Australian Cattle Dogs in Germany

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In der heißesten Phase dieses Sommers (am 2.8.2003) traf sich der Australian Cattle Dog (ACD)-Club Deutschland zum einzigen Jahrestreffen für diese Rasse. Und es waren nicht nur Deutsche, die sich da versammelten. Auch Hundeführer aus Österreich, Dänemark und Tschechien waren gekommen.

Hunde-Olympiade
Die Veranstaltung begann gleich mal sportlich mit einem Agility-Wettbewerb. Und wer seinen Hund für eine Ausstellung vorbereiten wollte, konnte dies in einem „Ringtraining“ lernen. Ein Höhepunkt des Tages war die Hunde-Fun-Olympiade. Eierlauf mit Hund an der Leine und Würstchen unter den Hindernissen, Sackhüpfen mit Hund an der Leine, Hundeverkleidung und ein Hindernis-Parcours. Der Sieg ging nach Österreich zu Nadja Dippold aus Wien mit ihrem ACD-Rüden „Ben“. Wie Nadja mir erzählte, bildet sie ihren Rüden auch als Hütehund an Schafen aus.
Was natürlich nicht fehlen durfte, waren Unterordnungsübungen. Und schließlich wurden sogar Teile aus dem Schutzdienst-Sport gezeigt. Weil es – wie  fast den ganzen Sommer – sehr heiß war, tummelten sich Hunde wie Hundebesitzer meistens im Schatten.

Ab in die pralle Sonne?
Am nächsten Tag, an dem die ACD-Spezialzuchtschau geplant war, fuhr ich recht früh von meinem Hotel los. Der Grund: Ich hatte diesmal meinen Rüden Snoopy dabei und wollte daher unbedingt meinen Schattenparkplatz vom Vortag ergattern. Am Parkplatz des PSSV (Polizei- und Schutzhunde Sport Vereines) Kahl angekommen, wurde mir aber die Einfahrt auf die noch freien Schattenparkplätze durch den 1. Vorsitzenden des Vereins verwehrt. Das Argument: Nur Vereinsmitglieder haben Zugang. Ich solle auf der anliegenden Wiese in der prallen Sonne parken.

Funktionär erteilt Platzverbot
Ich wies den PSSV-Funktionär darauf hin, dass auf der Hundeausstellung in Dortmund mindestens 8 Hunde in den Autos an Hitzschlag gestorben sind, und dass ich aus Gründen der Berichterstattung meinen Hund ab und zu kurz im Auto lassen müsse (im Schatten und mit allen Fenstern und Heckklappe geöffnet). Daher würde ich natürlich nicht auf einem schattenlosen Platz parken können.
Was dann passierte, war schlichtweg unglaublich. Der Vereinsfunktionär erteilte mir prompt „Platzverbot“. Ob sich dieser „Hundefreund“ bei seiner Entscheidung gut gefühlt hat? Bei schon 36 Grad Hitze im Schatten (!) soll ein Auto mit Hund in praller Sonne parken? Mit Sachverstand und Liebe zum Hund scheint es da meines Erachtens nicht weit her zu sein. Daher kann ich Ihnen keinen Bericht über die rund 50 ACD, die an diesem Tag gerichtet wurden, vorlegen. Diesem Funktionär sei Dank …

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