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  1. #91
    Super Knochen
    Avatar von deikoon
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von realdancingwolf Beitrag anzeigen
    Mein belgier erhielt dazumal eine überdosis narkosemittel mit der er in meinen armen ruhig eingeschlafen ist... es wurde dann nochmal nachgespritz um sicher zu gehen das er wirklich komplett weg ist bevor das eigentliche mittel gespritz wurde... doch da war er schon nur noch ganz flach am atmen.... bis er dann für immer friedlich in meinen armen eingeschlafen ist und sein herz stehen geblieben ist.
    War bei Deikoon das gleiche, aber bei einer Katze reicht eine Überdosis Propofol....die merken gar nix mehr und das Herz bleibt gleich stehen......Michael Jackson starb auch an einer Überdosis Propofol
    Manuela mit Eragon Greekman => die "Ratte" und Unicorn => Frl. Duracell
    Meine Hunde können ALLES.....wenn sie wollen
    *ACHTUNG: Rechtschreibfehler kümmern mich nicht......ich schreib FREESTYLE*

  2. #92
    Anfänger Knochen
    Avatar von dublin1
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Danke vielmals ,für die guten Tips . Lg.

  3. #93
    Super Knochen

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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Da ich vor fast 2 Jahren eine traumatische Erfahrung beim Einschläfern meiner Katze in Zusammenhang mit T 61 (trotz Vornarkose) machen musste, wollte ich fragen, wer von euch einen Hund alternativ euthanasieren hat lassen und auch vor allem wo (in Wien).

    Bei Katzen habe ich nun schon einige Male gehört, dass Propofol verwendet wurde, aber wie ist das bei einem großen Hund?

    T 61 wird ja standardmäßig verwendet, habe bis jetzt nur eine einzige Tierärztin gefunden, die das anders macht, leider ist sie inzwischen in Pension gegangen.

  4. #94
    Super Knochen
    Avatar von Caro1
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Alle meine großen Hunde wurden von unserem Tierarzt bei uns zu Hause eingeschläfert.. Sie wurden immer erst in Narkose gelegt und dann eingeschläfert.. Es gab nie Probleme, Gott sei Dank... es ist so schon schlimm genug und belastend...

    Die Hunde sind immer friedlich eingeschlafen und es gab niemals Probleme... Ich war immer dabei, deshalb kann ich es auch von meinen Tieren sagen.. Was der Tierarzt für ein Mittel genommen hat, weiß ich allerdings nicht..
    „Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.“
    (Kurt Tucholski)

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  6. #95
    Super Knochen
    Avatar von SydneyBristow
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von Bido Beitrag anzeigen
    Da ich vor fast 2 Jahren eine traumatische Erfahrung beim Einschläfern meiner Katze in Zusammenhang mit T 61 (trotz Vornarkose) machen musste, wollte ich fragen, wer von euch einen Hund alternativ euthanasieren hat lassen und auch vor allem wo (in Wien).

    Bei Katzen habe ich nun schon einige Male gehört, dass Propofol verwendet wurde, aber wie ist das bei einem großen Hund?

    T 61 wird ja standardmäßig verwendet, habe bis jetzt nur eine einzige Tierärztin gefunden, die das anders macht, leider ist sie inzwischen in Pension gegangen.
    Wenn dir einer erzählt er schläfert mit Propofol ein, dann ist das ein Geschichtel. Klar kannst du damit ein Tier in den Atemstillstand und Herzstillstand schießen, aber du kannst dir ohne Verabreichung von T61 oder eines Barbiturates oder der Kombi von beidem nicht sicher sein, dass das Tier nicht wieder ins Leben kommt. Wäre zu prüfen ob die reine Verabreichung von Propofol nicht sogar ein Kunstfehler ist. Zulassung hat es auch keine für diesen Zweck.

    Es gibt einige Tierärzte, die rein mit Barbituraten arbeiten. Ändert aber nichts daran, dass es nach vorheriger tiefer Narkose für das Tier völlig egal ist, ob T61, Barbiturat oder die Kombi verwendet wird. Bei Zwischenfällen liegt es an der Narkose, nicht am Medikament. Gewisse Bewegungen, v.a reflektorische. Atemzüge, nach dem Einschläfern können übrigens auch bei tiefer Narkose passieren und bedeuten NICHT, dass das Tier noch etwas mitbekommt. Und das kann auch mit Barbituraten passieren.

