Und dann kam Vesuvio …

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Reise-Abenteuer mit Hund

Markus Schorn ist ein deutscher Abenteurer. Seit einigen Jahren reist er durch die ­unterschiedlichsten ­Gebiete der Welt. Im ­Oktober 2015 ist er von Deutschland aus ­Richtung Afrika – ohne Hund – gestartet. Heimgekehrt ist er mit einem Hund, seinem ersten Hund! Wie sich der kleine ­Vesuvio dem Abenteurer ­angeschlossen und was er alles erlebt hat, lesen Sie exklusiv in WUFF.

Im ersten Halbjahr 2015 war ich mit dem Fahrrad in Asien und ­Australien unterwegs gewesen. Nach meiner Rückkehr habe ich es jedoch nicht sehr lange zu Hause ausgehalten. ­Italien war ein Ziel, das schon lange auf meiner Liste stand, allerdings hatte ich vom Radfahren erstmal genug und beschloss, meinen alten Opel Corsa ­wiederzubeleben, der das letzte Jahr auf einem Parkplatz vor sich hin rostete.

In der Einfahrt parkt mein kleiner Corsa, gewaschen und vollgetankt. Baujahr 1997, 235.000 km, ein ­perfektes Expeditionsmobil. Ich habe die hintere Sitzbank ausgebaut und mein Rucksack liegt bereits auf dem Beifahrersitz. Ich habe eine neue bequeme ­Luftmatratze und richtige Bettwäsche dabei. Es ist der pure Luxus – wunder­bar. In Deutschland geht es über die Autobahn bis an die österreichiche Grenze. Die ­Kilometer verfliegen und ich lege den ersten Zwischenstopp bei Freunden in Salzburg ein, bevor es weiter nach Slowenien geht. Die Nächte verbringe ich anfangs auf Autobahnrastplätzen und vor Supermärkten, bevor ich kurz vor Venedig zum ersten Mal das Meer erblicke. Ich besuche alle bekannten Touristenziele wie Pisa, Florenz, ich ­fahre durch die Toskana und ­natürlich nach Rom, der ewigen Stadt. Bis nach Neapel habe ich bereits über 2.500 km hinter mich gebracht. Hier wird endlich so gefahren, wie ich es von Italien erwartet habe. Jeder fährt wann er will, wo er will, und parkt, wie er will. Daran, dass an den Stoppschildern und ­Zebrastreifen niemand anhält, habe ich mich ja inzwischen gewöhnt, aber hier scheinen auch die Ampeln für nichts Besseres gut zu sein als buntes Licht zu machen. Alle paar Minuten gibt es ­irgendwo einen Unfall, was aber niemanden aus der Ruhe zu bringen scheint. Ein Auf­fahrunfall ist kein Grund auszusteigen. Ich dachte, der Verkehr in Bangkok ist chaotisch, aber Neapel toppt es bei ­Weitem. Zwischen all den Chaoten ­bewegen sich Tausende Mofas und ­Scooter über die ­s­chlechtesten Straßen, die ich seit langem gesehen habe.

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