Mini – das Beste, das mir passieren konnte – Auf den Hund gekommen …

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Nachdem ihre 14-jährige Leni über die Regenbogenbrücke gehen musste, kam Mini ins Haus zu Biggi Kases. Einfach war es nicht, doch warum Mini ihrem Frauchen nach vielen persönlichen Tiefschlägen ­wieder Lebensmut geben ­konnte, erzählt die ­WUFF-Leserin selbst.

Es war ein großer Schlag für mich, als ich meine 14-jährige Leni nach einem starken Schlaganfall über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste. Es folgten zehn Tage ohne Hund, in denen ich mich schrecklich fühlte. So begann ich in Internetforen nach einem passenden Hund zu suchen.

Eines Tages schrieb mir jemand aus dem WUFF-Forum. Es war Julia aus Tirol, die immer wieder Pflegehunde bei sich hat. Sie schickte mir Fotos einer ungarischen Mischlingshündin aus der Auffangstation Bubastis, die in Ungarn viel Schreckliches erlebt habe. Julia schickte mir Fotos – ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber schon beim Anblick der Fotos war es Liebe auf den ersten Blick.

So nahm ich dann zunächst Kontakt mit der Auffangstation Bubastis auf, eine Vorkontrolle wurde vereinbart. Diese verlief natürlich super, ich habe dann alles unterschrieben, den Schutzbetrag bezahlt und ging voll in der Vorfreude auf, die kleine Hündin aus Tirol zu holen.

An einem Samstag war es dann so weit. Meine Freundin und ich fuhren nach Tirol und trafen Julia mit der Hündin auf einem Gelände. Es ist wirklich so, wie ich es jetzt sage: Mini und ich schauten uns an, und es war um uns geschehen. Sie ist gleich zu mir ins Auto gekommen, war die ganze Heimfahrt lang ruhig und hat sich nur an mich gedrückt.

Minis Steckbrief: Sie ist geschätzte 3 Jahre alt, 45 cm groß und hat um die 15 kg. Die Mischung, ich glaube, da ist fast alles drin. Vom Schäfer, Collie usw. bis zum Terrier.

Als wir zu Hause ankamen, war sie dann doch sehr ängstlich und nervös. Sie setzte sich gleich auf die Couch und wollte sich in die Ecke drücken. Wenn ich sie streichelte, wurde sie ruhiger. Dennoch duckte sie sich zunächst immer reflexartig, wenn sich ihr meine Hand näherte. Offensichtlich war sie viel geschlagen worden. Sie muss in Ungarn wirklich Entsetzliches mitgemacht haben.

Doch es wurde von Tag zu Tag besser und Mini wurde auch immer mutiger. Es war eine Freude zu sehen, wie sie aufblühte. Jetzt ist sie schon seit einigen Monaten bei mir und hat sich völlig verändert. Sie ist aufgeschlossener, verschmust, hat schon großes Vertrauen zu mir gefasst, liegt am liebsten bei mir auf der Couch und bei meinen Füßen auf dem Bett. Sie ist glücklich, wenn wir jeden Tag zweimal durch die Wälder streifen oder durch Ortschaften gehen. Freudig wedelnd geht sie bereits auf die Leute zu und hat auch keine Probleme mit Hunden. Nur bedrängt werden, das möchte sie nicht. Weder von Menschen noch von Hunden. Da sucht sie dann sofort Schutz bei mir.

Sie „bewacht" das Haus, indem sie im Vorhaus auf ein Kastl springt und aus dem Fenster schaut. Da kann sie alles beobachten und ist dann zufrieden. Dort liegt sie auch, wenn ich sie alleine lassen muss. Es macht ihr nichts aus, alleine zuhause zu bleiben. Da ist sie sehr brav.

Ohne Leine mochte sie anfangs noch nicht laufen. Versuchte ich es, ging sie mit eingezogenem Schwanz neben mir. Hängte ich sie wieder an die Leine, wedelte sie vor Freude. Ich denke, sie fühlte sich an der Leine offenbar sicherer.

Mittlerweile geht Mini auch ohne Leine, sie folgt mir aufs Wort. Ich habe sie auf die Pfeife trainiert – ein Pfiff, und sie kommt sofort, egal was sie gerade macht. Sie spielt gerne mit ihren Hundefreunden und zeigt so viel Lebenslust und Freude.

Ich erziehe Mini ohne Leckerlis. Sie freut sich viel mehr über ein Lob und Streicheleinheiten. Etwas von ihrer Urangst ist schon noch da und sie ist natürlich immer noch vorsichtig. Das wird vielleicht sogar noch Jahre brauchen, bis es verschwindet. Ich habe selten einen Hund erlebt, der so große Dankbarkeit und Zuneigung zeigt wie meine Mini.

Jetzt ist Mini schon ein halbes Jahr bei mir und wir verstehen uns immer besser. Mini ist auch im Wald ohne Leine und wenn sie Wild sieht, dann bleibt sie stehen. Wir haben so viel erreicht, ich hätte mir nicht gedacht, dass alles so super klappt.

Mini ist das Beste, was mir nach vielen persönlichen Tiefschlägen passieren konnte. Sie hat mich wieder zum Lachen gebracht und mir neuen Lebensmut gegeben.

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