Camping mit Hund in Kroatien

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Kroatien hat sich neben Italien längst als fixes Urlaubsziel vieler Hundefreunde etabliert. Die Kroaten sind durchwegs freundliche Leute und auch ein Vierbeiner ist fast überall gern ­gesehener Gast. Das Land glänzt mit sauberem Wasser und auch landeinwärts mit sehenswerten Orten. Einzig die langen Sandstrände fehlen, aber dafür gibt es herrliche „Schnorchelküsten". WUFF-Redaktionshund Bruno hat die Hunde­tauglichkeit Kroatiens ausgiebig getestet.

Schon fast so deutsch wie Mallorca ist in Kroatien der Landesteil Istrien. Man spricht deutsch. Nicht jedermanns Sache, aber immerhin kann man sein „Schnitzel mit Mayo" auf Deutsch bestellen, wer dies mag. Eingefleischte Kroatien-Fans behaupten, dass das ­wahre Kroatien aber erst weit unterhalb Istriens beginnt. Und ­tatsächlich ist es so, dass man sogar von der Autobahn aus die extremen Vegetationsunterschiede zwischen Istrien und Dalmatien, dem Süden Kroatiens, erkennen kann. Die Erde wird zunehmend röter, die Landschaft karger, satte Wiesen verschwinden.

Istrien, wir kommen!
Aber noch einmal einen Sprung zurück nach Istrien. Hier ist die Gegend zwischen Rovinj und Pula sehr beliebt. ­Unzählige Campingplätze tun sich auf. Manche geschniegelt fein und mit Hundeverbot, aber die Mehrheit erlaubt Hunde. Bei manchen Campingplätzen gibt es sogar eigene Strandbereiche und Duschen für Hunde, wo man das Salzwasser abduschen kann. Ein solcher Platz ist beispielsweise der Campingplatz Polari in der Nähe von Rovinj. Ein sehr großer Platz mit Gassimöglichkeit innerhalb des Campingplatzes, da ein großer Wald mit Wegen enthalten ist. Supermärkte und Restaurants sind in Fußweite. Allerdings empfiehlt sich hier die Mitnahme eines Fahrrades, weil man vom hintersten Stellplatz bis zum Supermarkt gut 15 Minuten gehen muss. Die Stadt Rovinj ist eine der schönsten Städte Kroatiens. Viele Besucher zieht es allein wegen Rovinj nach Istrien.

Medulin
Fast noch ein Geheimtipp ist die Stadt Medulin und ihre Umgebung. Medulin liegt am südlichsten Ende von Istrien und glänzt mit vielen versteckten Buchten. In der ­Umgebung gibt es viele nette kleine Orte, die noch wenig touristisch erschlossen sind. Wer die Ruhe sucht, sollte eher auf die Nebenorte um Medulin ausweichen, da Medulin selbst ­mittlerweile doch schon recht belebt ist.

Dalmatien
Die dalmatische Küste beginnt unterhalb von Istrien. Zadar, Trogir und Sibenik sind hier besuchenswerte Städte. Hier ist auch die Inselwelt der Kornaten vorgelagert. Wer einen Abstecher ins Landesinnere machen will, muss unbedingt die Krka Wasserfälle besuchen. Durch wunderschöne ­natürliche Wasserfälle führen Holzstege mitten durch die Natur. Auch wunderbare Seen, auf denen man Schiffsausflüge ­mit­machen kann, gibt es dort. Selbst mit einem ­American Stafford bin ich in Kroatien nie an Grenzen ge­stoßen. Rassen­diskriminierung, wie beispielsweise in Deutschland oder Frankreich, ist hier unbekannt. Die Leute gehen offen auf Hunde zu, und auch in Lokalen gab es bisher noch nie Probleme mit dem Hund. Einziger Wermutstropfen: Je ­weiter man Richtung Süden fährt, desto öfter trifft man im ländlichen Bereich auf Kettenhunde. Recht oft aber auch auf freilaufende – und scheinbar glückliche – ­­Hof- und Straßenhunde.

Sonneninsel Hvar
Von Split aus erreicht man die schöne Insel Hvar in ca. zwei Stunden mit der Fähre (die mit Auto und ­Caravan recht teuer ist). Das Highlight der Insel ist der gleichnamige Ort Hvar. Das „Monaco Kroatiens" wird es auch oft genannt. Wenn man vor den übergroßen ­Yachten im Hafen in der Altstadt steht, zweifelt man keinen Moment mehr daran. Die Reichen und Schönen nippen publikumswirksam gelangweilt an ihrem Campari Orange, während die Angestellten das Luxusschiff auf Vordermann bringen. Nett anzuschauen, wenn man sich als Staffage zur Verfügung stellen mag. Hvar ist bestimmt der nobelste Ort Kroatiens. Auch einer der gepflegtesten Camping­plätze, die ich je in Kroatien gesehen habe, ist das Camp Vira, unweit vom Ort Hvar. Es wird von einem in Hvar ansässigen ­„Leading Hotel of the World" geführt. Dementsprechend professionell geht es auf diesem Platz auch zu. Putztrupps im Zweistundentakt, Security – und natürlich Meerblick mit eigenem Strand. Auch dort sind Hunde willkommen und es gibt herrliche Spaziergehmöglichkeiten mit Wuffi. Auf der Sonneninsel Hvar gedeihen übrigens Orangen und Zitronen.

Tipp: Am südlichen Ende von Hvar kann man übrigens mit einer billigen Fähre und nur 15 Min. Fahrtzeit auf das ­Festland übersetzen, befindet sich dann allerdings ein ordentliches Stück unterhalb von Split.

Dubrovnik
Das Ziel vieler Kroatien-Camper ist Dubrovnik. Eine laute Stadt mit pulsierendem Nachtleben. Dubrovnik muss man einfach gesehen haben. In Dubrovnik gibt es nur einen Campingplatz (Solitudo), der ein paar Kilometer vom ­Zentrum entfernt auf einer Halbinsel liegt. Von Dubrovnik aus kann man übrigens mit der Fähre nach Bari in Italien übersetzen und dann entweder nach Sizilien weiter fahren, oder die ­italienische Küste entlang wieder Richtung Heimat fahren.

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