Auf der Jagd nach dem Nordlicht

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mit Zwergpinscher Nini

„Klein aber oho“ – das trifft auf die Zwergpinscherhündin Nini zu. Neben Obedience, Rettungshundearbeit und Fährte unternimmt Nini auch viele Reisen, und zwar mit ihrem Frauchen Gabriele Binder. Im November 2017 geht es mit Nini nach Tromsö im nördlichen Norwegen. Von dort aus startet die „Jagd nach dem Nordlicht“. Die anfängliche norwegische Hundefreundlichkeit verfliegt, als Gabriele Binder mit Nini eine Nordlichtfahrt in einem Bus machen will.

Es ist der 2. November 2017 und wir sind wieder am Flughafen. Wir, das sind meine Zwergpinscherhündin Nini, die mich seit 8 Jahren im Leben und bei allen Reisen begleitet, und ich. Nach einem erfolgreichen Hundesportjahr in den Sparten Obedience, Rettungshund und Fährte mit Nini freue ich mich auf die bevorstehende Reise, um das Nordlicht zu sehen. Nach dem Einchecken mit Nini als „Pet in Cabin“ und der Kontrolle der Hundesecurity beginnt das Boarding um 9:40. Nach dem Umsteigen in Frankfurt und Oslo, wo Ninis Chip kontrolliert wird (das erste Mal überhaupt auf allen unseren gemeinsamen Reisen!), erreichen wir um 18:15 Uhr Tromsö im nördlichen Norwegen.

Meine Quartiergeberin Ruth holt mich vom Flughafen ab und nach 15-minütiger Fahrt erreichen wir ihr Haus im Stadtteil Kroken. Ruth ist Schweizerin und lebt mit ihrem Hund und ihrem Kater seit 9 Jahren in Tromsö. Ruth, ihr Hund, Nini und ich drehen abends eine Hunderunde, damit sich die beiden Hundedamen kennenlernen können. Die Straßen sind teilweise eisig und es ist nur mit Split gestreut. Kein Salz – wie angenehm für die Hundepfoten! Alle Hunde werden hier an der Leine geführt und im Sommer gilt im gesamten Gemeindegebiet – d.h. hier auch in den umliegenden Bergen – Leinenpflicht.

Hallo Nordlicht, wo bist du?
Es ist schon dunkel, aber die stille Hoffnung die ich hege, dass sich gleich an diesem ersten Abend das Nordlicht zeigt, erfüllt sich nicht. Ruth erklärt mir, dass es hier in Tromsö etliche Veranstalter gibt, die Fahrten zur Aurea Borealis (das ist die korrekte Bezeichnung für das Nord- oder Polarlicht) anbieten. Ich bin etwas irritiert – zum Nordlicht fahren? Laut Internet bin ich ja an einem der günstigsten Orte der Welt, um dieses Naturschauspiel beobachten zu können. Ich habe so die Vorstellung, ich sitze in einem gemütlich warmen Raum – Ruths Wohnzimmer – und beobachte durch das große Fenster das Nordlicht in all seinen wunderbaren Farben – und wenn ich Lust habe, gehe ich auf die Terrasse und genieße das Schauspiel im Freien …

In meinem Zimmer liegen Prospekte über Aktivitäten, die hier in Tromsö angeboten werden. Und tatsächlich: Fahrten zum Nordlicht werden von vielen Agenturen angeboten. Als mehrstündige Ausflüge mit Kleinbussen und Reisebussen ins Landesinnere und an die Küste, mit Schiffen und Booten in Fjorde und am offenen Meer, und, sozusagen als „Draufgabe“, auch bei Ausflügen mit Hunde- und Rentierschlitten.

