Die Olde English Bulldogge …

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Eine unendliche Geschichte?

Bereits in der WUFF 10/2013 wurde über die damaligen Versuche in Brandenburg berichtet, die Olde English Bulldogge (fortan: OEB) als Pitbull-Mischling einzustufen, weil in den 1970er Jahren in den USA in dem Bestreben, aus Englischen Bulldoggen wieder gesunde Hunde zu züchten, ein Rückzüchtungsprogramm aufgelegt wurde, in das u.a. auch Pitbull Terrier Eingang fanden. Seit einiger Zeit hat sich das Problem nach Nordrhein-Westfalen verlagert und seinen einstweiligen Höhepunkt in einer aktuellen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln gefunden.

Das Verwaltungsgericht Köln hat mit Urteil vom 30.03.2017 (Az.: 20 K 5754/16) ausgeführt, dass – da es sich bei der OEB nun um eine Rückzüchtung aus Englischer Bulldogge (50%) sowie jeweils 1/6 aus Bullmastiff, American Bulldog und Pitbull Terrier handele – auf jeden Fall zu 1/3 Hunde bestimmter Rassen eingekreuzt seien. Solange daher die OEB nicht als eigenständige Rasse in der Bundesrepublik anerkannt sei, was gegenwärtig nach der maßgeblichen Einschätzung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) nicht der Fall wäre, falle eine OEB entweder unter § 10 LHundG NRW oder aber, bei deutlichem Hervortreten des Phänotyps, als Pitbull-Mischling unter § 3 Abs. 2 LHundG NRW.

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Der Autor, Lars-Jürgen Weidemann, ist Partner der Anwaltskanzlei ­Sieger, Weidemann und Laakes in Mülheim an der Ruhr. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. mit rechtlichen Fragen zur Hundehaltung, zum Tierschutz- und Vereinsrecht.
 
Rechtsanwalt L.-J. Weidemann,
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45478 Mülheim an der Ruhr,
Tel.: (02 08) 59 433 96,
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