Australian Shepherd – Vom Arbeitshund zum Modehund

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Wurden die Halter von ­Australian Shepherds vor nicht allzu langer Zeit noch auf den wirklich „gelungenen Mischling“ angesprochen, kennt heute fast jeder ­diese bunten Temperamentsbündel. Doch die Schönheit und die Einzig­artigkeit der Färbung des Fells des Australian Shepherds wurde der Rasse zum Verhängnis. Fast schon ein Statussymbol, wollte nun jeder so einen lustig gefleckten Hund, ohne sich vorher wirklich über die ­Eigenschaften und Bedürfnisse dieses Vollblutschäfer­hundes zu informieren. Und das ist er heute noch, ein vehement und stürmisch ­arbeitender Schäferhund, der leider von zu vielen ­Haltern nur zu Dekorationszwecken gehalten wird.

Entstehung der Rasse und ­ursprüngliches Zuchtziel
Als Ursprungsland des ­Australian Shepherds wird in der gängigen ­Literatur Amerika angegeben. Was ist er nun: Australier oder Amerikaner? Nach ausführlichen Recherchen darf man die „Australische Linie“ keineswegs außer Acht lassen, denn die ist eindeutig heute noch im „modernen“ Australian Shepherd vertreten. Geht man in die Historie der Hütehunde zurück, wird man feststellen, dass beim Australian Shepherd ursprünglich zwei Linien entstanden sind, die es in meinen Augen – entgegen der derzeit vorherrschenden Meinung – auch heute noch gibt. Eine Linie hat sich tatsächlich in Australien entwickelt.

Australische Linie
Am 20. Januar 1788 ankerten lt. alten Aufzeichnungen in der Botany Bay, Australien, elf Segelschiffe aus England und Schottland. An Bord waren nicht nur 700 Sträflinge, 200 Soldaten inkl. Frauen und Kindern, sondern auch Geflügel, Schafe und die dazugehörigen Hunde. Mit 100%iger Sicherheit handelte es sich dabei um die verschiedenen Collieschläge, die in Britannien schon lange hervorragende Hütearbeit leisteten. Dank Thomas Bewick (1753 – 1828) haben wir ja genaue Aufzeichnungen und Bilder, wie die Hunde damals ausgesehen haben.

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