Der sprechende Hund

Feline

Super Knochen
sowohl unser Sternen- als auch Jetzthund wollte das Katzenschnurren und -pfauchen erlernen: ohne Erfolg.
Katze hat nie den Versuch gemacht, Hündisch zu erlernen. Hat sie auch gar nicht notwendig: Hund und Menschen folgen ihr aufs Wort :D:D

Spaß bei Seite: ich bin auch der Ansicht, dass unsere Haustier mehr als hingeschmissene "Einwortbefehle" verstehen.
Auf das,was sie zum Zusammenleben und ihrem Wohlbefinden benötigen reagieren sie - uninteressantes überhören sie.

Hunde, Katzen (und alle anderen Tiere) verstehen ihre Artgenossen ja auch über alle Grenzen und Kontinente hinweg.
 

AstridM

Gesperrt
Super Knochen
Das hat auch nie jemand bestritten. ;)
Hat aber eben damit zu tun, dass sie sich auch bzw. vor allem an anderen "Hinweisen" orientieren, als dem gesprochenen Wort und dass sie uns verdammt gut lesen lernen.

Ich texte meine Hunde auch sehr gerne zu. Wär traurig, wenn man mit ihnen nur in einsilbigen Wörtchen kommuniziert (wobei man das - aufgrund von Tonfall, Haltung, Mimik & Gestik ja ohnehin nicht tut). Wenn ich aber etwas dringliches von ihnen einfordere, verwende ich kurze, prägnante Signale, die sie nicht erst filtern müssen.

Es ging zu Beginn aber darum, dass sie unsere Sprache verstehen bzw. sie zwecks Kommunikation mit uns nachzuahmen versuchen und ob sie sie theoretisch lernen könnten. Und nein, das trifft mMn beides definitiv nicht zu.
 

felipe

Super Knochen
Und genau deshalb ist´s für Hund (der sich, selbst mit der durch die Entwicklung bedingte bessere verbale "Begabung" als Wolf sie hat, immer noch mehr über Geruch, Gestik & Mimik orientiert und kommuniziert, als über Lautäusserungen) wesentlich einfacher, Anweisungen/Bitten/Diskussionsgrundlagen/Kommandos (wie auch immer man dazu sagen möchte) in Wörtern formuliert, denn in ganzen Sätzen, aus denen er die relevante Aussage erst herausfiltern muss.

Kann man übrigens auch ganz leicht selbst ausprobieren: ein paar wenige Brocken einer Fremdsprache lernen und dann jemanden bitten, diese paar Brocken in lange Sätze zu verpacken... :D :cool:

Genau darauf wollte ich hinaus: das Kind lernt sprechen (oder Sprachen, weil es bei Gebärdensprachen wahrscheinlich analog ist), wie es - oder auch ein Hund - gehen lernt. Von selbst. Beim Wortverstehen des Hundes ist das nicht der Fall.

Wobei ja auch das kontextbezogene "Verstehen" wie Brigitte es geschildert hat, und wie wir es alle wohl von Hunden kennen, ja auch eine nicht unbeträchtliche kognitive Leistung ist.

Zumindest bin ich dieser Meinung, seit ich festgestellt habe, dass mein Kater, den ich eigentlich für ein recht schlaues Kerlchen halte, ihrer nicht fähig ist.:cool:

Für den fallen vom Frühstückstisch gegen Darbietung einiger Tricks immer einige Brocken ab, manchmal auch - ich muss es in diesem Zusammenhang gestehen, weil das die Beobachtung für mich umso erstaunlicher macht - gegen unaufgeforderte Darbietung. - Er schafft es nämlich nicht (wie von mit erwartet) auf das dem deutschen "Schäm dich" entsprechende [bi schum 'alaik] den so bezeichneten Trick (der einzige ohne Sichtzeichen) auszuführen. Ja, er schafft es nicht einmal mit dem englischen "shake hands", obwohl da die hingehaltene Hand recht eindeutig sein sollte.
 

EvaJen

Super Knochen
Es ist leichter am Beginn des Erlernens einer Fremdsprache, selbst zu sprechen, zu lesen, zu schreiben , das schwierigste ist letztlich das Hören und Verstehen !

Ich hab mal in Jugendjahren mit einer Freundin 1 Jahr lang neugriechisch gepaukt samt Kurs, weil wir einen Sommer in Griechenland verbringen wollten und das auch getan haben, wir waren da auch schon wirklich gut und waren unheimlich stolz darauf uns dort auf griechisch verständigen zu können, nur haben die Griechen dann logischerweise auf griechisch geantwortet und dann wurde es zuweilen schwierig , wir konnten dann allerdings auf griechisch sagen, dass unsere Griechischkenntnisse nicht ausreichen um zu verstehen ... entweder hat man dann versucht zu simplifizieren oder es ging auf englisch weiter ...
 

