Die Akte Rottweiler – oder wie eine Wiener Tierschutzstadträtin Hundehalter seit Jahren diskriminiert

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Eine etwas reißerische Überschrift, das muss ich zugeben, aber wenns hilft, dass auch nur ein paar Menschen den Text lesen, darüber nachdenken und dann handeln, statt sich weiterhin als Menschen zweiter Klasse behandeln zu lassen, dann hat dieser Titel sein Ziel erreicht.

Worum geht es eigentlich?
Leicht erklärt, der neueste Beißvorfall in Wien, ein Rottweiler beißt ein 17-monatiges Kind in den Kopf. Geführt wurde dieser Rottweiler (der mit seiner Besitzerin übrigens den verpflichtenden Hundeführschein bestanden hat) von seiner alkoholisierten Eigentümerin. Der Hund wurde eingezogen und sitzt jetzt – welch Wunder – im Tierheim, für dessen Bau sich oben erwähnte Stadträtin feiern ließ. Vermittelt werden könne der Hund nicht mehr – aha … Was soll denn dann mit ihm passieren? Natürlich, die absoluten Optimisten unter den Lesern werden jetzt sagen: Na ganz einfach, der junge Hund wird jetzt die nächsten 10 bis 12 Jahre in dem Tierheim bleiben und dort ein „tolles Leben“ führen.

Die Realisten – ich zähle zu diesen – sagen: Ist doch klar, der sitzt im „Tierheim der Stadträtin Sima“, die vordergründig zwar Hundefreundin ist, gewisse Hunde aber als Kampfhunde betitelt und diese aus Wien draußen haben will. Was wird also passieren? Man wird warten, bis sich die Aufregung um diesen Hund gelegt hat und dann wird man ihn einschläfern. Still und heimlich und niemand wird davon erfahren – außer ein Tierheimmitarbeiter plaudert irgendwann einmal.

Sie maßen sich an, über das Leben eines jungen Hundes zu urteilen, weil seine Halterin versagt hat, mit der Begründung: Wien muss für Kinder-sicherer werden. Welch Paradoxum, dass gewisse Stadtteile Wiens schon lange nicht mehr sicher sind (und das liegt nicht an den Hunden) – einfach mal auf die Kriminalitätenrate schauen und dann weiter argumentieren.;-)

Warum steigt in Wien die Anzahl der Menschen mit Waffenpass? Der Menschen mit E-Schockern? Wegen der Hunde? Erzählen Sie mir also bitte nicht, dadurch, dass man Hunde in gewisse Schubladen (Kampfhunde) steckt, macht man eine Stadt sicherer.  Ihre Gesetzgebung hat versagt – mehrmals versagt, diese Gesetzgebung wurde elf mal (!!) bisher nachgebessert. Mit welchem Ergebnis? Sie haben wieder versagt. Genau, Frau Sima, SIE haben versagt, weil sie nicht einsehen wollen, dass gegen menschliches Fehlverhalten bzw. menschliches Versagen keine Kampfhunde-Gesetzgebung hilft, denn, wie die Worte schon sagen, es ist MENSCHLICHES Versagen, dass zu diesen Vorfällen führt.

Sie wiederum bestrafen die Hunde, die zu dem wurden, was Menschen aus ihnen gemacht haben. Nur, solange Sie nicht begreifen (wollen), dass sämtliche Ihrer Gesetzgebungen nicht helfen, sobald Menschen involviert sind, so lange wird sich auch nichts ändern. Es ist allgemein bekannt, dass Sie gewisse Rassen nicht zu mögen scheinen, da helfen auch keine netten Fotos mit Ihnen und süßen Stafford-Welpen.

Als Tierschutzstadträtin absolut enttäuschend – Sie diskriminieren Hunde und ihre Halter, ohne sie zu kennen. Die Zeit der Sippenhaftung ist vorbei – schon lange vorbei, das sollte auch bis zu Ihnen durchgedrungen sein. Sie berufen sich auf Anlassgesetzgebungen, die weder sinn- noch zielführend sind und die schon gar nicht kontrolliert und durchgesetzt werden können.

Ihre Gesetzgebungen sind eine Farce, die den Bürger vordergründig beruhigen soll – ein Umdenken wäre schon längst angebracht. Betrachten Sie diese Hunde und ihre Halter endlich als Individuen, denn das sind sie – das sind wir alle – einzigartig, mit Fehlern, mit Kanten und mit Ecken. Und davon haben auch Sie einige, Frau Sima.

Oder warum soll ein junger Rottweiler, der den verpflichtenden Hundeführerschein ja bestanden hat (!), jetzt nicht mehr in kompetente Hände vermittelt werden? Warum darf er keine 2. Chance erhalten? Weil Sie sich nicht vorstellen können, dass er ein normales Leben führen kann? Ich kann Ihnen das Gegenteil beweisen – und nicht nur ich – viele Organisationen, die sich dem Training und der Vermittlung solcher Hunde verschrieben haben, können Ihnen das Gegenteil beweisen. Diese können Ihnen auch erklären, dass Rasselisten absolut umsonst sind und nur der Stadt selbst durch erhöhte Geldausgaben der Besitzer etwas bringen.

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