „abzuschreiben".

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