Tamino

Super Knochen
Natürlich wird es für den Hund eindeutiger sein, wenn ich nur ein Wort verwende, als einen ganzen Satz.

Aber ein Beispiel... wenn wir, wenn Schwiegerpapa zum Essen kommt, sagen: "Kommt er schon?" - rennt Aaron wie von der Tarantel gestochen zur Tür, bellt, winselt, ist total aufgeregt. "Altherrrli" kommt!
Geht auch bei "Jetzt kommt er!" Gleiche Wirkung. Auch bei "I man, jetzt kummt er!" (auf gut Oberösterreichisch)

Anderes Beispiel...Balkontür offen, draußen rennt ein Hund irgendwo vorbei... Aaron rennt auf den Balkon, bellt.
Hier geht sowohl ein knappes "Hier!" als auch "Komm rein da", "Geh, komm wieder rein", "Aaron, komm rein" .... er kommt wirklich. (und das sogar ziemlich zuverlässig!)
Möchtest Du damit unterstreichen, dass der Hund ganze Sätze versteht?

Es hat ja nie jemand bestritten, dass Hund Sätze versteht

wobei nicht vergessen werden darf: Gestik, Mimik, Tonlage, emotionaler Inhalt per Stimme und viele andere kleine Vorzeichen, die man selbst gar nicht wahrnimmt.....

ich brauch meinem Hund nicht sagen, dass Gäste kommen...er weiß das immer.....einfach weil ihm die vielen kleinen Anzeichen nie entgehen.....
 

Ken&Barbie

Super Knochen
Möchtest Du damit unterstreichen, dass der Hund ganze Sätze versteht?

Es hat ja nie jemand bestritten, dass Hund Sätze versteht

wobei nicht vergessen werden darf: Gestik, Mimik, Tonlage, emotionaler Inhalt per Stimme und viele andere kleine Vorzeichen, die man selbst gar nicht wahrnimmt.....

ich brauch meinem Hund nicht sagen, dass Gäste kommen...er weiß das immer.....einfach weil ihm die vielen kleinen Anzeichen nie entgehen.....
Bezüglich kleiner Anzeichen, ich brauche nichts sagen, nehme mir nur einen Kaugummi, schon stehen unsere Hunde parat und warten, dass wir Gassi gehen:eek::D! Ich nehme mir nämlich immer nur dann einen Kaugummi;).
 

calimero+aaron

Super Knochen
Und funktioniert das auch im Kaufhaus, bei der Urstrumpftante oder im tiefsten Wald zu zuverlässig? Oder hat Hund vielleicht viel eher die ganze Situation mit allem drum und dran mit genau dieser einen Aktion verknüpft?
Du, Astrid, jetzt denk aber einmal nach... wie ist es denn bei uns selbst?
Auch wir verstehen doch eher kontextbezogen.
Wenn wir zwei z.B. im Kaufhaus stehen und ich sag zu dir plötzlich: "Jetzt kommt er!" - dann wirst mich auch fragend ansehen... "Häää? Wer soll bitte kommen? " Wenn wir zwei aber auf jemand warten, der sich zum Essen angesagt hat und ich sag: "Jetzt kommt er!" wird dir sofort klar sein, was gemeint ist. ;):D
 

AstridM

Gesperrt
Super Knochen
Bitte, jetzt stellst du dich aber absichtlich an, oder?! :rolleyes:

Du kannst es ja gerne ersetzen durch "Jetzt kommt der Heinzi". Wenn ich sicher weiß, wer der Heinzi ist, werd ich dich im Kaufhaus nicht fragend ansehen, sondern nach dem Heinzi Ausschau halten. Andernfalls höre ich nicht auf die Worte, die du sagst, sondern orientiere mich an der Gesamtsituation - von Sprachverständnis kann dabei dann keine Rede sein.

