Das Europäische Hundemuseum

0
1465

Der Hund, der älteste und am längsten begleitende tierische Kamerad des Menschen, erfüllte im Laufe der Jahrtausende die verschiedensten Aufgaben. Dementsprechend vielfältig ist auch das Angebot des Museums. Der Einsatz des Hundes im Dienst des Menschen wird auf Bildern und durch viele interessante Objekte dokumentiert. Die Frage nach der Herkunft des Hundes und seiner Verwandtschaft mit dem Wolf wird im Museum anhand von Texten und Schautafeln, sowie mit Skeletten und Anatomietafeln sehr anschaulich behandelt. Mythen verschiedener Völker aus der ganzen Welt zum Thema Schöpfung und Hund belegen sehr eindrucksvoll, welche Bedeutung der Hund zu allen Zeiten für die Menschen hatte.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die umfangreiche Bildersammlung dar. Grafikzyklen, Illustrationen, Bilder von Künstlern, die sich besonders mit dem Hund auseinandersetzten, sowie sehr viele alte Fotografien von Hunderassen und dem Einsatz von Hunden zeigen, wie gern Hunde zu allen Zeiten dargestellt wurden. Zusätzlich stellen die Skulpturen und Bilder aus der Sammlung Dr. Fleig Werke von höchstem künstlerischen Rang dar.

Sehr reizvoll ist die Hundemusik. Besucher können inzwischen aus einem reichen Angebot von Werken der Romantik bis zur Popmusik der Gegenwart auswählen. In den Räumen des Hundemuseums sind auch Sitzgelegenheiten mit Büchertischen für Besucher, die sich die nötige Zeit nehmen, um sich mit der Mensch-Hund-Beziehung in einem entsprechenden Ambiente auseinanderzusetzen.

Im heurigen Jahr gibt es wieder einige interessante Zusatzangebote. Mit der Ausstellung von Hundebildern der oberösterreichischen Künstlerin Elisabeth Peterlik wird erstmals einer zeitgenössischen Künstlerin die Möglichkeit geboten, ihre Werke zum Thema Hund einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Für die kommenden Jahre ist geplant, jeweils einem Künstler oder einer Künstlerin die Möglichkeit einer Sonderausstellung zu bieten.

In der Sonderausstellung 2006 mit dem Titel „Tiere in der Kunst" sind Werke von Künstlern aus dem Burgenland in verschiedenen künstlerischen Techniken und zu verschiedenen Themen zu sehen. Diese Ausstellung wird in den Räumen der ehemaligen Prälatur gezeigt. Erfreulich ist auch, dass immer mehr private Sammler ihre Exponate dem Museum zur Verfügung stellen. Dadurch können ständig neue und interessante Schaustücke den Besuchern zugänglich gemacht werden. In letzter Zeit bieten vermehrt Vertreter von Rassehundeklubs ihr Material an, um die oft wirklich faszinierende Geschichte der Hunderassen im Museum darstellen zu können.

Im April dieses Jahres kamen viele Exponate des ehemaligen Hundemuseums Berlin in das Kloster Marienberg. Ein Teil davon wird heuer im Hundemuseum vorläufig ausgestellt. Nach Sichtung und Katalogisierung der Exponate sollen diese dann in einem neuen Konzept des Europäischen Hundemuseums umfassend präsentiert werden.

Bei einem ersten Blick auf die Landkarte erscheint der Standort des Hundemuseums etwas abgelegen, durch günstige Verkehrsverbindungen kann das Kloster Marienberg aber von Wien oder Graz zum Beispiel in einer guten Stunde erreicht werden. Da es in der Umgebung viele interessante Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote gibt, kann durchaus ein Tagesausflug mit dem Hund geplant werden. Bei der Erstellung eines Programms für einen Tag sind wir gerne behilflich.


WUFF INFORMATION


• Öffnungszeiten:

1. Mai bis 26. Oktober, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung (ab 6 Personen)

• Weitere Informationen:
Anton Schoberwalter
Europäisches Hundemuseum
7444 Kloster Marienberg
02611/2292
0664/5016816
[email protected]


KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT