Den Hund als Foto-Modell in Szene setzen

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Der Hund schaut so lustig. Zückt man die Kamera, dreht er sich. Oder die Augen sind im Schatten. Und dann auch noch dieser blöde Hintergrund. Expertinnen geben Tipps für tierische Foto-Shootings.

Wer einen Hund mit schwarzem Fell fotografieren möchte, kennt das Problem: Schwarzes Fell strahlt nicht viel Licht ab und bietet bei weicher Ausleuchtung wenig Kontrast. Die dunklen Augen im dunklen Fell bieten ebenfalls keinen guten Kontrast als Angriffspunkt für den Autofokus der Kamera. Kommt noch Gegenlicht dazu, kann dieser gänzlich überfordert sein. Deshalb sollte das Gesicht des Hundes gut ausgeleuchtet sein, damit die Augen gut zur Geltung kommen. Hat die Foto-Location eine dunkle Seite, etwa ein Park mit schattenwerfenden Bäumen, und eine helle Seite, etwa eine Lichtung, sollte der Hund mit dem Gesicht in die helle Richtung platziert werden.

Geduld und Ruhe für tiergerechte Fotografie
Wer tagsüber im Freien fotografiert, erzielt die schöneren Ergebnisse, wenn die Sonne so tief wie möglich steht, das heißt am frühen Morgen oder am Abend. Dann trifft das Licht flacher auf den Hund. So werden unschöne Schatten unter dem Kinn vermieden.

Grundsätzlich sollte das Foto-Shooting mit etwas Positivem verknüpft werden. Geduld, Ruhe und tiergerechte Fotografie seien immer oberste Devise.

Geräusche, Leckerlis und Bewegung
Ob es verspielte Welpen sind, übermütige Jungspunde oder abgeklärte Senioren – alle wollen animiert und belohnt werden. Profis wie etwa Elke Vogelsang arbeitet mit drei Motivationshilfen: Geräusche (Stimme oder „Geräuschmacher“), Leckerlis und Bewegung. Zu ihrer Sammlung von „Geräuschmachern“ gehören Quietschies, Jagdpfeifen und Kazoos (kleines Membranophon).

Auch für Laien lohnt es sich, Requisiten einzusetzen wie Lieblingsspielzeug, Fressnapf oder Kauknochen. „Man kann dafür sorgen, dass die genutzten Gegenstände fotogen sind und auch in Farbe, Form und Größe zum Bild und Motiv passen. Unter Umständen kann das Requisit zum Hauptdarsteller des Bildes werden und zur Bildaussage beitragen“, sie Vogelsang. Ein neonfarbener Ball, der im Hintergrund herumliegt, sei aber eher ein Störfaktor als eine Bereicherung. (Quelle: APA)

Einen ausführlichen Artikel über das richtige Fotografieren von Hunden finden Sie in der WUFF 3/2021: Gegenlicht und Sonnenuntergang von Regine Heuser

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Martina Bartl
Martina Bartl ist erfahrene Hunde- und Pferdehalterin und seit rund 15 Jahren Journalistin. Sie hat sich auf die Fachgebiete Pferde & Reiten und auf Hunde spezialisiert.

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