Der Placebo-Effekt: Gibt es ihn bei Hunden?

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Wirken Placebos auch bei Hunden? Nach der Gabe von Scheinmedikamenten geht es ihnen oft besser – meinen zumindest die Hundehalter. Zahlreiche Wissenschaftler sind anderer Meinung.

Eine pharmakologische Wirkung erzielen können Placebos nicht, es fehlt ihnen an entsprechenden Wirkstoffen. Dennoch haben diese Präparate oftmals eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf. Nicht umsonst tragen sie den Namen »Placebo« (lateinisch für »ich werde gefallen«). Bis heute ist unbekannt, welche Reaktionen Scheinmedikamente im Organismus hervorrufen. Dabei können Placebos selbst Schmerzen lindern. Bei dem sogenannten Placebo-Effekt spielen laut der Forschung jedoch eher psychologische und neurobiologische Geschehen eine Rolle. Vor allem Faktoren wie die klassische Konditionierung und der Wunsch des Patienten nach Schmerzlinderung und seine Erwartungshaltung spielen ausschlaggebende Rollen. Dies meint zumindest Professor Günther Bernatzky, Präsident elect der Österreichischen Schmerzgesellschaft und Leiter des Salzburger Schmerzinstituts. Neuronale Schaltkreise in Hirnregionen, die vor allem bei der Verarbeitung von Schmerzen eine Rolle spielen, seien an der Wirkung von Placebos beteiligt, erklärt der Forscher in der »Ärzte Woche«. Zudem würden Transmitterstoffe und Wachstumshormone wie Endorphin, Dopamin, Serotonin und Cortisol aktiviert. Kurz gesagt: die Erwartungshaltung bringt das körpereigene Opioidsystem zum Laufen.

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