Der Hund im Recht: Hundehaltung in der Mietwohnung (nach österreichischem Recht)

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Ob ein Mieter in der Wohnung einen Hund halten darf, hängt zunächst von der getroffenen Regelung im Mietvertrag ab. Ist darin die Hundehaltung ausdrücklich erlaubt oder verboten,
ist die Sache bereits klar. Anders ist es, wenn sich im Mietvertrag über die Tierhaltung keine Aussage findet, so Rechtsanwältin Dr. Susanne Chyba.

Immer wieder werde ich in meiner anwaltlichen Praxis mit der Frage konfrontiert, ob ein Mieter in seiner Wohnung einen Hund halten darf. Ob er das darf, hängt zunächst von den getroffenen Regelungen im Mietvertrag ab. Sieht der Mietvertrag keine Regelung vor, so kommt es für die Berechtigung der Tierhaltung auf den Zweck des Vertrages, den Ortsgebrauch und die Verkehrssitte an.

In der Regel bedeutet das, dass das Halten von „üblichen“ Haustieren wie Kleintieren, aber wohl auch Hunden, erlaubt ist (vgl. 9 Ob 102/98k). Auch wenn man bei Hunden auf Grund der verschiedenen Rasseeigenschaften (wie Größe etc.) differenzieren könnte, so bringt aber grundsätzlich jede Hundehaltung die Gefahr von Lärm- und Geruchsemissionen mit sich. Eine einschlägige Judikatur zu rassespezifischen Unterschieden liegt noch nicht vor.

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