BILLY der Tiroler

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Durch einen Zufall kam Rupert aus dem salzburgischen Leogang nach Fieberbrunn. Das Schicksal führte ihn schnurstracks zu einem Knäuel freundlich wedelnder Mischlingswelpen, wo er sich nach eigenen Worten Hals über Kopf in den kleinen Tiroler verliebte.  „Dieser Frechdachs wußte nichts Besseres, als auf mich zuzulaufen und mir die Schuhbänder aufzuziehen.” Frechheit siegt, sagt ein altes Sprichwort und „Klein-Billy” tat alles, um den Beweis anzutreten.

Nonkonformist
Daß Billy von Konformität nichts hält, demonstrierte er schon in Mama´s Wurfkiste. Glichen seine sechs Geschwister mit ihrem einheitlich braunen Fellkleid schön brav der Hunde-Mama, machte Billy durch sein weiß-schwarzes Fellgewand auf seinen Hang zum Individualismus aufmerksam.

Vom Aussehen ähnelte der Winzling eher einem jungen Bernhardiner als einem Jagdhund-Border Collie, doch auch Befürchtungen in Richtung Riesenwuchs änderten nichts an der Tatsache, daß nicht nur die beiden Kinder Maria und Matthäus, sondern auch Papa Rupert die baldige Ankunft des neuen Familienmitglieds kaum erwarten konnten. Die restlichen vier Wochen wollten kaum verstreichen.

Einzug am Nationalfeiertag
Doch dann war er endlich da, der ersehnte vierbeinige Familienzuwachs. Für den Tag seines Einzuges wurde ein Termin gewählt, der Billy´s künftigem Rang bei Familie Grundner gerecht wurde, der Nationalfeiertag des Jahres 1997. Alle freuten sich. Vielleicht nicht ganz, denn einer blickte der Ankunft des bellenden Störenfrieds recht skeptisch entgegen: Hauskater Murli. Aber selbst der schaffte es nicht lange, seine reservierte Haltung beizubehalten und erlag dem lustigen Tiroler bereits nach wenigen Wochen. Herrchen Rupert: „Heute sind die beiden so gute Freunde, daß sie gemeinsam aus einem Napf fressen.”

Echter Berghund
Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Nach dieser Devise schnupperten Rupert und Billy bereits bald in der Hundeschule im benachbarten Saalfelden. Doch noch viel mehr Spaß macht es Billy, mit Herrchen zu joggen, mit den Kindern im Bach hinterm Haus zu baden oder mit der ganzen Familie kleine Bergtouren zu unternehmen. Wie es sich halt gehört für einen richtigen Tiroler!

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