    Wer trotzdem dem T61-Bashing glauben will, probiert es am besten in einer größeren Praxis oder Klinik. Die haben eher Barbiturate vorrätig.

    Wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, unpopulär zu werden.


    Winston Churchill

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  8. #96
    Super Knochen

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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Also es ist durchaus möglich, auch ohne T 61 zu euthanasieren. Die Tierärztin, die jetzt leider in Pension ist, hat das jahrzehntelang mit einer Kombination anderer Mittel gemacht. Eine andere hat mir gesagt, dass die Verwendung von T 61 bei einer Katze nicht notwendig ist. Auch auf einer Website einer deutschen Klinik fand ich den Hinweis, dass T 61 grundsätzlich nicht verwendet wird.

    Da es aber scheinbar an der Uni so gelehrt wird, ist der Gebrauch Release/T 61 Standard. Meine Katze wurde damals in einer sehr bekannten Wiener Klinik so eingeschläfert, die Katze meiner Nachbarn mit Propofol bei einem Landtierarzt in Kärnten.

    Da für mich T 61 nicht mehr ín Frage kommt, ich aber auch nicht möchte, dass ich dann im gegebenen Fall auf Experimente des Tierarztes angewiesen bin, da dieser vielleicht noch nie ein anderes Mittel verwendet hat, wollte ich eben wissen, ob jemand Tierärzte kennt, die grundsätzlich anderes verwenden.

    Dass es für das Tier egal ist, was nach der Vornarkose verwendet wird, hat auch eine Narkoseärztin der Uniklinik gemeint. Sie sagte, es sei nur wichtig, wie es für den Besitzer aussieht. Wenn es für den Besitzer friedlich aussieht, dann ist es also friedlich..

    Auch dass Tiere dann in der Tiefkühltruhe erwachen können usw. wurde mir von einer mitgeteilt.. es passiert leider allerhand, was aber vertuscht und verschwiegen wird. Außerdem lassen die meisten Tierhalter ja ihre Tiere in der Praxis und nehmen sie danach nicht mit nach Hause.

    Dazu gibt es auch eine Publikation:

    [url]https://www.deutsches-tieraerzteblatt.de/fileadmin/resources/PDFs/Altdaten/DTBl_9_2016_Pharmakovigilanz_Entsperrt.pdf[/url]

    Ich habe u. a. auch mit der Verfasserin Frau Dr. Palm gemailt, da ich viele Fragen hatte.

  9. #97
    Super Knochen

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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Wir haben in den letzten 2 Jahren 2 Hunde gehen lassen müssen.
    Beide bekamen vorher eine Narkose und erst dann das andere Mittel, keine Ahnung wie es heißt, das hat mich in dem Moment nicht interessiert.
    Beide Hunde sind friedlich eingeschlafen und es wurde dann natürlich noch vom TA kontrolliert ob das Herz auch wirklich stehen geblieben ist.
    Wir waren immer dabei, anders würde ich es niemals wollen!
    Sie wurden dann zum Einäschern abgeholt, aber unseren TA kenne ich seit ca. 15 Jahren, der weiß was er tut und ich vertraue ihm auch absolut.
    LG Ingrid

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  11. #98
    Super Knochen
    Avatar von Chimney
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Das Entscheidende ist eine gute, schnelle Narkose, da spielt das Mittel, das letztendlich den Tod bringt, nicht die große Rolle. Auch mit Propofol kann man Mist bauen wenn zB der Venenzugang nicht gut sitzt. Allein am Mittel hängt es nie, ob die Euthanasie gut ist oder nicht, sondern am durchführenden TA. Diese T61-Hysterie wird gerade auf fb & Co groß aufgebauscht, kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.

    Meine prinzipielle Meinung dazu: wenn man dem TA grundsätzlich vertraut, sollte man ihm auch dahingehend vetrauen dass er euthanasieren kann. Wenn das Vertrauen grundsätzlich nicht da ist und man die einzelnen Komponenten und schritte der Euthanasie durchdiskutieren will, wird es grundsätzlich schwer sein jemanden zu finden bei dem es stimmig ist.
    Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier.
    (William Shakespeare)

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  13. #99
    Super Knochen

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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Bei T 61 findet ja eine Muskellähmung statt, d.h. wenn das Tier nicht tot ist, bemerkt man dies nicht. Es wird ja in einer Praxis kein EEG gemacht und Herztöne können sehr leise sein. Beim Menschen darf der Totenschein ja erst beim Anzeichen sicherer Todeszeichen, also z.B. Leichenstarre, ausgestellt werden. Reines Abhören bzw. kein sichtbares Atmen sind ja keine sicheren Todeszeichen.

