Clickern - steh auf der Leitung

Lia111

Super Knochen
Ihr Lieben!

Seit Ewigkeiten habe ich wieder vor, zu clickern.

Mein Ziel: Dem ewig keifenden Mops beizubringen, beim Füttern nicht zu keifen :rolleyes:.

Man muss sich das so vorstellen: Sobald ich Richtung Futterkübel gehe, fängt sie an, sich im Kreis zu drehen und wie irre zu bellen. Durchgehend. Bis ich ihr das Futter hinstelle. Das Problem dabei ist, dass wir insgesamt vier Hunde haben und das etwas mühsam ist, weil alle anderen brav warten, nur sie wie eine verrückte dazwischen herum rennt und ich das ungerecht den anderen drein gegenüber finde.

Was wir schon probiert haben:

Wegsperren - geht gar nicht. Das macht sie nur noch narrischer, da bellt sie wie verrückt und kriegt sich gar nicht mehr ein.
Am Platz schicken - funktioniert. Allerdings sitzt sie dann auf ihrem Platz und keift weiter und dreht sich dort im Kreis.
Auf's Fensterbrett setzen (in der Hoffnung, dass sie auf Augenhöhe mit mir ruhiger ist) - Fehlanzeige

Was ich sowieso mache ist, dass ich warte, bis sie ruhig ist, bevor ich ihr das Futter hinstelle und sie sitzen und warten muss. Das geht auch gut. Aber die Zeit davor, während ich das Futter herrichte, ist fürchterlich.

Nun dachte ich mir, dass ich ihre Morgenration per Hand füttere und zwar mit dem Clicker. Sie muss sich konzentrieren und mich ansehen und sitzen und wenn sie das macht, gibt's Click und Belohnung. Das funktioniert inzwischen sehr gut. Aaaaber wie weite ich jetzt die Abstände zwischen den Leckerlies aus? Ich möchte, dass sie lernt, dass es nichts gibt, wenn sie sich aufregt und bellt. Und das tut sie sofort, wenn ich nicht schnell genug bin mit dem nächsten Keks. Mein Ziel wäre, dass sie lernt, zu warten. Wurscht ob beim Futter herrichten, beim Leckerlie verteilen oder beim Training. Sie zuckt ständig aus, wenn sie nur denkt, es gäbe etwas. Das ist etwas mühsam :eek:

Nun meine Frage:
Ist Clickern da das Richtige?

Und falls ja: wenn sie sitzt und mich ansieht, clicke ich und werfe das Leckerlie. Wenn ich jetzt den Zeitraum hinauszögern möchte, clicke ich trotzdem sofort und warte dann etwas mit dem Keks oder warte ich länger mit dem Click und gebe das Keks sofort?

Ich hoffe, ihr könnt mir folgen und habt ein paar Tipps für dieses (zugegebenermaßen nie erzogen wordene Ding, das da bei mir wohnt).

Lieben Gruß

Cony
 

Chiwest

Super Knochen
Ich kann dir zum Klickern keine Tipps geben, aber vielleicht tröstet es dich ein bißchen, wenn ich dir berichte, daß sich Hexi (die auf dem Avatarbild) genauso wie den Mops benimmt, während mein zweiter Chi, Yana, ganz ruhig sitzt und wartet, bis ich die Schüsserl auf den Boden stelle.

LG Ulli
 

Cato

Super Knochen
Das mit der Verlängerung der Zeitdauer geht eigentlich gut. Bei meiner Betelgueze habe ich nicht mit Futter, sondern mit Spielzeug "Revier" geübt, sprich verbellen. Verbellen auf Kommando und dann "ruhig". Das "ruhig" am Anfang nur kurz, dann länger. Das lässt sich sicher auf Futtervorbereitungsdauer ausdehnen.

Belohnung (mit oder ohne Click) kommt aber immer erst am Ende! Dazwischen kann man ja bestätigende ( ruhige ) Lobesworte einbauen, je nach Hund. Bei manchen hilft es, durchzuhalten, andere macht es eher ungeduldig. Das muss man ausprobieren.
 

Lia111

Super Knochen
Futter herrichten, mit Hunden noch eine Runde gehen und dann erst füttern schon probiert ?
Das hab ich mir auch schon überlegt. Fand ich nur ungerecht den anderen gegenüber. Aber da müssen sie wohl dann alle durch. Mhhhh. Der Lerneffekt wäre sicher ein guter, denn jetzt hat sie das schon dermaßen intus. Wenn ich Richtung futterkübel gehe, rinnt ihr schon der Speichel bis zum Boden :rolleyes:
 

DOJO2

Super Knochen
Hallo

Gleich mal vor weg , ich kann Andrea nur zustimmen .

