38 verhungerte Hunde auf Gnadenhof: Prozess erneut vertagt

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Ried im Innkreis (Pfotenhilfe/WUFF) – Am Landes­gericht Ried fand am 4. Juli die dritte Verhandlung gegen eine 63-Jährige, in deren Wohnhaus nahe ­Schärding Ende 2014 zumindest 38 mumi­fizierte Hunde gefunden worden waren, statt. In den letzten beiden ­Verhandlungen belasteten Zeugen die wegen Tierquälerei und gewerbsmäßigen Betrugs Angeklagte bereits schwer. Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe hat im Frühjahr 2014 mit Hilfe eines Amtsveterinärs vier völlig abgemagerte und verwahr­loste Hunde aus dem Haus der Angeklagten in ihr Tierheim in Lochen am See (OÖ) übernommen und gesund gepflegt und sich deshalb als Privatbeteiligte dem Verfahren angeschlossen. Pfotenhilfe-Obfrau Johanna Stadler im Zeugenstand: „Derart ausgehungerte, dem Tode nahe Tiere habe ich noch nie gesehen – ein schockierender Anblick, den ich nie vergessen werde.“

Der Anklagepunkt des schweren gewerbsmäßigen Betrugs blieb nach wie vor offen, denn der Verbleib von 200.000 Euro Spendengeld ist unklar. Eine Frau aus dem Ausland hatte regelmäßig über Jahre hinweg Geld für den Gnadenhof überwiesen. Die Angeklagte meinte, damit Tierarztrechnungen be­glichen sowie Instandhaltungsarbeiten für das Gebäude finanziert zu haben. Entsprechende Belege konnte sie jedoch nicht vorlegen. Eine Fortsetzung des Verfahrens findet vermutlich im Herbst statt.

 

 

 

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