  14. #100
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von Chimney Beitrag anzeigen
    Das Entscheidende ist eine gute, schnelle Narkose, da spielt das Mittel, das letztendlich den Tod bringt, nicht die große Rolle. Auch mit Propofol kann man Mist bauen wenn zB der Venenzugang nicht gut sitzt. Allein am Mittel hängt es nie, ob die Euthanasie gut ist oder nicht, sondern am durchführenden TA. Diese T61-Hysterie wird gerade auf fb & Co groß aufgebauscht, kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.

    Meine prinzipielle Meinung dazu: wenn man dem TA grundsätzlich vertraut, sollte man ihm auch dahingehend vetrauen dass er euthanasieren kann. Wenn das Vertrauen grundsätzlich nicht da ist und man die einzelnen Komponenten und schritte der Euthanasie durchdiskutieren will, wird es grundsätzlich schwer sein jemanden zu finden bei dem es stimmig ist.
    Sehe ich auch so. Ich vertraue "meinen" TAs...

    Der Haarige bekam eine winzige subkutane Spritze um müde zu werden, die hat er gar nicht gemerkt, weil er gleichzeitig ein Stück Fleisch bekam....Während wir "plauderten" hat er sich wie immer gestreckt, wurde von mir noch geknuddelt bekam noch ein "Keks" und hat sich völlig entspannt auf die Seite schlafen gelegt. Als er schlief wurde der Venenzugang gelegt, dann die Narkose. Dann gewartet, geprüft, noch mal geprüft, ich durfte mich auch selbst überzeugen, dass er bereits weit weg ist und noch mal und dann -was auch immer gespritzt ....danach hatte ich so viel Zeit wie ich wollte, ihn noch im Arm zu halten....

    Ich war und bin unendlich dankbar dafür.....

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  16. #101
    Super Knochen
    Avatar von Ken&Barbie
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Vor fast 1 Jahr mussten wir Blacky gehen lassen. Da er vorher schon Stesolid bekommen hatte war er sowieso schon nicht mehr ganz klar im Kopf, für den Venenzugang hat er sich selbst einfach nur mehr auf die Seite hingelegt und er ist schon beim 1. Viertel der Narkose verstorben. Alles Restliche das er noch bekam war im Prinzip nur mehr ein Draufgabe. Ich habe ihn die ganze Zeit im Arm gehalten und auch erst nach einer langen Zeit losgelassen. Es war alles einfach friedlich. Ich bin meiner Tierärztin absolut dankbar.
    http://koenigsberger.easyname.website

    Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen.
    Marcus Porcius Cato (234-149 v. Christus), römischer Politiker und Schriftsteller


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  18. #102
    Super Knochen
    Avatar von Chimney
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von Bido Beitrag anzeigen
    Bei T 61 findet ja eine Muskellähmung statt, d.h. wenn das Tier nicht tot ist, bemerkt man dies nicht. Es wird ja in einer Praxis kein EEG gemacht und Herztöne können sehr leise sein. Beim Menschen darf der Totenschein ja erst beim Anzeichen sicherer Todeszeichen, also z.B. Leichenstarre, ausgestellt werden. Reines Abhören bzw. kein sichtbares Atmen sind ja keine sicheren Todeszeichen.
    du sorry, aber das ist Panikmache.... ein TA sollte schon in der Lage sein den Tod festzustellen.

    Die Horrorgeschichten von "wiederauferstehenden" Tieren kenne ich auch, habe ich aber noch nie selbst erlebt.

    Du scheinst dir da wirklich viele (meiner Meinung nach) unbegründete Sorgen zu machen.... mein Rat: such dir einen TA mit dem du gut kannst, dem du vertraust und mit dem du über deine Sorgen reden kannst (möglichst ohne ihm oder ihr unterschwellig zu unterstellen sie würden ihren Job nicht beherrschen, das fördert die Beziehung meistens eher nicht).
    Und wenn du immer noch Sorge hast, dein Tier könnte nicht wirklich tot sein, kannst du es immer noch mitnehmen danach.