Wenn ein Hund ein Wort sicher mit einer Aktion oder einem Gegendstand oder einer Person verknüpft hat, dann verbindet er es immer und überall damit. Wenn er das Wort Sitz also sicher mit der Aktion Popo auf den Boden verknüpft hat, wird er er ausführen, wo immer es gerade verlangt wird und wurscht, was der "Auftraggeber" dabei gerade tut. Wenn nicht, hat er vermutlich das verbale Wörtchen alleine eben nicht sicher verknüpft. :rolleyes:


@ Felipe: ich weiß, ich hab dich zitiert, weil ich das nochmal herausheben und dir zustimmen wollte. ;)

Und: Hunde vollbringen ganz großartige Leistungen - ganz ohne dass man ihnen Sprachverständnis oder das angebliche Bemühen, unsere Sprache nachzuahmen oder gar erlernen zu wollen unterstellen muss.
 

Tamino

Super Knochen
Und: Hunde vollbringen ganz großartige Leistungen - ganz ohne dass man ihnen Sprachverständnis oder das angebliche Bemühen, unsere Sprache nachzuahmen oder gar erlernen zu wollen unterstellen muss.
:)Jetzt mal rein gefühlsmäßig:

wieso sollte das denn ein Frortschritt sein...doch nur aus der Sicht, der sehr sehr einseitigen Sicht, des Menschen..

wieso sollten sie uns nachahmen...für mich persönlich eher negativ...

sie haben eine "Stimme, eine Sprache"---und nicht nur Hunde....

sie können damit ihre intellektuellen Fähigkeiten kommunizieren, aber vor allem ihren unglaublichen Gefühlsreichtum...

warum sollte ich mir statt eines Blickes, einer Köperhaltung, einer Geste, eines Lautes

die menschliche Sprache wünschen

wenn ich doch auch so verstehen kann....

statt Vielfalt Einseitigkeit.......
 

EvaJen

Super Knochen
Ich hab letztens versucht meinen Hunden zu erklären, dass ich nach OP zu schwach bin mit ihnen rauszugehen und dass Herrli eh gleich kommt um mit ihnen Gassi zu gehen , aber sie haben es nicht verstanden .... :rolleyes:
 

AstridM

Gesperrt
Super Knochen
:)Jetzt mal rein gefühlsmäßig:

wieso sollte das denn ein Frortschritt sein...doch nur aus der Sicht, der sehr sehr einseitigen Sicht, des Menschen..

wieso sollten sie uns nachahmen...für mich persönlich eher negativ...

sie haben eine "Stimme, eine Sprache"---und nicht nur Hunde....

sie können damit ihre intellektuellen Fähigkeiten kommunizieren, aber vor allem ihren unglaublichen Gefühlsreichtum...

warum sollte ich mir statt eines Blickes, einer Köperhaltung, einer Geste, eines Lautes

die menschliche Sprache wünschen

wenn ich doch auch so verstehen kann....

statt Vielfalt Einseitigkeit.......
Tja... vermutlich weil ein paar ältere Damen gerne ein pelziges Kleinkind daheim hätten. Oder weil manche Menschen zu bequem sind, hündisch zu lernen. *Schulterzuck*

Ich finde die Vorstellung vom "redenden" Hund auch ziemlich gruselig. Und wenn ich dran denke, was ich als Kind so alles ausgeplaudert hab, bin ich mir sicher, dass meine Hunde sich mit privaten Peinlichkeiten nicht hinterm Berg halten würden. :eek:
Ganz zu schweigen vom permanenten "Sind wir schon da? Sind wir schon da?" bei Autofahrten oder "Ich WILL aber jetzt da schnüffeln" *schreibrüllkreischundnochmehrindieLeinehäng* oder den Touretteartigen Schimpftiraden, wenn fremde Artgenossen am Gartenzaun vorbei gehen "!"$%&(&/%%&§*'##+/(&"... :D
 

calimero+aaron

Super Knochen
wieso sollte das denn ein Frortschritt sein...doch nur aus der Sicht, der sehr sehr einseitigen Sicht, des Menschen..
Da könnt ich genauso gut fragen... was sollte denn das für "Fortschritt" (für den Menschen!) gewesen sein, dass Hunde irgendwann anfingen, auch Getreide und Getreideprodukte zu vertragen......
Hätten doch weiterhin selbst auf Jagd gehen können und sich ihr Fleisch erbeuten....

