Diskussion Hundezucht-Skandal: Alle haben weggeschaut

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Die Reportage über den Fall Marksteiner (WUFF 12/2010) hat hohe Wellen geschlagen.
Viele Reaktionen erreichten die Redaktion. Man bewundert den Mut von WUFF, lobt die ­Qualität der tiefgehenden und ausführlichen Recherche und hofft, dass mit dem Bade nicht auch das Kind, sprich, der seriöse Züchter, ausgeschüttet werde.

In den vielen Reaktionen auf den Artikel wurde teils sehr harte Kritik an den Funktionären des Österreichischen Zwerghundeklubs (ÖZK), an Amtstierärzten und zu einem großen Teil am Zuchtreferat des Österreichischen Kynologenverbandes (ÖKV) geübt. Dort würden Persönlichkeiten mit Profil, Mut und Stärke fehlen.

Man solle aber das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und nun alle österreichischen Hundezüchter in einem schlechten Licht sehen, hieß es auch. Zugleich aber wurden weitere skandalöse Fälle beim Namen genannt, allesamt auch sowohl dem ÖKV als auch Amtstierärzten bekannt – u. a. eine Chihuahuazüchterin in Wien oder eine Barsoizüchterin in Niederösterreich. Letztere, eine Frau T. aus Deutschland, hat nach WUFF vor­liegenden Berichten in Deutschland vom zuständigen Rasseklub (DWZRV) eine Zuchtsperre erhalten, was sie nicht gehindert hat, mit 35-40 Barsois nach Niederösterreich zu übersiedeln und dort über den ÖKV ihre Welpen ins Österreichische Hundezuchtbuch eintragen zu lassen. Dies sei sogar entgegen den Regeln des Österreichischen Zuchklubs ausdrücklich auf Druck des ÖKV erfolgt, heißt es.

Im Rahmen dieser Barsoi-Massenzüchterin taucht auch wieder der Name einer Tierärztin auf, die seinerzeit als Zuchtwartin beim ÖZK bereits in den Fall Marksteiner involviert war. Und wer gestern noch Präsident des ÖZK war, ist heute Funktionär in einem anderen Klub, wer gestern noch Papillons züchtete, hat sich heute auf andere Rassen – zumeist „gängige“ – verlegt. Dass es dabei noch um Hobby­zucht gehe, wird von vielen bezweifelt. „Je größer der Welpenabsatz, umso mehr verdient der Züchter und umso höher die Einnahmen des Zuchtvereins und des ÖKV“, heißt es immer wieder. Dass durch dieses System das primäre Ziel der Gewinnmaximierung in der Hundezucht begünstigt werde, sei offenbar.

Ehemaliger ÖZK-Präsident ­dementiert Zitat
In einem E-Mail dementiert der ehemalige Präsident des ÖZK, Robert B., eine ihm zugeschriebene Aussage (s. Seite 41). Gleichzeitig aber gibt er in seiner Stellungnahme zu, dass schon in seiner Amtszeit, also bereits 2006, die Probleme im Fall Marksteiner sowohl dem ÖZK und damit auch der jetzigen Präsidentin und der Zuchtwartin Gabriele T. bekannt waren. Damit ist die Aussage sowohl der jetzigen ÖZK-Präsidentin Karin B., als auch die der Zuchtwartin Gabriele T. gegenüber WUFF, dass die Zuchtstätte Marksteiner immer in Ordnung gewesen sei, zum wiederholten Male als falsch entlarvt. Viele Insider verlangen nun einen Rücktritt v.a. von Gabriele T., die letztlich für viele die Hauptverantwortliche des Skandals ist. Zudem sei sie selbst eine Groß- bzw. Massenzüchterin, und sollte mit einer Zuchtsperre belegt werden, heißt es.

WUFF bringt Amtshaftungs­beschwerde ein
In einem Gespräch mit der für ­Niederösterreich zuständigen Tierschutzombudsfrau Dr. Lucia Giefing wies WUFF-Herausgeber Dr. Mosser auf die Problematik der Amtstierärzte im Fall Marksteiner hin und berichtete außerdem über den Fall der aus Deutschland stammenden Barsoi-Massenzüchterin. Die Behörden ­werden nun nicht mehr sagen können, sie hätten über den neuen Fall nichts gewusst.