Ja , es ist nervig wenn der Hund keift , weil er etwas will .
Nur hat man sich das nicht selbst angefangen bzw dem Hund unbewusst
anerzogen . ? Egal jetzt ob von dir oder den Vorbesitzern .
Der Hund hat gemerkt das er mit dem Keifen etwas erreicht und der/die
Besitzer/in ihm nichts entgegen zu setzen hat .
Ich denke , was die Stimme nicht schafft .... schafft auch kein Cliker .

Hier ist einfach eine Umstellung bzw ein Umdenken des Menschen
erforderlich . Dazu die nötige Konsequenz .
Das bedeutet einfach den Tagesablauf zu verändern .
Wenn man zum Futterkübel geht , soll das noch lange nicht bedeuten ,
das er auch welches bekommt . Den wenn man zum Futterkübel geht
und der Hund beginnt bereits zu keifen ... man gibt ihm das Futter nur
damit die Keiferei aufhört , so hört er zwar auf weil er frisst .. man hat
aber das Keifen , bestätigt .
Er sieht also keinen Grund damit aufzuhören , weil er ja was erreicht .

Leider wurde nicht geschrieben , wie oft am Tag gefüttert wird .
.
 

Lykaon

Super Knochen
Futter herrichten, mit Hunden noch eine Runde gehen und dann erst füttern schon probiert ?
"Ab ins Bett - ich muss erst kochen!"

Wir sind zwar keine dauerkeifenden (Zu)Kleinhunde. (Wahr spricht der Volksmund: Je kleiner der Köter, desto eher ist er eine Keifen.)
Ein guter Hund bellt nicht, denn der Lärm könnte das Wild verscheuchen.

Aber wir SABBERN. Der Sabber ist auf Fliesen gesundheitsgefährdend.

Also gehen wir ins Bett. Dort zelebrieren wir die kephalische Phase der Verdauung und trensen in eine alte Decke. (Dies hilft u.a. vorbeugend auch gegen Durchfall und Magendrehung.)

Erst nach 30 Min. Bettruhe dürfen wir zur Schüssel rasen und das Futter einatmen. (Dauer 10 Sekunden. Höchstens. Leider. Da hilft kein Ball im Napf, keine großen Stücke, gar nichts.)

Während der Bettruhe sind wir auffallend brav. Wir gehen absolut freiwillig in diese Auszeit, sofort nach dem Spaziergang. (Laut Meyer-Zentek sollen 30 Minuten zwischen Anstrengung und Fütterung liegen...) Völlige Stille, wenn man vom Magengluckern absieht.
 

Lia111

Super Knochen
"Ab ins Bett - ich muss erst kochen!"

Wir sind zwar keine dauerkeifenden (Zu)Kleinhunde. (Wahr spricht der Volksmund: Je kleiner der Köter, desto eher ist er eine Keifen.)
Ein guter Hund bellt nicht, denn der Lärm könnte das Wild verscheuchen.

Aber wir SABBERN. Der Sabber ist auf Fliesen gesundheitsgefährdend.

Also gehen wir ins Bett. Dort zelebrieren wir die kephalische Phase der Verdauung und trensen in eine alte Decke. (Dies hilft u.a. vorbeugend auch gegen Durchfall und Magendrehung.)

Erst nach 30 Min. Bettruhe dürfen wir zur Schüssel rasen und das Futter einatmen. (Dauer 10 Sekunden. Höchstens. Leider. Da hilft kein Ball im Napf, keine großen Stücke, gar nichts.)

Während der Bettruhe sind wir auffallend brav. Wir gehen absolut freiwillig in diese Auszeit, sofort nach dem Spaziergang. (Laut Meyer-Zentek sollen 30 Minuten zwischen Anstrengung und Fütterung liegen...) Völlige Stille, wenn man vom Magengluckern absieht.
Das klingt nach einem guten Plan. Ich hab das jetzt die letzten Tage zumindest am Morgen durchgezogen. Futter gerichtet, Hunde am Platz geschickt. Das funzt soweit auch ganz gut. Aber sie stehen halt völlig unter Strom und wenn ich nur Richtung Futterschüsseln gehe (die - oh graus - neben der Kaffeemaschine stehen, da muss ich mind. 2 x hin in dieser Zeit *g*) merke ich förmlich, wie mich ihre Blicke durchdringen und das Zittern los geht. Aber gut, es hilft nix. Ich bleibe standhaft.

Clickern werden wir weiterhin. Ich habe das Gefühl, dass es ihr hilft, zumindest ein paar Sekunden inne zu halten und zu lernen, dass das Bellen mich nicht schneller macht. Das hat sie nämlich bei den Vorbesitzern bestimmt gelernt. Je mehr sie bellt, um so schneller wird ihr das Futter gereicht.

Vielen Dank euch!

lg Cony
 
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