    Ich hoffe es ist nicht akut, mögest du meine Ratschläge noch eine sehr lange Zeit nicht brauchen...
    Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier.
    (William Shakespeare)

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  20. #103
    Super Knochen

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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Ich habe es leider schon erlebt, es geht hier nicht um unbegründete Sorgen. Meine Katze wurde in einem Notdienst eingeschläfert, nicht bei meinem Tierarzt. Da sie zuvor schon eine Infusion erhalten hatte, wurde die Vornarkose in den bereits angelegten Zugang reingespritzt, ohne diesen neu zu spülen. Das wusste ich nicht, dass man das soll, ich bin ja kein Tierarzt. Jedenfalls saß dieser mal nicht korrekt und sie schrie auf, da das Mittel brannte.

    Nach ca. 1 - 1,5 Stunden öffnete ich die Tasche und sah meine Katze da wild drin strampeln...

    Habe diesbezüglich zuerst mehrere Tierärzte, einen Neurologen der Uniklinik, eine Narkoseärztin, den Leiter der behandelten Tierklinik (der sich mit 40-jähriger Berufserfahrung rühmte) sowie die Präsidentin der Wr. Tierärztekammer befragt. Von ausweichenden Antworten, über "das wäre aber ungewöhnlich" nach so einem langen Zeitraum, erhielt ich von niemandem eine Erklärung. Der Leiter der Tierklinik und die Präsidentin erklärten mir dies als Nebenwirkung von T 61, sagten aber, sie hätten diese Reaktionen nach einem so langen Zeitraum nie bemerkt.

    Einzig die Tierärztin, die T 61 nie verwendete, aber ihre Tiere immer selbst euthanasiert hat, zeigte sich sehr schockiert, von allen anderen erhielt ich ausweichende Antworten.

    Ich kann mir die Erklärung nun also selbst aussuchen, ich weiß nur, dass ich das Risiko T 61 in Bezug auf meine beiden alten Hunde nicht mehr eingehen möchte.

    In den letzten 2 Jahren wurde ich auch laufend mit diversen Fehldiagnosen verschiedener Tierärzte konfrontiert. Jetzt aktuell wurde nach umfangreicher Untersuchung meiner Hündin keine Ursache eines akuten Problems gefunden, nur auf mein Nachfragen wurde noch weiter untersucht und dann doch was gefunden. Gerade hier in einem anderen thread habe ich etwas gelesen, dass auf das Problem passen würde, mir aber noch kein Tierarzt gesagt hat. Mein blindes Vertrauen in Tierärzte hält sich mittlerweile sehr in Grenzen.

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  22. #104
    Super Knochen
    Avatar von SydneyBristow
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von Bido Beitrag anzeigen
    Ich habe es leider schon erlebt, es geht hier nicht um unbegründete Sorgen. Meine Katze wurde in einem Notdienst eingeschläfert, nicht bei meinem Tierarzt. Da sie zuvor schon eine Infusion erhalten hatte, wurde die Vornarkose in den bereits angelegten Zugang reingespritzt, ohne diesen neu zu spülen. Das wusste ich nicht, dass man das soll, ich bin ja kein Tierarzt. Jedenfalls saß dieser mal nicht korrekt und sie schrie auf, da das Mittel brannte.

    Nach ca. 1 - 1,5 Stunden öffnete ich die Tasche und sah meine Katze da wild drin strampeln...

    Habe diesbezüglich zuerst mehrere Tierärzte, einen Neurologen der Uniklinik, eine Narkoseärztin, den Leiter der behandelten Tierklinik (der sich mit 40-jähriger Berufserfahrung rühmte) sowie die Präsidentin der Wr. Tierärztekammer befragt. Von ausweichenden Antworten, über "das wäre aber ungewöhnlich" nach so einem langen Zeitraum, erhielt ich von niemandem eine Erklärung. Der Leiter der Tierklinik und die Präsidentin erklärten mir dies als Nebenwirkung von T 61, sagten aber, sie hätten diese Reaktionen nach einem so langen Zeitraum nie bemerkt.

    Einzig die Tierärztin, die T 61 nie verwendete, aber ihre Tiere immer selbst euthanasiert hat, zeigte sich sehr schockiert, von allen anderen erhielt ich ausweichende Antworten.

    Ich kann mir die Erklärung nun also selbst aussuchen, ich weiß nur, dass ich das Risiko T 61 in Bezug auf meine beiden alten Hunde nicht mehr eingehen möchte.