Und aufgrund der fehlenden ­Reaktion der für die Amtstierärzte ­zuständigen Behörde hat Dr. Mosser gegen die zwischen 2002 und 2009 in den Fall Marksteiner involvierten Amtstier­ärzte nun eine Amtshaftung­s­beschwerde eingebracht. Bis dato fehlt jedoch weiterhin jede Reaktion der Behörde.

Im Folgenden wird nun der „Fall ­Marksteiner“ von WUFF-Lesern ­diskutiert. Das Thema bleibt aufgrund seiner großen Bedeutung für die ­Hundezucht nicht nur in Österreich weiterhin ­aktuell, weitere Recherchen der WUFF-Redaktion sind im Gange.

DISKUSSION:
Tierquälerei durch ­Wegschauen unterstützt und damit sogar ­finanziell profitiert
Ich gratuliere von Herzen zu dem gelungenen Bericht über die Zuchtstätte meiner Mutter! Ich bin überzeugt davon, dass dieser aufrüttelnde Artikel einiges bewirken wird und viele der Missstände, wie sie zur Zeit offenbar in den Vereinen und selbst unter (Amts-) Tierärzten herrschen, beheben kann. Besonders schockiert hat mich, dass im zuständigen Rasse­klub anscheinend völlig offen über den entsetzlichen Zustand in der Zucht meiner Mutter gesprochen, dieser aber von fast allen bewusst ignoriert bzw. sogar HINGENOMMEN wurde! Wie viele Leute, diese dubiose Tierärztin eingeschlossen, von dieser Tierquälerei finanziell profitiert und sie damit unterstützt haben, ist wirklich kaum zu fassen. Deshalb möchte ich Ihnen nochmals dafür danken, dass Sie sich dieses heiklen Themas angenommen haben, das sicher noch große Wellen schlagen wird, auch wenn mir persönlich das Lesen des Artikels sehr nahe gegangen ist.
Helga Marksteiner
A 3433 Königstetten

Neuer Fall in Nieder­österreich: ÖKV-Massen­zucht und Animal ­Hoarding?
So einen Fall darf es aus menschlichen und tierischen Gründen in Österreich nicht mehr geben. Die Zuchtwarte und Funktionäre der Rasseklubs, vor allem aber der ÖKV, sind gefordert, nicht mehr die Augen zu schließen und sich hinter Statuten zu verstecken, sondern sich aktiv und mit Engagement rechtzeitig einzusetzen, bevor sich so ein Fall ent­wickelt. Die Erklärung der Zucht­referentin im ÖKV ist ein fragwürdiger Versuch zu glätten, die Wirklichkeit schaut nämlich ganz anders aus. Da wird auf Klubs Druck ausgeübt, damit Würfe eingetragen werden, die keine Berechtigung haben, in das ÖHZB (Österr. Hundezuchtbuch, Anm. d. Red.) eingetragen zu werden, da sie – wie z.B. bei einer Windhunderasse in 8 Fällen – den diversen Zuchtordnungen nicht entsprechen.

Eine deutsche Züchterin von ­Barsois, die in ihrer Heimat Zuchtverbot hat, flüchtet 2008 zu ihrer Züchter­kollegin (einer Tierärztin, ehemalige Zuchtwartin des ÖZK und jetzt Zuchtwartin des ÖKWZR) nach Österreich, um hier die ­Welpen registrieren zu lassen. Der ­zustän­dige Rassehundeklub macht es nicht. Wer aber wirkt nach 1 ½ Jahren vehement darauf ein, damit die ­Hunde doch Papiere erhalten? Es ist die Zuchtreferentin des ÖKV! Wenn aber jemand danach fragt, werden Auskünfte darüber verweigert!

