Auf den Hund gekommen … Ein Kärntner Hunderudel

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Die Geschichte beginnt 1997 mit zwei kleinen Kindern und einem Berner Sennenhund-Welpen. Die Kinder werden größer und die Hunde mehr, bis ein richtiges Rudel entsteht.

Es begann 1997, unsere Kinder waren 3 und 1 Jahr alt, als wir den süßen Berner ­Sennenhund Ike auf einem wunderschönen ­Bauernhof in Hof bei Salzburg ab­holten. Wir haben uns vorher ­lange übelegt, welche Rasse es werden sollte und uns ausführlich informiert. Schlussendlich hat uns der Berner Sennenhund überzeugt!

Da der kleine Welpe noch namenlos war, durften wir uns einen Namen für ihn aussuchen. Der musste allerdings mit dem Buchstaben „I“ beginnen, weil es sich um einen sog. I-Wurf handelte. Die Würfe einer Zuchtstätte werden in der Reihenfolge des Alphabets bezeichnet und alle Welpen eines Wurfes erhalten Vornamen, die mit demselben Buchstaben beginnen.  Zunächst fiel uns so schnell kein Name ein. Doch als wir von Salzburg mit dem Welpen nach Hause fuhren, spielten sie im Radio von Tina Turner gerade „Simply the Best“ – da hat es bei uns gefunkt, der Welpe sollte Ike heißen! Zwar ist Tina Turners Ex-Mann Ike kein netter Mensch gewesen, aber wir brachten den Namen einfach mit ihr in Verbindung! Und Ike war für uns simply the Best! Es waren schöne Momente als wir sahen wie unsere Kinder und Ike zusammen spielten.

Mit der Zeit wollte meine Tochter Patricia einen „eigenen Hund“, und als sie 9 Jahre alt war, entschlossen wir uns, ihr einen kleinen Wauzi zu holen. Simba, ein schwarzer Dackelmischling kam ins Haus, es war bei Patricia Liebe auf den ersten Blick – und Ike hatte einen vierbeinigen Spielgefährten. 2005 begann Patricia mit Simba Agility zu trainieren. Die beiden sind darin sehr erfolgreich, ihr ­größter Erfolg war Bundesmeister Jugend Small in Agility.

In der Zwischenzeit zogen bei uns auch noch Katzen ein. Zwei Maine Coons und zwei Findelkatzen, die wir mit der  Hand aufgezogen haben. Und Simba hatte die Mutterrolle über­nommen. Eigentlich wollten wir die Katzen  wieder abgeben, aber das ging dann doch nicht. Es ist wunderschön, mit Tieren zu leben! Und schließlich wollte auch unser Sohn Peter einen eigenen Hund, ein Chihuahua sollte es sein. Im Internet stolperten wir über Rico, einen Langhaar-Chihuahua in Wien, der abgegeben werden sollte, weil er „nicht wohnungstauglich“ und mit anderen Hunden unverträglich sei. Im Mai 2007 kam Rico zu uns, für meinen Sohn Peter war es eine Überraschung. Die Zusammenführung der Hunde war völlig problemlos, es gab nie Schwierigkeiten, auch nicht mit den Katzen und unseren Papageien.

Anfang 2008 mussten wir unseren Ike leider einschläfern lassen, er hatte unheilbaren Krebs. Die ganze Familie inklusive der Hunde und Katzen war traurig, Ike fehlte allen. So beschlossen wir, uns wieder einen Welpen zu holen, und so kam Iscador, ein Leonberger-Welpe ins Haus. In Simba hatte unser neuer Vierbeiner einen idealen Erzieher. Nun dachten wir, unser Rudel sei komplett, aber es kam anders.

Da war nämlich Bart, ein Border Collie aus unserer Gegend, der ein neues Zuhause suchte, weil in ­seiner ­Familie Nachwuchs kam. Meine Tochter ­Patricia kannte Bart und fädelte es so ein, dass er bald bei uns einzog – und blieb. Obwohl er sehr nervös und unausgeglichen war, fügte er sich sofort ins Rudel ein. Patricia ­absolvierte mit ihm die BGHA ­Prüfung und trainiert fleißig Agility. Sie ­arbeitet sehr viel mit ihm, Bart ist ein toller Hund und die beiden sind wie ­füreinander bestimmt.

Wir erziehen unsere Hunde sehr ­sozial und fahren deshalb immer ­wieder auch nach Klagenfurt zu einer ­großen Hundegruppe, um dort im Rudel ­spazieren zu gehen. Da ­eroberte ­Bingoo, ein Kurzhaar-Chihuahua ­unsere Herzen, und wir beschlossen ihn zu übernehmen. 2 Kilogramm Hund sind bei unserem Rudel nun auch schon egal … So kam also ­Bingoo zu uns und fühlte sich von der ­ersten Sekunde an wohl, er wurde von ­unseren Hunden sofort akzeptiert und aufgenommen. Auch mit unseren 4 Katzen funktioniert es hervor­ragend.

Wir möchten von unseren fünf ­Hunden keinen missen! Und wir ­glauben, dass es auch für die ­Hunde selber sehr schön ist, in einem so ­harmonierenden Rudel zu leben!
So ein bunter Haufen von Groß bis Klein, und es funktioniert so toll!

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