Christine Kaufmann besticht mit zeitloser Schönheit & ihrer Liebe zu Hunden

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Vom Kinderstar über die Ehefrau von Tony Curtis bis hin zu ihren Rollen als ewige Schöne hat ­Schauspiel-Legende Christine Kaufmann eine bewegte Karriere hinter sich. Heute gilt die gebürtige Österreicherin, die in ihrer Glanzzeit Hollywood eroberte, als „schönste Großmutter Deutschlands“, ist erfolgreiche Unternehmerin, Bestsellerautorin zahlreicher Schönheitsberater und fegt derzeit als ­Dancing Star über das ORF-Parkett. Ihre neue große Liebe ist Chihuahua-Hündin Lola.

Christine Kaufmann ist eine der ganz Großen in der interna­tionalen Film- und Fernseh­landschaft. Ihre Karriere wird oft als märchenhaft beschrieben, weil darin der Bilderbuch-Kinderstar „Rosen-Resli“ und jede Menge Hollywood-Glanz aufleuchten.
In der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs wurde die Künstlerin in Gröbming in der Steiermark geboren und wuchs in München auf. „Mein Vater war ein ehemaliger deutscher Luftwaffen-Offizier und arbeitete dort als Ingenieur“, beginnt Kaufmann zu erzählen. Ihre Mutter, eine ­französische Maskenbildnerin, brachte das schöne Töchterchen mit den Strahle-Augen zum Ballett und nahm später deren Filmkarriere in die Hand.

Vom Rosen-Resli zur Femme fatale
Christine Kaufmann konnte gerade erst auf eigenen Beinchen stehen, da tanzte sie bereits Ballett in der Münchener Staatsoper. Mit sieben Jahren trat sie in dem damaligen Straßenfeger „Im Weißen Rössl“ auf und wurde fortan von einem Film zum nächsten weitergereicht. 1954 bekam sie als „Rosen-Resli“ das Image als süßester deutscher Kinderstar. Es war einer der ersten großen deutschen Kinoerfolge nach dem 2. Weltkrieg, und mit Nachfolgefilmen wie „Ein Herz schlägt für Erika“, „Wenn die ­Alpen­rosen blüh’n“ oder „ Die singenden Engel von Tirol“ rührte die damals Neunjährige Millionen von Kino­­besuchern zu Tränen.

Ein paar Jahre später überzeugt der herzerfrischende Teenager an der Seite von Romy Schneider in Geza von Radvanyis „Mädchen in Uniform“. Zahlreiche Engagements in bedeutenden Monumentalfilmen wie beispielsweise „Die letzten Tage von Pompeji“ schlossen sich an. „Ich habe mich von Anfang an sehr gut im internatio­nalen Filmgeschäft zurechtgefunden, weil ich schon damals neben meiner Muttersprache fließend Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch gesprochen habe“, betont der ehe­malige Kinderstar im Gespräch mit WUFF stolz.

1961 erlangte Christine im Streifen „Stadt ohne Mitleid“ an der Seite von Kirk Douglas internationale Bekanntheit und gewann als erste deutsche Schauspielerin einen Golden Globe Award in der Kategorie „Beste Nachwuchsdarstellerin“. Damit schaffte sie zugleich den Sprung nach Hollywood.

Zeitlose Schönheit mit ­Engels­gesicht
Mit 18 Jahren lernte Christine Kaufmann bei Dreharbeiten zu dem Abenteuerfilm „Taras Bulba“ in Argentinien den Weltstar Tony Curtis kennen, der sich rettungslos in die attraktive junge Frau verliebte. Der zwanzig Jahre ältere Hollywoodstar trennte sich nach elf Jahren Ehe über Nacht von seiner damaligen Frau und heiratete 1963 unter großem Medienrummel die schöne Kaufmann.

Zunächst folgten Jahre des Glücks, und es kam, was kommen musste: sie unterbrach ihre Karriere, bekam zwei Töchter und widmete sich nur noch ihrer Familie. Diese Entscheidung war auch ganz im Sinne von Hollywood­legende Tony Curtis. Doch nach knapp fünf Jahren – „Wir kannten keine ­Krisen, wir vertrugen uns großartig“ – war die Liebe erloschen. „Ich war ­einfach zu jung und ich wusste auch noch nicht, dass ich eigentlich eine Nomadin bin“, erklärt die inzwischen vierfache Großmutter.

Im April 1968 wurde die Ehe nach einem spektakulären „Rosenkrieg“ geschieden und Christine Kaufmann kehrte mit ihren Töchtern Alexandra und Allegra nach Deutschland zurück. Es folgte ein erbitterter Sorgerechtsstreit, bei dem sogar ihre beiden Kinder aus einem Urlaub in Italien nach Los Angeles entführt wurden. Erst 1980 konnten die beiden Mädchen zu ihrer Mutter zurückkehren, nachdem sie dann doch das Sorgerecht erhalten hatte.