Traurig stimmen mich aber die Umstände, die mit der zwischenzeitlichen Übersiedlung dieser Züchterin nach Niederösterreich zusammenhängen und wodurch ein neuerlicher Fall Marksteiner fast schon vorprogrammiert ist! Diese Dame lebt mit 35 bis 45 Barsois zusammen! Dies bei einer Rasse mit einer Schulterhöhe von 70 bis 75 cm! Grenzt dies nicht auch schon an Animal Hoarding? Ist dies noch als artgerecht für eine Windhundrasse zu bezeichnen? Der ÖKV ist und war darüber immer informiert und hat gegen eigene Statuten gehandelt, nur um einzutragen! Liegt etwa hier der Hund begraben? Geht es um Eintragungszahlen und damit auch um Geld? Jetzt lese ich plötzlich in WUFF von den guten ­Vorsätzen, in Wirklichkeit wird aber ganz anders gehandelt! Einen Kommentar ab­zugeben ist leicht, danach zu handeln ist etwas anderes.
Ing. Kurt Radnetter
A 7551 Stegersbach

Seriöse Züchter kämpfen gegen Windmühlen
Ihren Beitrag über die Kleinhundezüchterin las ich mit äußerst gemischten Gefühlen. Wie aus dem Artikel klar erkennbar ist, ist die Selbstreinigungskraft österr. Hundezuchtvereine sehr oft nicht vorhanden. Dennoch gibt es auch ZüchterInnen, die ihre Aufgabe ernst nehmen und oft genug bei „ihren“ Zuchtvereinen gegen die sprichwörtliche Wand laufen. Für einen großen Teil der HundezüchterInnen ist die Zucht ein Hobby, und alle kritischen HundezüchterInnen, die ich kenne, geben über kurz oder lang auf, in „ihren Vereinen“ gegen Windmühlen zu kämpfen. Sie investieren die Zeit wesentlich lieber und auch besser in ihre Hunde(zucht). Diese ZüchterInnen, die meist auch weniger Würfe haben, sind nicht so präsent. Sie werden bei solchen Reportagen allerdings „mit dem Bade ausgeschüttet“, denn was hängen bleibt ist: „Die Rasse­hundezucht in Österreich ist schlecht.“

Ebenso wichtig ist es, WelpeninteressentInnen klar zu machen, dass sie Massenzuchten fördern und fordern, wenn sie ihren Welpen „sofort“ haben wollen. ZüchterInnen, die nur alle paar Jahre einen Wurf haben, sind immer wieder mit Menschen konfrontiert, die nicht warten wollen. Das weckt in so manchem Anfänger oft erst die Idee, doch „einfach mehr zu züchten“ und man behält sich – weil man sie ja nicht extra zukauft – vielleicht mehr Hunde als man ursprünglich geplant hat.

Es ist dringend notwendig, dass die FCI-Strukturen erneuert werden und im 21. Jahrhundert ankommen. Manche Länder sind schon sehr weit gekommen, Österreich hinkt leider in zu vielen Bereichen hinterher. Verhindert werden können solche Vorfälle nur mit einem starken ÖKV, der verantwortungsvolle ZüchterInnen fördert und sich auf die Möglich­keiten besinnt, die er als monopolistischer Vertreter der FCI in Österreich durchaus hat. Das benötigt aber auch Persönlichkeiten mit Profil, Mut und Stärke, das gelingt nur mit viel Arbeit und unangenehmen Schritten.
Margot Renate Dimi
A 3541 Senftenberg

ÖKV-Gütesiegel wertlos?
Ich war 17 Jahre lang Züchterin von Belgischen Schäferhunden innerhalb des ÖKV. Meine Zucht hatte das ÖKV-Gütesiegel „vorbildliche Zuchtstätte“, und ich möchte zur Aussage der ÖKV-Zuchtreferentin im WUFF-Artikel Stellung nehmen: Die Dame erklärt im Interview mit WUFF, der ÖKV würde nicht selbst Zuchtstättenkontrollen durchführen, mit Ausnahme von Zuchtstätten, die ein spezielles Gütesiegel tragen. Voraussetzung für dieses Gütesiegel ist die Erfüllung bestimmter, vom ÖKV vorgeschriebener Auflagen, die über die Zuchtstättengenehmigung der einzelnen Rassehundeklubs hinausgehen. Diese Kon­trollen müssen vom ÖKV jährlich durch spezielle Kontrollorgane durchgeführt werden und werden dem Züchter mit einer Jahresgebühr verrechnet. Sollten durch Veränderungen in der Zuchtstätte die Auflagen nicht mehr erfüllt sein, kann dem Züchter bei der nächsten Kontrolle das ÖKV-Gütesiegel wieder aberkannt werden. Das wäre an sich eine sehr gute Einrichtung, um Welpenkäufern zu garantieren, dass Zuchtstätten mit Gütesiegel für vorbildliche Haltung der Zuchttiere und Aufzucht der Welpen stehen. Leider hat sich im Laufe der Zeit heraus­gestellt, dass dieses Gütesiegel nicht das Papier wert ist, auf dem es steht.
 
