Der Tonfall macht’s

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So sprechen Menschen mit ihrem Hund

Hunde sind für Wissenschaftler ein interessantes Thema, dementsprechend zunehmend auch die Publikationen in der Fach­literatur. Ganz aktuell befasst sich eine Studie mit der Sprache von Menschen gegenüber ­Hunden. Sprechen Menschen mit einem Hund, würden sie ­zumeist in eine höhere Tonlage und ein langsameres Sprech­tempo ­wechseln. Dies entspreche einem Muster, mit dem sie auch mit menschlichen Babys kommunizieren, so die Wissenschaftler.

Hunde sind schon seit Tausenden von Jahren enge Begleiter des Menschen. Einer Studie zufolge (Skoglund 2015) wurden Wölfe möglicherweise bereits vor 27.000 bis 40.000 Jahren domestiziert – und nicht wie bisher angenommen erst vor etwa 16.000 Jahren. Obwohl das vertraute Verhältnis der beiden Spezies mithin wenig überraschend ist, versuchen Wissenschaftler immer wieder, es tiefergehend zu ergründen.
So zeigten einige Forscher kürzlich, dass Hunde, die an Menschen gewöhnt sind, menschliche Gesichtsausdrücke unterscheiden können ­(Müller 2015). Sie erkennen zum Beispiel, ob ein Mensch freudig oder ärgerlich schaut, berichteten sie im Fachblatt „Current Biology“. Ob sie auch verstünden, was das bedeutet, sei aber unklar. Andere Forscher haben untersucht, wie Hunde Sprache verarbeiten. Das Ergebnis: Die Vierbeiner bewerten ­Inhalt und Tonfall des Gesagten separat – ganz ähnlich wie Menschen. Ein Lob werde von ihnen deshalb nur dann als Lob erkannt, wenn sowohl der Tonfall als auch die Wörter lobend sind, schrieben die Forscher im Fachblatt „Science“.
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