Die Kyniker: Philosophische Streunerhunde

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Philosophische Streunerhunde – oder streunende Philosophen? Sie lebten in der Antike, nannten sich selbst Weltbürger, waren die ersten, die Öffentlichkeit provozierenden »Aktionskünstler« und lebten ihren Alltag wie streunende Hunde: Die Kyniker, deren bekanntester Diogenes von Sinope war. Von ihm, seiner Philosophie und den ihm zugeschriebenen Attributen – ein Fass, ein Rucksack und ein Hund – ist hier die Rede.

Fast alles, was wir von Diogenes wissen, der vor 2.500 Jahren in der Stadt Sinope am Schwarzen Meer (heute Hauptstadt der gleichnamigen türkischen Provinz) geboren wurde und die meiste Zeit in Griechenland lebte, stammt aus Legenden und Anekdoten. Diogenes hat sich selbst den Beinamen »ho kyon« gegeben, altgriechisch für Hund. Dies, weil er an den Hunden ihre Freiheit und Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Konventionen schätzte, wohl aber auch ihre Authentizität. Hunde spielen dem Menschen nichts vor, sondern sind, wie sie sind, und nehmen einen, wie man ist.

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