Auf den Hund gekommen … – Aufgeben? Sicher nicht!

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Der Rottweiler-Rüde Eliot ist noch nicht einmal fünf Monate alt und hinkt am linken Vorderbein. Von einer unbeschwerten Jugend weit entfernt, folgen viele Operationen, hoffnungsvolle Fortschritte, aber auch wieder tiefe Rückschläge. An manchen Tagen verzweifeln Barbara und Thomas, sie wissen nicht, was Eliot für eine Zukunft haben wird. Doch ans Aufgeben denken die beiden nicht.

Als unser junger Hund Eliot eines Tages zu hinken anfängt, denken wir uns noch nicht viel dabei. Vielleicht hat er sich das Bein vertreten oder verstaucht. Als es nicht besser wird und er auch mit fünf Monaten nicht quietschvergnügt durch den Garten tollt, sind wir schließlich beunruhigt. Dann die niederschmetternde Diagnose des Tierarztes: Eliot hat eine Ell­bogendysplasie. Die gelenkbildenden Knochenteile wie Elle, Speiche und Oberarmknochen passen nicht exakt zusammen, verursachen ­Schmerzen und führen zur Lahmheit. Nach der Computertomographie ­werden ­unserem Rottweiler die losen ­Knorpel-und Knochenteile entfernt. Drei Monate später kämpft Eliot ­wieder jeden Tag mit dem Aufstehen und jault vor Schmerzen. Unser Hund kann auch nicht mit seinen Hundefreunden laufen. Er beschränkt sich auf langsames Gehen und auch die Tierärzte denken, das kommt ein­deutig von der Ellbogendysplasie.

Dann der nächste Schock
Wer seinen Hund täglich mit Schmerzen aufwachen sieht, versucht alles Mögliche, um herauszufinden, was die Ursache ist. Bei einem Spezialisten lassen wir ein Hüftröntgen machen, das leider nichts Schönes ans Licht bringt. Eliot hat schwerste HD am rechten Hinterlauf und auch links ist er davon nicht verschont geblieben. Was machen wir? Nach kurzem Zögern entscheiden wir uns für eine Hüftoperation, die unser „junger Kämpfer" sehr gut übersteht. Von der Narkose erwacht er schnell, doch danach hat er trotz Schmerzmittel die ganze Nacht starke Schmerzen. Wir sind nach all der Aufregung todmüde, aber an ein Einschlafen ist gar nicht zu ­denken. Erst um fünf Uhr morgens legt Eliot sich zu mir und schläft für eine kurze Zeit ein. Dreimal tragen wir ihn zum Geschäft-machen in den Garten. Hab‘ gar nicht gewusst, wie schwer 50 Kilo sein können …

Es geht zu schnell bergauf
Eliot übersteht die Operationen der Hüfte und des Ellbogens sehr gut und erholt sich schnell. Endlich kann er zum ersten Mal schmerzfrei gehen und seine Jugend ein wenig ­nachholen. Eliot hüpft und galoppiert wie ein junges Fohlen über die Wiesen. Er ist wie ausgewechselt, kaum zu bremsen vor lauter Übermut. Aber so viel Übermut tut bekanntlich nicht gut. Unser mittlerweile einjähriger Rüde zieht sich einen Kreuzbandriss am linken Knie zu. Eliot lässt offensichtlich nichts aus und muss sich wieder einer Operation unterziehen. Alles verläuft problemlos und auch die regelmäßigen Stunden bei der Hunde-Physiotherapeutin machen sich bezahlt. Doch dann passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hat. Sein Kreuzband-Implantat wird von seinem Körper abgestoßen. So etwas gibt es – wie unser Tierarzt meint – zwar nur ganz selten, aber unser wilder Kerl lässt offensichtlich wirklich nichts aus! In der Tierklinik wird Eliot ein neues Kreuzband eingesetzt. Kurz nach der Operation steigt unser Hund ohne Schmerzen wieder ganz auf und wir hoffen, dass nun alles ohne Komplikationen verläuft und keine Operation mehr notwendig ist. Wenn so viele Eingriffe hintereinander in dieser kurzen Zeit wie bei Eliot gemacht werden, ist es unabdingbar, für genügend Schutz der inneren Organe wie Magen, Darm und Leber zu sorgen, damit es nicht zu gravierenden Nebenwirkungen kommt. Ansonsten kann es ­passieren, dass der Hund das Futter und die notwendigen Medikamente infolge von Magenproblemen irgendwann verweigert, und dies bedeutet dann unweigerlich das Ende so manchen Tieres.

Das Leben in vollen Zügen genießen
Zwei Jahre später haben sich die ganzen Operationen in Eliots Jugend gelohnt. Er ist beschwerdefrei und düst mit seinen Hundefreunden über die Wiesen. Oft sind wir in ­dieser Zeit kurz vor dem ­Verzweifeln gewesen und wussten nicht, wie es ­weitergehen, geschweige denn woher wir das Geld für die nächste OP nehmen sollten. Unser Durchhalte­vermögen hat sich für Eliot und uns bezahlt gemacht. Wir und seine ­beiden Hundedamen genießen jeden Tag mit ihm!

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