Bedingungslose Tierliebe oder naive Illusion?

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Gedanken zum (Über)leben mit einem gefährlichen Hund

Die Übernahme eines »Problemhundes« kann das Leben durchaus auf den Kopf stellen. Wie sehr und welche Herausforderungen damit auf einen zukommen, davon möchte ich hier gerne berichten.

Die Geschichte begann so: Der Geschäftsführer dieses Magazins – Gerald Pötz – erhielt den Anruf einer Tierärztin. Es wäre eine Familie mit einem 10 Monate alten Am. Staff-Mix zur Einschläferung des an sich gesund und normal wirkenden Hundes vorstellig gewesen. Die Begründung lautete, dass eben dieser Am. Staff-Mix sich in der Familie zunehmend auffällig benimmt, konkret bedroht er Kinder, wenn sie eine Gruppe im Garten oder Haus verlassen möchten. Er drückt ihnen dann seine Nase ins Gesicht und versucht sie zurück zu treiben und er hätte auch schon »gezwickt«. Da sich der Hund in der Tierarztpraxis aber völlig unauffällig benommen hatte, war dies kein Grund für die Tierärztin, dem Wunsch der Besitzer nach einer Einschläferung nachzukommen. Vielmehr bat sie Herrn Pötz um Unterstützung, die Familie doch einfach mal zu besuchen, damit er sich ein Bild von der Situation machen könne.

Der WUFF-Geschäftsführer kam der Bitte nach und besuchte die Familie. Dort angekommen, zeigte der Hund allerdings tatsächlich ein ungewöhnliches Verhalten. Er schlich an den Wänden entlang und beäugte den Besucher kritisch. Nach einem kurzen Gespräch konnte Pötz die Halterin davon überzeugen, den Hund in seine Obhut zu übergeben, da ihm dieser in seiner Lebenssituation sehr gestresst wirkte. Dort konnte er bestimmt nicht bleiben. Gesagt getan, der Hund wurde ins Auto verfrachtet und trat seine Reise in ein neues Leben an.

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