Bolle hilft!

0
733

Bolles Schicksal rührte auch die WUFF-Leser und löste eine große Welle der Hilfsbereitschaft aus. Für die erforderlichen teuren Operationen und die aufwändigen Rehabilitations-Maßnahmen und weiteren Behandlungen wurde viel Geld gebraucht. Und so kamen zahlreiche Spenden für das kleine Häuflein Elend zusammen. Aber Bolle war zäher als erwartet und von einem unbändigen Lebenswillen durchdrungen, so dass er sich erstaunlich schnell erholte und die geplanten OPs nicht mehr durchgeführt werden mussten. In Familie Kruse hatte er eine liebevolle und besonders kompetente Pflegefamilie gefunden, die ihn Tag und Nacht hegte und pflegte – neben der intensiven tierärztlichen Versorgung. Und dann endlich bekam er ein neues Herrchen und somit ein richtiges Zuhause, das den Namen auch verdient. Und er spürte, wie schön ein normales glückliches Hundeleben sein kann – ohne Angst vor Schlägen oder Tritten.

Die große Frage
Bolle geht es nun wieder recht gut. Was aber soll nun mit dem restlichen Geld geschehen, das von den Spendern für Bolles Operationen bestimmt war und nicht zweckentfremdet werden darf?. Die Idee, diese Spendengelder für eine Bolle-Stiftung für ebenfalls misshandelte Hunde zu verwenden, wird sicher auch bei den zahlreichen Spendern Zustimmung finden. Und so wird das restliche Geld letztendlich doch noch seinen ihm zugedachten Zweck erfüllen, wenn auch nicht für Bolle persönlich.

WUFF wird diese Stiftung medial begleiten und berichten. (Siehe dazu auch das Schreiben des 1. Vorsitzenden des TSV Bitterfeld e. V. Dr. Fred Kasch.)

WUFF INFORMATION

Schreiben an das Hundemagazin WUFF

TIERSCHUTZVEREIN LANDKREIS BITTERFELD e.V.
Vorsitzender Dr. Fred Kasch
Teichstr., 06749 Bitterfeld

An WUFF – Das Hundemagazin
Frau Iris Strassmann

BOLLE HILFT! Bitterfeld, den 29.10.2006

Am 12.10.2004 wurde in unserem Tierheim „Bolle", ein damals ca. 7 Monate alter Staffordshire-Terrier aufgenommen, der zuvor von seinem Besitzer aufs Grausamste zusammengeschlagen wurde. Bei der anschließenden tierärztlichen Untersuchung wurde neben einer hochgradigen Kachexie, multiplen Hämatomen, auch eine frische Fraktur des Beckens links und eine alte, nicht versorgte Fraktur des rechten Kniegelenks diagnostiziert.

Mittlerweile hat Bolle ein liebevolles Zuhause gefunden und ist trotz der unglaublich brutalen Misshandlungen in der Welpen- und Junghundzeit gegenüber Menschen vollkommen unproblematisch, freundlich und verschmust.

Bolle ist zur Zeit beschwerdefrei. Größere Operationen und damit verbundene höhere Kosten sind nicht mehr zu erwarten. Von der finanziellen Unterstützung, die wir durch den Deutschen Tierschutzbund und die von der Zeitschrift „WUFF" ins Leben gerufenen Spendenaktion erhielten, verbleibt damit nach Abzug aller bisherigen Behandlungskosten noch ein Restbetrag von 9699,26 Euro.

Mit diesem Betrag ist die Gründung einer Stiftung für misshandelte Hunde geplant. Bei einem erneuten Fall von Tiermisshandlung kann man sich entweder direkt an den TSV Bitterfeld (Email: webmaster@ tierschutz-btf.de) oder an Frau Strassmann, Redakteurin der Zeitschrift „WUFF" (Email: strassmann@wuff.de) wenden.

Nach Prüfung des Sachverhaltes wird von Fall zu Fall entschieden, in welcher Höhe sich die Stiftung an den Kosten beteiligen wird. Gleichzeitig werden entsprechende Fälle und die Höhe der finanziellen Hilfe durch die Stiftung über die Zeitschrift „WUFF" veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Fred Kasch
Vorsitzender des Tierschutzvereins Landkreis Bitterfeld e.V.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT