Der Weimaraner – Jagdhund und Mode-Accessoire

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Es gibt wenige Hunde, die optisch so auffallend sind wie der Weimaraner. Noch heute wird die Rasse hauptsächlich im Rahmen ihres alten Berufes, der Jagd, geführt. Es wird diesmal ein kritischerer Beitrag werden. Kritisch den Menschen gegenüber, die sich diesen wunderschönen Vollblutjäger als Dekorations- oder Prestigeobjekt anschaffen. Kritisch den Züchtern gegenüber, die ihre Hunde an solche Halter verkaufen. Kritisch Haltern gegenüber, die glauben, ihren Weimaraner mit einem Zwei-Stunden-Spaziergang auszulasten oder den Hund am Rad „auspowern“ wollen. Diese Rasse hat anderes verdient, es sind die Aristokraten unter den Jagdhunden, die Könige der Wälder.

„Es ist zu bezweifeln, ob jemals irgendjemand daran gedacht hat, einen Hund zum Vorstehen abzurichten, hätte nicht etwa ein individueller Hund von selbst die Neigung verraten es zu tun …“, schrieb Charles Darwin 1859 in seinem Werk „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“. Nachweislich haben schon Jagdhunde im alten Griechenland dieses Verhalten gezeigt. Bereits um 400 v. Chr. beschreibt Xenophon in seinem Werk „Kynegetikos“ Jagdhunde, „die es nicht wagen, zu einem Hasen hin zu gehen, sondern stehen bleiben und zittern, bis der Hase sich rührt.“ Noch sieht Xenophon dies als „Fehler“ der Hunde an und man kann davon ausgehen, dass Individuen, die sich so verhielten, nicht lange überlebt haben. Schließlich waren zu dieser Zeit gänzlich andere Jagdhunde erwünscht. Zuchtauslese über Arbeitsleistung war vorrangig, Vorstehhunde gab es nicht.

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