1996 wurde mir das Gütesiegel vom ÖKV zuerkannt und die nachfolgenden zwei Jahre kam auch ein Kontrolleur, der wieder alles genau begutachtete und in seinen Unterlagen vermerkte. Das war aber auch schon alles für die nächsten 9 Jahre, denn danach ist niemand mehr erschienen, obwohl die Jahreskontrollgebühr regel­mäßig mittels Rechnung ins Haus kam. Während dieser Zeit habe ich meinen Wohnsitz verlegt und somit auch die Zuchtstätte. Die Rechnung kam zwar prompt an die neue Adresse, aber kein ÖKV-Beauftragter machte eine Kontrolle, ob auch am neuen Standort die Voraussetzungen für das Gütesiegel erfüllt werden. Es stimmt also keinesfalls, dass in Zuchtstätten mit Gütesiegel solche Hundezuchtskandale wie im Fall Marksteiner nicht passieren können! Wenn in 11 Jahren nur die ersten 3 Jahre eine Kontrolle stattfindet und dann nie mehr, kann man sich vorstellen, wie hoch das Risiko ist, dass auch eine anfangs vorbildliche Zuchtstätte durch widrige Umstände zur horrorähnlichen Vermehrungsstation wird – dies mit „ÖKV-GÜTESIEGEL“ auf den Ahnentafeln der Welpen!
Christiana Bruckner
A 3595 Atzelsdorf

Wer übernimmt ­Verantwortung?
Vielen Dank für den Artikel zum Fall Marksteiner bzw. zum Umfeld. Ich habe mir erlaubt, aus dem Heft zu zitieren und meine Sicht der Dinge darzulegen, was den ÖKV betrifft: http://www.windhund.eu/news/­archives/773
Als gelernter Österreicher gehe ich natürlich davon aus, dass sich nichts
ändert und niemand zur Verantwortung gezogen wird. Trotzdem werde ich wie immer versuchen, innerhalb meiner Möglichkeiten persönlich S­tellung zu beziehen und auf die V­ereine einzuwirken.
Ing. Harald Martin
A 3541 Senftenberg

WUFF ist mutig!
Sehr geehrter Herr Dr. Mosser!
Ich habe mit Begeisterung Ihren Artikel in der Wuff gelesen. Es ist schön, dass Sie die ganze Geschichte, ohne etwas zu beschönigen, gedruckt haben. Andere Medien hatten nicht den Mut dazu. Vielen herzlichen Dank dafür. Es ist jetzt wirklich an der Zeit, etwas zu ändern, und dies möglichst schnell. Als Mitglied eines Tierschutzvereins musste ich schon sehr oft ­feststellen, dass Amtstierärzte nicht wirklich ­interessiert sind, bei Problemfällen etwas zu unternehmen. Ich hoffe, dass das Vorgehen der Amtstierärzte im Fall Marksteiner nicht ohne Folgen bleibt. Sie werden von unseren Steuer­geldern bezahlt, also sollen sie auch ihren Job machen. Ich bin optimistisch und glaube fest daran, dass Ihr Artikel dazu beitragen kann, dass Menschen jetzt wissen, wenn man schon den Ämtern nicht trauen kann, so gibt es trotzdem Wege, sich Gehör zu verschaffen. Nämlich bei WUFF! Für mich sind sie ein „Held“ , der sich nicht für Ruhm, sondern für Tierleid interessiert und der sich nicht scheut, das Kind beim Namen zu nennen.
Carola Noiges
A 4802 Ebensee