Hundefreundlichkeit?
Tags darauf fahre ich nachmittags mit dem öffentlichen Bus zur Touristeninformation ins Zentrum Tromsös. Nini kann ich im Bus problemlos und kostenfrei im Hundrucksack mitnehmen. Beim Postamt ist Nini, die sich von ihrer charmanten Seite zeigt, willkommen. Auch die junge Frau am Schalter der Touristeninfo ist ebenfalls sehr nett zu Nini und bemüht sich einen Veranstalter zu finden, bei dessen Nordlichtfahrt ein Hund mitgenommen werden darf. Vergeblich. Aus ist es mit der Hundefreundlichkeit. Die Mitnahme von Hunden ist nirgends erlaubt. Die angeführten Argumente hierfür sind unter anderem, dass eventuell andere Gäste eine Allergie gegen Hunde haben, dass die Gefahr besteht, der Hund könnte unkontrolliert aus dem Bus springen, dass der Hund davonläuft und eine Gefahr für die Wildtiere darstellt und und und … Wie auch immer – Nini darf nicht mit.

Die ersten Ausflüge
So buche ich einen Nordlichtausflug für den gleichen Abend, mache mit Nini noch einen ausgiebigen Spaziergang und lasse sie dann in meinem Zimmer zurück. Die Tour mit dem Kleinbus beginnt pünktlich um 18 Uhr. Während der Fahrt wird ein Film über die Entstehung des Nordlichts gezeigt. Es wird erklärt, dass drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um das Nordlicht zu sehen: Dunkelheit, wolkenloser Himmel oder Wolkenlöcher und starke Sonnenaktivität. Die Lichtemission ist auch der Grund, warum man in der Stadt die Aurea Borealis nicht so gut sieht wie in unbewohnten Teilen des Landes und daher Ausflüge zu Plätzen ohne Lichtemission unternommen werden. Nach 2 Stunden Fahrt erreicht der Bus eine Bucht nahe des kleinen Dorfes Skibotn, 118 km südöstlich Tromsös. Der Chauffeur, Hans, führt die Fahrgäste zum Ufer und entzündet dort ein Lagerfeuer. Es ist kalt – minus 10 Grad. Während des Wartens auf das Erscheinen des Nordlichts werden von der Agentur mitgebrachte Heißgetränke, Kekse und über dem Feuer gebratene Marshmallows angeboten. Aber die Wolkendecke öffnet sich nur kurz und bleibt dann geschlossen – das Nordlicht zeigt sich nicht. Etwas enttäuscht treten wir die Rückfahrt an. Es ist Mitternacht, bis ich wieder bei meinem Quartier bin und Nini vollführt einen Freudentanz, weil ich wieder zurück bin.

Am darauf folgenden Sonntagmorgen ist der Himmel wolkenlos, strahlend blau – aber leider nur vormittags. Nachmittags bildet sich eine durchgehende Wolkendecke und tags darauf, am Montag, gibt es nur Regen, Regen, Regen. Ich nutze die Zeit, um mich bei anderen Ausflugs-agenturen zu erkundigen, ob man bei deren Fahrten einen Hund mitnehmen darf, habe Glück und finde ein Ausflugsschiff und ein Busunternehmen, die beide Ninis Mitnahme gestatten.

Und so gehen wir Dienstag vormittags an Bord des Ausflugsschiffes für eine Fahrt in einen der vielen Fjorde. Der Kapitän selbst heißt meinen kleinen Hund als Passagier an Bord willkommen. Wie schön! Das tut gut nach dem gestrigen Getue, dass Hunde auf Ausflüge nicht mitgenommen werden dürfen. Gemeinsam mit Nini an Deck genieße ich die Fahrt im Fjord, die Wolkenstimmung, die Luft, den Blick auf Tromsö und die rot angeleuchteten dahinter liegenden Berge. Vom anschließenden Lunch an Bord bekommt auch Nini ein paar Stücke Fisch ab. Nachmittags allerdings, als ich bei der Agentur die für heute abends gebuchte Nordlichtfahrt rückbestätige, trübt sich jedoch meine Hochstimmung leider etwas. Es wird mir erklärt, dass noch extra das OK des Buschauffeurs wegen der Mitnahme Ninis eingeholt werden müsse. Dabei hat mir dieses Unternehmen Ninis Mitnahme extra zugesagt, worauf ich eine „Wochenkarte“ für die Nordlichtfahrten gebucht habe. Mit dieser kann ich an den kommenden 7 Tagen an allen Nordlichtausflügen, die immer um 18 Uhr beginnen und je nach Wetterlage ins Landesinnere oder in Richtung Küste führen, teilnehmen. Da nun nicht sicher ist, ob Nini jetzt mitfahren darf oder nicht – lasse ich sie im Quartier. Doch welch Überraschung! Im Bus liegen auf den beiden Sitzen gleich hinter dem Fahrersitz zwei Zettel mit dem Aufdruck: „Reserviert: G. Binder“ und „Reserviert: Nini!“ Auch beim Rollcheck fehlt der Angestellten des Büros ein Passagier. Erst beim namentlichen Verlesen der Namen der Fahrgäste merkt sie, dass der fehlende Passagier Nini ist. Wenn ich vorher informiert gewesen wäre, wie vorbereitet alles für Nini war – so gerne hätte ich meine Zwergin dabei gehabt.