Gottseidank fragt die Evolution nicht uns Menschen, was SIE für sinnvoll erachtet und was nicht! :D
 

Andrea J

Super Knochen
Hunde können sehr gut beobachten und abspeichern und sie können sehr gut Gefühle sondieren...Aufgeregtheit, Grant, Traurigkeit...das alles spüren sie, am Hundplatz habe ich sehr oft erlebt, das Hunde plötzlich unsicher und eher freudlos oder total aufgedreht daher kamen, bei der Arbeit...die Halter wussten nicht wieso...wenn ich dann nachgefragt habe, ob sie grad gestresst von der Arbeit kommen oder ob sie Ärger haben etc. traf da jedesmal zu...und je nach dem wie die Hunde waren, gab es dann die Unsicherheit oder auch die Aufgedrehtheit ...ich habe dann immer empfohlen die Arbeit mit einer kleinen positiven Übung zu beenden und einen langen, langen Spaziergang zu machen...:)

Mein Hund weiß genau wann er mitdarf und wann nicht...es ist unglaublich ...aber es ist wirklich so....Arbeitsrituale kennt sie sowieso..sprich wie ich mich zum Arbeiten herrichte, aber ich fahre ja auch in die STadt..mal mit mal ohne Hund und sie weiß jedesmal ob sie mitdarf oder nicht....ohne Worte übrigens, den ich sag gar nix, richte mich nur her..sie spürt es scheinbar :confused:

Mein Hund kann auch viele Worte von uns einschätzen..gemma...so...wer ma....magst nit...a Runde..spazieren gehen...usw....kennt sie...genauso wie sie weiß, das sie beim letzten Werbespot vom Perfekten Dinner ihr Futter bekommt:cool:...

Aber trotzdem kann sie nur verknüpfte Situationen mit Worten in Verbindung bringen...und nicht aus dem Zusammenhang gerissene..sie wird Spazieren, oder Chappiy oder Keksi immer verstehen...aber würde ich zu ihr sagen," Willst du ein Stück Gulasch zum Essen" würde sie es nicht verstehen :cool:..außer ich würde nach diesem Satz immer ein Stück Gulasch rausrücken, dann würde sie mit der Zeit bei Willst du...schon anstehen:D...dann würde sie mit der Zeit auch bei Gulasch reagieren....Hunde filtern einzelne Worte aus den Sätzen raus...und Verknüfpen das dann mit der Situation...leichter für den Hund ist es, wenn der Mensch Komandos(Bitten, Ansuchen,:cool:) in kurzen Wörtern spricht und immer die gleichen...so muss er nicht zwischen brabbel, brabbel, brabbel das raus filtern, was von ihm erwartet wird...
 

Tamino

Super Knochen
Da könnt ich genauso gut fragen... was sollte denn das für "Fortschritt" (für den Menschen!) gewesen sein, dass Hunde irgendwann anfingen, auch Getreide und Getreideprodukte zu vertragen......
Hätten doch weiterhin selbst auf Jagd gehen können und sich ihr Fleisch erbeuten....

Gottseidank fragt die Evolution nicht uns Menschen, was SIE für sinnvoll erachtet und was nicht! :D
Tja...und was hat Hundezucht mit Evolution zu tun????????

Wenn man so guckt....die Evolution hat nicht dafür gesorgt, dass z.B. das Zebra die Lautäußerung des Löwen nachahmt, lernt.........

sorry, aber nein, man könnte sich nicht genausogut fragen....

denn dass sich durch die Nähe zu Menschen das Fressverhalten von Tieren ändert hat absolut rein gar nix damit zu tun, dass ebendiese Tiere die menschliche Sprache sprechen lernen....
 
Zuletzt bearbeitet:

calimero+aaron

Super Knochen
denn dass sich durch die Nähe zu Menschen das Fressverhalten von Tieren ändert hat absolut rein gar nix damit zu tun, dass ebendiese Tiere die menschliche Sprache sprechen lernen....
Tamino, und ich sage... doch!


Lies bitte das hier noch einmal:

Das bedeute nicht, dass Hunde alles verstehen, was ein Mensch sagt. Aber sie achteten vermutlich darauf, wer etwas wie sagt und was gesagt wird.
Ja, warum sollten sie es eigentlich tun? Wenn sie doch eh unsere Körpersprache lesen, wenn das Vokale anscheinend irrelevant ist....

und trotzdem tun sie's.....

Sichtlich bringt es doch Vorteile, wenn man das, was der Mensch da so von sich gibt, verstehen kann...
 

calimero+aaron

Super Knochen
die Evolution hat nicht dafür gesorgt, dass z.B. das Zebra die Lautäußerung des Löwen nachahmt, lernt.........
Ööööh...das Zebra wurde aber nicht vom Löwen domestiziert, es gab keine Partnerschaft zwischen Zebras und Löwen. Die beiden haben nicht miteinander gewohnt. Sie haben auch nicht miteinander gejagt. Sie haben sich kein Fressen geteilt. ;)
 
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