Richtigstellung
Ich wurde zitiert, dass ich ­angeblich gesagt haben soll: „Für Frau ­Marksteiner gibt es keine ­Sanktionen, sie bringt dem Klub enorm viel Geld.“ Ich verwehre mich ganz ent­schieden gegen dieses Zitat! Ich war zur damaligen Zeit Präsident des Österr. Zwerghundeklubs und ich war der­jenige, der immer versucht hat, im Fall Marksteiner Lösungen zu finden. So war ich einige Male selbst vor Ort und habe mit Frau Marksteiner ­lange Gespräche geführt. Auch wurde der Amtstierarzt informiert, jedoch habe ich als Aussage bekommen: „Ja, wir kennen Frau Marksteiner und wir beobachten den Fall.“ Ich weiß nicht, wer Ihnen dieses falsche Zitat zugetragen hat, jedoch ersuche ich Sie auf das Eindringlichste, eine Richtig­stellung zu verfassen.
Robert Blümel
A 1130 Wien

Erschütternd: Alle haben zugeschaut

Das ganze Sytem gehört verändert.
Es ist auch für mich nicht neu, dass man nicht akzeptiert wird, wenn man dem Rasseklub mit Kritik kommt. Wie man am Fall Marksteiner sieht, ist keiner schuld. Alle putzen sich ab, vom ÖZK-Präsidenten über Zuchtwart, Tierarzt, Amtstierarzt bis zum ÖKV.
Es ist mir schlecht geworden, als ich das gelesen habe. Bevor sich einer Züchter nennen darf, müsste er eine vom ÖKV organisierte Schulung plus Prüfung absolvieren und maximal 10 Zuchthunde, womöglich der­selben Rasse, im Stand haben. Und der ­Rasseklub müsste regelmäßig un­angemeldete Kontrollen durch­führen.
Anna Ungerböck
A 3482 Gösing am Wagram


Zuchtstätte Marksteiner:
Kein Einzelfall!

Ich dachte mir immer, dass wenn man einen Hund bei dem Züchter eines anerkannten Zuchtverbandes kauft, gut aufgehoben wäre und darauf vertrauen kann, dass die Qualität (u. a. die Haltungsbedingungen) gesichert sind. Als ich mir vor 2 Jahren einen Chihuahua kaufte und mich im Vorfeld informierte, wurde mir eine Züchterin in Wien, Frau E., empfohlen. Als ich mich dort als Interessentin vorstellte, kamen mir manche Dinge seltsam vor. So durfte ich die Zuchtstätte nicht betreten und mir wurden vor dem Gebäude der Zuchtstätte zwei Welpen zur Auswahl in die Hand gedrückt. Ich hätte damals wohl auf mein Bauch­gefühl hören sollen. Doch im Ver­trauen auf die Empfehlung des Zuchtverbandes nahm ich einen der Welpen mit. Der Kleine stank und war stark verdreckt. Seine Augen waren verklebt und er war auffallend ängstlich. Viele Tierarztbesuche (Parasiten, Durchfall usw.) folgten. Auch sein Verhalten machte mir Sorgen. Er knurrte jeden Menschen an und reagierte panisch auf Geräusche. Zum Glück haben wir alles soweit in den Griff bekommen. Doch nie wieder würde ich mir einen Hund dieser Züchterin nehmen und am liebsten würde ich jeden warnen, der vorhat, sich dort einen Hund zu kaufen. Dass ich mit meinen Erfahrungen mit einem Hund von Frau E. nicht alleine bin, bestätigte sich bei zu­fälligen Hundebekanntschaften in der Hundezone. Warum kann es so etwas geben? Da bemühen sich Tierschützer mit ihrer Aufklärungs­arbeit vor „Kofferraumkäufen“ usw. zu warnen, und dabei kann man als verantwortungsbewusster Hundekäufer nicht einmal darauf vertrauen, dass österreichische Züchter in Ordnung sind. Ich möchte nicht wissen, wie viele dieser unseriösen Züchter unter dem Deckmantel der Zuchtverbände auf dem Markt sind!
Sarah Burgmeier
A 1230 Wien

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