Die Fahrt geht diesmal zur Grenze Finnlands. Während der Fahrt erklärt unser Reisebegleiter in fließendem Englisch die Entstehung der Aurora Borealis und die Prognosen, heute das Polarlicht zu sehen. Doch der beginnende Regen geht in starken Schneefall über, das Nordlicht zeigt sich nicht. Die Wolkendecke ist zu dick! Es sind schon 5 Tage in Serie, in denen man das Nordlicht nicht sehen konnte – das hat es hier zumindest laut Auskunft des Reisebegleiters – noch nie gegeben! Müde und enttäuscht gelange ich um 1 Uhr zurück in mein Quartier und schlafe nach einer kurzen Gassigehrunde mit Nini zusammengekuschelt ein.

Die Suche nach dem Nordlicht geht weiter
Es ist Mittwoch, der 8. November. Jetzt ist fast schon die Hälfte meiner Reisezeit um, und ich habe das Nordlicht noch immer nicht gesehen. Ich habe mir diese Norwegenfahrt wirklich anders vorgestellt. Ich beschließe an einem geführten Rundgang durch die Altstadt Tromsös teilzunehmen. Überraschender Weise ist die Mitnahme Ninis kein Thema. Sogar in das Geschäft, in dem frischer Fisch verkauft wird, und in das Museum darf ich Nini angeleint mitnehmen! Nachdem die Stadtführung beendet ist, sind Nini und ich pünktlich um 17:45 beim Ausflugsbus.
Die Fahrt geht diesmal an die Atlantikküste. Nach ca. 1,5 Stunden hält der Bus in der Nähe der Stadt Kvalsundet. Auf einer Wiese nahe dem Fjordstrand warten die Mitreisenden auf das Erscheinen des Nordlichtes. Es ist 20 Uhr, als der Guide – unser Reisebegleiter und gleichzeitig der Fotograf, ganz enthusiastisch auf einen milchigweißen, fast nicht wahrnehmbaren Streifen am wolkenlosen Himmel, in dem der Große Wagen, die Cassiopea und die 7 Schwestern gut zu sehen sind, zeigt und erklärt, dass dies bereits das Nordlicht ist. Schwach, aber für diese Uhrzeit phänomenal (die günstigste Uhrzeit das Nordlicht zu sehen ist meist zwischen 21 und 23 Uhr)! Ich kann seinen Enthusiasmus nicht nachvollziehen, denn für mich sieht es eben aus wie eine dünne weiße Wolke.

Über eine ebene, wiesenähnliche Fläche, die zum Meer führt, gehe ich mit der angeleinten Nini hinter dem Guide her, sehe zum Himmel in der Hoffnung, doch etwas Grünes oder in Rosa, das wie das Nordlicht auf den Prospekten und den Bildern im Internet aussieht, zu Gesicht zu bekommen. Es bleibt aber bei den milchigweißen wolkenähnlichen Gebilden, die zwischenzeitlich breiter und länger geworden sind.