In dieser Zeit arbeitete die Ausnahmekünstlerin mit Regisseuren des Neuen Deutschen Films wie Rainer Werner Fassbinder, Peter Zadek und vielen anderen und etablierte sich bis heute parallel dazu als gefragte Theaterschauspielerin im deutschsprachigen Raum. In den 1990er-Jahren begab sich die Schauspielerin und Autorin zunehmend auf Esoterik-Trips, reiste immer wieder durch ferne Länder und publizierte entsprechende Bücher. 1998 erschien ihr erster Schönheitsberater „Zeitlos schön“, in dem sie der Damenwelt wertvolle Tipps in Sachen Make-up und Styling verriet. Zahlreiche ­Beauty-Bestseller folgten. Zeitgleich gab es allerdings Gerüchte, bei Kaufmann sei nicht alles von Natur aus so straff und sie habe sich liften lassen, „doch das konnte ich ganz einfach anhand mehrerer medizinischer Gutachten widerlegen“, lacht Christine Kaufmann heute, die übrigens auch schon mehrmals für das Männermagazin „Playboy“ posierte und daher kürzlich als „schönste Großmutter Deutschlands“ betitelt wurde. Seit 2004 präsentiert die zeitlose Sti­likone auch auf dem Teleshoppingsender „Home Shopping Europe“ ihre eigenen Kosmetik- und Wellness-Produkte, die bei ihr selbst wohl unübersehbar ihre Wirkung zeigen.

Doch langsam soll Ruhe in das ­turbulente Leben der Weltenbummlerin eintreten. Kürzlich verkündete sie sichtlich erleichtert das Ende ihrer vierten Ehe, und es scheint so, als suche sie nun langsam ihr endgültiges Nest. Und das hat sie offenbar auch zum Teil schon gefunden. Mit einem kleinen, schmucken Haus auf ­Mallorca, fernab vom Massentourismus.
„Wenn nicht gerade schweißtreibende Proben für Dancing Stars auf meinem Terminkalender stehen, verbring’ ich dort die meiste Zeit, widme mich meinen neuen Buchprojekten und genieße die sonnige Idylle gemeinsam mit ­meiner Tochter Allegra, mit meinem Enkel Rafael und seit neustem auch mit der entzückenden Lola, unser aller Liebling“, schwärmt die Kosmopolitin.

Haarige Prinzessin mit Fellnase
Die Rede ist von einer einjährigen Chihuahua-Hündin, die vor wenigen Monaten über Umwege nun endlich bei ihrem neuen Frauchen den ­Himmel auf Erden gefunden hat. Lola war im Frühjahr vergangenen Jahres als ­Welpe zu einer Familie auf die beliebte Urlaubsinsel gekommen und musste damals als herziges „Überraschungsgeschenk“ herhalten. Bald verlor die Familie jedoch das Interesse an dem kleinen Vierbeiner und beschloss, ihn wegzugeben, weil er doch „lästiger“ wurde, als man zu Beginn angenommen hatte. Lola drohte – wie vielen ihrer Leidensgenossen – das Tierheim. „Es ist ja auch zu niedlich, wenn so ein kleiner Wollknäuel auf dem Gabentisch sitzt. Traurig aber wahr ist allerdings, dass diese Geschenke zwar gut gemeint, in der Regel aber schlecht überlegt sind,“ kritisiert Kaufmann.

Als die tierliebende Schauspielerin von Bekannten von diesem Hunde­schicksal erfuhr, entschied sie sich kurzerhand einzugreifen. Sie ließ sich die Adresse der besagten Familie geben, nahm ihren siebenjährigen Enkel Rafael an die Hand und machte sich auf den Weg, dem Hündchen zu helfen. Dort angekommen wurde ihnen der damals sechs Monate alte Chihuahua namens Lola gleich reisefertig übergeben. „Das Hündchen saß in seiner Reisetasche, war völlig verängstigt und leider auch sehr vernachlässigt. Es schaute uns nur mit herzzerreißendem Blick an,“ erinnert sich Christine an die erste Begegnung mit ihrer Lola.

„Zuhause gab’s erstmal eine kleine Stärkung, dann haben wir sie gebadet und anschließend alle Knoten ganz vorsichtig aus ihrem verzottelten Fell geschnitten. Lola war uns dafür sichtlich dankbar.“ Schnell hat sich der quirlige Vierbeiner an sein neues Heim gewöhnt und entwickelte sich auch zusehends zu einer richtigen kleinen Diva. „Wenn Lola mal ausnahms­weise nicht im Mittelpunkt steht oder irgendetwas nicht so ganz nach ihrem entzückenden Sturschädelchen geht, setzt sie sich demonstrativ auf die Hollywoodschaukel und wartet wie eine kleine Prinzessin im Kosmetikstudio, bis ihre Nägel getrocknet sind. Gleichzeitig hält sie ihr schnuckeliges Fellnäschen ganz arrogant in die Höhe und würdigt uns keines Blickes mehr. Aber Lola weiß ja ganz genau, dass sie einfach am längeren Hebel sitzt und dass sich auch gleich wieder jemand für die nächsten Streicheleinheiten ,erbarmen‘ wird.“

Auch in Rafael hat Lola einen richtigen Freund fürs Leben gefunden. „Mein Enkel ist überglücklich, dass wir Lola gerettet haben, und kümmert sich ganz hinreißend um sie. Wenn ich beruflich für ein paar Tage verreisen muss, weiß ich, sie ist bei ihm und meiner Tochter Allegra in den besten Händen. Am liebsten würd’ ich Lola als Maskottchen auch mit zu Dancing Stars nehmen – ich bin mir sicher, sie würde mir ganz bestimmt Glück bringen. Aber die lange Reise ist viel zu anstrengend für so ein kleines Geschöpf, und das will und kann ich ihr einfach nicht antun“, bedauert die verantwortungsvolle Hundeliebhaberin.

Daher drückt Lola derzeit jeden Freitagabend aus sicherer ­Entfernung ganz fest ihre ­Pfötchen, wenn ­Frauchen ­elegant über das ORF-Parkett schwebt. Und natürlich schließen sich der glücklichen Chihuahua-Lady auch alle ­anderen Fell­nasen der ­Nation an.

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