    In den letzten 2 Jahren wurde ich auch laufend mit diversen Fehldiagnosen verschiedener Tierärzte konfrontiert. Jetzt aktuell wurde nach umfangreicher Untersuchung meiner Hündin keine Ursache eines akuten Problems gefunden, nur auf mein Nachfragen wurde noch weiter untersucht und dann doch was gefunden. Gerade hier in einem anderen thread habe ich etwas gelesen, dass auf das Problem passen würde, mir aber noch kein Tierarzt gesagt hat. Mein blindes Vertrauen in Tierärzte hält sich mittlerweile sehr in Grenzen.

    Sorry, aber da passt einiges nicht zusammen.

    Das eine i.v.-Gabe eines Medikaments paravenös gehen kann, ist leider immer möglich (wobei sich natürlich die Wahrscheinlichkeit reduziert, wenn man vorher direkt den Zugang spült, da da das Problem dann gleich erkannt wird). Die bei einer Euthanasie verwendeten Volumina müssten allerdings jedenfalls bemerkt worden sein. Vor allem bei einem Katzenbein fällt es einfach auf, wenn da mehrere ml paravenös gehen. Das wird dick. Dann muss man natürlich sicher stellen, dass genügend Medikament in der Katze ankommt (entweder neuen Zugang schieben, oder wenn das Tier bereits tief narkotisiert ist, ins Herz oder wenn nicht anders möglich in die Lunge applizieren).

    Ein Brennen kann leider bei manchen Barbituraten auch bei einer korrekten i.v.-Applikation auftreten. Weswegen die meisten Präparate einer vorherigen Narkose bedürfen (obwohl das Barbiturat an sich ja ein ansonst geeignetes Narkosemittel wäre). Barbiturate, die paravenös gehen, tun in jedem Fall weh (bei Narotika die paravenös gehen, kann bei diesen Substanzen sogar eine Amputation der betroffenen Gliedmaße nötig werden, da sie so stark gewebereizend sind!)

    Wenn das Mittel falsch appliziert wird, ist es übrigens wieder *piep* egal ob es nun ein Barbiturat oder T61 ist. Und was anderes gibt es defacto bei uns nicht. Wie gesagt, nur Propofol ist a) zu unsicher (da ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufwachens wesentlich höher!) und b) nicht zugelassen.

    Wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, unpopulär zu werden.


    Winston Churchill

  23. #105
    Super Knochen
    Avatar von Chimney
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    AW: Euthanasie beim Hund- Schock!!!

    Zitat Zitat von Bido Beitrag anzeigen
    Nach ca. 1 - 1,5 Stunden öffnete ich die Tasche und sah meine Katze da wild drin strampeln...
    Tut mir leid wenn ich nach schmerzhaften Details frage....aber war deine Katze da noch am Leben? Das ist mir Lesen nicht ganz klar.

    Ich frage deshalb, weil post mortem Muskelzuckungen durchaus vorkommen und mitunter sehr "wild" aussehen können. Ich habe das schon einmal nach einer reinen Barbiturat-Euthanasie gesehen (definitiv ohne T61). Die Katze war mausetot, ist aber tatsächlich am Tisch "gesprungen" (vielmals sorry für die genaue Beschreibung)

    Tatsächlich bestätigst du was ich vorher geschrieben habe: wichtig ist das Können, nicht das Präparat. Wenn man paravenös spritzt, tut fast alles weh (und gerade T61 darf und soll man sowieso nicht ohne Narkose spritzen). Du willst nicht wissen wie Tiere schreien wenn der VK bei Propofol nicht sitzt....so viel also dazu.

    Generell finde ich dass du das Pferd am falschen Ende aufzäumst indem du dich so auf ein Präparat einschießt. Propofol ist toll um eine Narkose einzuleiten und kann so auch im Rahmen einer Euthanasie verwendet werden. Zum Töten ist es allerdings nicht vorgesehen und wäre mir zu unsicher, auch beim eigenen Hund.

    Außerdem braucht man dafür zwingend eine Braunüle. Wenn du also darauf bestehst, zwingst du den TA zum Legen eines Venenzugangs. Es gibt aber manche, die darin nicht viel Übung haben, weil sie zB üblicherweise mit i.m.-Spritze und Herzstich euthanasieren. Das kann dann gerade bei kleinen, fragilen Venen erst recht in die Hose gehen.
    Geändert von Chimney (15.11.2017 um 18:00 Uhr)
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