Aber: es ist tatsächlich das Nordlicht! Durch den Sucher der Kamera des Guides erscheinen diese milchigweißen wolkenähnlichen Gebilde in einer wunderbaren kräftig grünen Farbe! Auch auf meinem Smartphone mit Kameraeinstellung 800 ISO und 15 Sekunden Belichtung kann ich Bilder des Nordlichts aufnehmen. Meine Begeisterung steigt. Obwohl mit freiem Auge die grüne Farbe nicht zu erkennen ist, so sehe ich es doch auf meinem Handy! Hurra! Es kommt im Laufe der Nacht aber noch schöner. Die milchigweißen Streifen vergehen, erscheinen wieder in verschiedenen Formen, in unterschiedlichen Himmelsrichtungen, über den wenigen Häusern, die auf einer kleinen vorgelagerten Insel zu sehen sind, über den nahen Bergen und direkt über mir am Firmament. Die weißen Streifen verändern sich auch zu flächigen Gebilden, zu Streifen, die wie Regenschauer aussehen. Diese Gebilde sind manchmal ganz ruhig, verblassen oder werden stärker und dann geschieht etwas ganz Unerwartetes. Ein milchiger Streifen wird rasch breiter und heller, beginnt schnell seine Form zu verändern, beginnt „Wellen“ zu zeichnen und verfärbt sich an einer Längsseite magentafarben.

Jetzt hat die Euphorie des Guides alle, die dieses Naturschauspiel beobachten, erfasst und Jubelstimmung kommt auf. Der Guide erklärt, dass eine Nacht wie diese, in der die Sonnenaktivität so stark ist und der Himmel passend ohne Wolken und so schöne Blicke auf das Polarlicht ermöglicht, selten ist. Der Guide fotografiert die Teilnehmer dieses Ausflugs mit diesem unglaublich schönen Nordlicht. Auch ich lasse mich mit Nini fotografieren und die Nacht vergeht schnell mit diesem atemberaubend schönen Schauspiel.

Vom Nordlicht-Virus infiziert
Es ist der 8. Tag, Donnerstag, 9. November 2017. Mit dem Bewusstsein, das Ziel meiner Reise, das Nordlicht zu sehen erreicht zu haben, beginne ich den Tag gemütlich. Nach einem kurzen Spaziergang studiere ich wieder Reiseprospekte, welche Aktivitäten für mich noch interessant und machbar sind. So verbringe ich die nächsten Tage mit Stadtspaziergängen und Ausflügen in und um Tromsö. Der stadtnahe Aussichtsberg, auf den eine Seilbahn führt, bietet einen wunderbaren Rundblick über die Stadt. Meist wird Ninis Anwesenheit keine Beachtung geschenkt, doch im Polarium (ein Museum) und in fast allen Restaurants ist die Mitnahme von Tieren verboten.

Abends finden wir uns regelmäßig um 17:45 Uhr beim Bus für die Nordlichtfahrten ein. Die verschiedenen Guides der Agentur, mit denen ich mich während der Fahrt in Englisch und Deutsch unterhalte, sind international – Italiener, Portugiesen, Tschechen, Deutsche (in Norwegen beträgt die Zuwanderungsrate 48%). Die Temperaturen schwanken zwischen -10 Grad und +7 Grad und in fast allen Nächten ist das Nordlicht unterschiedlich lang und auch unterschiedlich stark zu sehen. Während der Stopps führe ich Nini an der Leine mit oder lasse sie im Hunderucksack im Bus. Am 12. November, in Kvaloya in Küstennähe, zeigt sich das Nordlicht fast ganz: als überdimensionales C, und gegen 22:30 Uhr beginnt es zu tanzen, zeigt auch dem menschlichen Auge seine Farben in grün, weiß und rosa. Wieder eine unglaublich schöne Nacht.

Die letzten Tage der Reise
Insgesamt habe ich nun an acht Fahrten teilgenommen, um das Nordlicht zu sehen, Nini hat mich 6x begleitet. In diesen 8 Nächten war die Aurea Borealis 6x zu sehen, 2x davon besonders deutlich. Nun bin ich einerseits ganz froh, dass die „Wochenkarte“ für die doch anstrengenden Nachtfahrten zum Polarlicht aufgebraucht ist, andererseits bedeutet es ein Verabschieden von dem Team der Agentur und diesem einzigartigen Naturschauspiel.

