Muslime und Hunde – Eine ambivalente Beziehung

0
2600

In europäischen ­Ballungszentren ­leben heute mehr Menschen ­muslimischen Glaubens als jemals zuvor. Manche sind ­begeisterte Hundehalter, andere ­weichen ­erschrocken vor unseren Vier­beinern zurück und würden nie ­einen Hund auch nur in ihr Haus lassen.
Eine verwirrende Situation für unsere meist tierliebende ­Bevölkerung.
Erstaunlicherweise gibt es für ­dieses ­konträre und auf den ersten Blick ­unvereinbare Verhalten eine plausible Erklärung. Zumeist ist diese doch selbst vielen Muslimen unbekannt.

Ein Rückblick: Vor zwanzig Jahren noch wechselten in der Türkei Fußgänger zeitig die Straßenseite, wenn in der Ferne ein Hund auftauchte. Selbst in einer Metropole wie Istanbul hüpften Passanten erschrocken vom ­Gehsteig, falls sie plötzlich vor einem Hund ­standen. Straßenhunde gab es selten, den Hund als Haustier fast gar nicht. Eine Mietwohnung mit Hund zu finden war schier unmöglich. Mit seinem Hund ­spazieren zu gehen sorgte für kreischende Mitbürger. Wenn nicht aus Angst, dann allerdings vor Begeisterung. In zehn Meter Entfernung hockten sich Hundefans auf den Boden, um den ­mittlerweile recht skeptisch drein­blickenden Hund knuddeln und streicheln zu können.

Sie wollen diesen Artikel weiterlesen? Bitte loggen Sie sich ein, oder wählen eine der unten angebotenen Optionen :

LOGIN



Jetzt für WUFF-Online-Abo oder Tagespass registrieren und diesen Artikel weiterlesen!

Keine Kommentare