Burn-out: Wenn der Hund ausbrennt

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Das tägliche Beschäftigungsprogramm von Hunden ist mittlerweile oft so eng gesteckt wie das ihrer Halter. Weniger menschlicher Aktionismus und mehr Selbstbestimmungsrecht täten den Vierbeinern gut, meinen Experten. Droht Hunden sonst bald der »Burn-out«?

Bei dem Wunsch, für den Hund nur das Beste zu tun, scheinen moderne Hundehalter häufig über das Ziel hinauszuschießen. »Hundeeltern sind heutzutage meist gut und mehrquellig informiert. All dieses Wissen scheint in den meisten Fällen jedoch zu mehr Unsicherheit seitens der Hundehalter beizutragen und lässt den Eifer, alles richtig machen zu wollen, zu einem Übereifer heranwachsen«, vermutet Nadine Liebert, seit über 15 Jahren als Hundetrainerin und Tierpsychologin in und um Magdeburg tätig. Aus Angst, zu wenig zu machen, würde übertrieben. »Um alles richtig zu machen, werden Wochenpläne entwickelt, wird gefördert, was zu fördern geht.« Die Action ohne Ende bleibt jedoch nicht ohne Folgen. »Oft sind es entweder unrealistische Ziele beziehungsweise zu hohe Erwartungen in die Vierbeiner, manches Mal gar in sich selbst.« Die Folge: Auf der Straße, im Stadtpark oder auch auf ihrem Trainingsgelände sieht die Hundepsychologin immer mehr stressgeplagte Vierbeiner. Sie findet die immer größer werdende Zahl an hibbeligen, verhaltensauffälligen und nervösen Hunden alarmierend. »Man kommt nicht umhin wahrzunehmen, dass auch in der Hundewelt chronische Überforderung und Erschöpfungszustände, also sogenannte »Burn-outs«, bei Hunden zu beobachten sind.«

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