Es ist Mittwoch, der 15. November und der letzte Tag des Norwegenaufenthaltes. Heute besuchen wir eine Rentierherde, die von Sami, den Ureinwohnern Lapplands, betreut wird. Telefonisch habe ich die Erlaubnis erhalten, dass ich Nini mitnehmen darf. Ein Reisebus bringt uns zu einer Art Gatter etwas außerhalb Tromsös, einer weitläufigen eingezäunten Weidefläche, auf der sich die Tiere aufhalten. Es ist eine große Herde, die während des Sommers frei in den Wäldern und Weidegebieten lebt und im Winter ins Gatter getrieben wird. Sami, die Eigentümer dieser Herde, erzählen, wie die Tiere früher betreut wurden und welche Änderungen in der Haltung die Zeit mit sich bringt.

Es ist der erste Tag in der Saison, in der das Rentiercamp für Besucher geöffnet ist. Die Tiere sind nicht an Menschen gewöhnt, kommen aber trotzdem ganz nahe, um das Pelletfutter, das die Besucher mit Kübeln anbieten dürfen, zu fressen. Ich habe Nini an der Leine, die die Fütterung aufmerksam beobachtet. Und dann passiert es: Nini bellt kurz und die ganze Rentierherde, die von den Besuchern gefüttert wird, flüchtet in die entfernteste Ecke des Gatters. Das ist mir furchtbar unangenehm, denn dieser Ausflug, um die Rentiere zu füttern, kostet jeden Besucher immerhin ca. 150 Euro und dann vertreibt Nini die Tiere. Erstaunlicher Weise finden es aber sowohl die Besucher als auch die Sami lustig und lachen. Ich jedenfalls packe Nini in ihren Hunderucksack und stelle diesen in einem der Gebäude, eine Art Holzjurte, ab. Zurück im Freien sehe ich zu meiner Erleichterung, dass die Rentiere wieder zurückgekehrt sind, um sich füttern zu lassen. Auch ich bekomme einen Kübel mit Pellets und freue mich, dass die Tiere herankommen und ich sie sogar anfassen kann.

Nach etlichen leergefütterten Kübeln hole ich Nini, leine sie an und gehe zu der Fütterungsstelle zurück. Ich halte großen Abstand zu den Rentieren, die diesmal keine Notiz von dem kleinen Hund nehmen. Plötzlich drückt mir einer der Sami einen Futterkübel in die Hand. Die Tiere merken das und kommen, obwohl Nini bei mir ist näher um zu fressen. Doch kurz darauf nehmen die Rentiere den Hund wahr, hören auf, sich um den Futterkübel zu drängen und strecken ihre Köpfe Richtung Nini, die ebenfalls einen langen Hals bekommt, um die Rentiere zu beschnuppern. Ich bin in der Zwickmühle. Ich habe Sorge, dass Nini bellt oder nach den Rentieren schnappt und die Rentiere daraufhin mit ihrem Geweih oder den Hufen Nini attackieren. Noch dazu ist der Boden spiegelglatt und der Betreuer der Rentiere hat mein Handy, um die Situation – Nini und die Rentiere – zu filmen.

Doch Gottseidank verläuft alles friedlich. Erleichtert schließe ich mich nach der Fütterung den anderen Besuchern an, die zu dem Vortrag über die Lebensweise der Sami in eine der Holzjurten gehen. Auch folge ich der Einladung zum Mittagessen. Es gibt Rentiereintopf und ich werde sogar von einem Sami gefragt, ob ich nicht einen extra Teller für Nini haben möchte. Die Sami begleiten uns Besucher wieder zum Bus, der uns zurück in die Stadt bringt. Der letzte Abend vergeht mit Packen und einem langen Spaziergang – noch ein Blick zum Nachthimmel, ob sich vielleicht das Nordlicht noch über der Stadt zeigt. Es ist nicht zu sehen – aber sicher beim nächsten Mal, wenn Nini und ich wiederkommen, auch wenn in Norwegen die Uhren für Hunde anders gehen als hierzulande.

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