4 Pfoten, 8 Pfoten – und jede Menge Freude

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Die kleine schwarze Hündin war die einzige der Welpen, die immer beim Gitter blieb und mich nie aus den Augen ließ", erzählt Elisabeth Polgar aus Wien über den Besuch in der Tierpension Schandl in Draßmarkt bei Oberpullendorf. Dorthin waren die Polgars gefahren, um die Familie um 4 Pfoten zu vergrößern. Und so war es dann auch: La piccola nera – die kleine Schwarze, gerade mal 2 Kilo schwer, eroberte die Herzen der Familie Polgar im Sturm und wurde auf der Rückfahrt nach Wien zu Piccolina. Das war natürlich mutig, denn „wir wussten ja nicht, wie groß die Hündin mal werden würde", erinnert sich Elisabeth Polgar an den 22.11.2004.

Bald fiel auf, dass Piccolina sehr ängstlich war: Dunkelheit, Scheinwerfer, Staubsauger- oder Küchenmaschinengeräusche, Autos, Rasenmäher – alles war ein Problem. So musste die Familie den vierbeinigen Zuwachs zuerst einmal langsam an alles gewöhnen, was schließlich – mit Ausnahme des Staubsaugers – auch gelang. „Mittlerweile ist Piccolina eine fröhliche, neugierige und ausdauernde junge Dame geworden", erzählt das Frauerl, „sie liebt es, über Wiesen und Felder zu fliegen. Die großen Hunde kommen ihr kaum nach, weil sie so wendig ist, dass sie alle anderen austricksen kann."

Elisabeth Polgar liebt die Berge, und das tut auch Piccolina: „Kaum ist ein Felsen in Sicht, will sie rauf. Und sie ist da sehr geschickt. Ich hätte nie gedacht, dass Hunde so klettern können …" Die Hündin ist genauso unternehmungslustig wie ihre Zweibeiner. Boot Fahren macht ebenso Spaß wie Zelteln. „Piccolina hat ihr eigenes Zelt, das tagsüber im Freien und nachts in unserem Zelt steht", erzählt Elisabeth Polgar, die vorher nichts über Hunde wusste. Sie hatte zwar viele Bücher gelesen, doch sich „letzten Endes immer auf meine Beobachtungsgabe und mein ‘Bauch-Gefühl’ verlassen", wie sie sagt. „So erkenne ich an Piccolinas Verhalten, dass z.B. hinter einer Waldwegkreuzung etwas ist oder jemand kommt, und umgekehrt merkt die Hündin, wenn ich erschöpft, nervös oder unruhig bin. Dann legt sie sich neben oder vor mich hin, und ich kann gar nicht anders als sie zu streicheln, und ganz automatisch tritt bei mir Entspannung ein."

Einiges an ihrem Verhalten ähnelt einem Border Collie: So schaut sie, dass beim Wandern immer alle beisammen bleiben. Elisabeth Polgar: „Sie mag es nicht, wenn ein Teil von uns weiter hinten oder vorne geht. Da rennt sie dann zwischen den beiden Gruppen hin und her." Und damit sich Piccolina nicht zu sehr dabei verausgabt, passt man sich gerne an und achtet darauf, dass sich die Familie beim Wandern nicht zu sehr „auseinander zieht".

Seit Dezember des Vorjahres hat Piccolina einen vierbeinigen Gefährten – Timo. Interessant zu beobachten, wie Piccolina dem Neuen alles „erklärte" und zeigte. Elisabeth Polgar über ihre Hunde: „Welche Vorfahren die beiden auch haben mögen, es ist ganz egal. Das Interessante an Mischlingen ist einfach, dass man nicht sagen kann, wie sie sich entwickeln werden. Es gibt keine ‘Richtlinien’ für Größe, Gewicht und Charakter. Man muss schon gut aufpassen und beobachten, denn man weiß ja nicht, welche Charakterzüge da vererbt worden sein können. Aber das sollte ja ohnehin jeder Hundebesitzer bei seinem Hund tun. Sie sind einfach täglich eine neue Herausforderung, Überraschung und riesengroße Freude für uns."

IHR MISCHLINGS-CHAMP


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