Gibt´s das?

Spike

Junior Knochen
Hallöchen,

ich habe gestern unser Amtsblättchen (Kropp, SH) bekommen. Siehe da:

11 Verstöße gegen die Gefahrenhundeverordnug wurden festgestellt und geahndet. 5 Verwarnungen wurden ausgesprochen und 8 Bußgelder vergeben.

Zusätzlich wurden in 12 Fällen der Ruhestörung durch Hunde ermittelt. (...)

Also: In ganz Kropp gibt es sage und schreibe 3 sog. Listenhunde. Da ich direkt neben einem Polizisten wohne, der auch genau weiß das ich ohne Maulkorb und Leine gehe, denke ich mal nicht das es sich hier um Listenhunde gehandelt hat!? Waren das nun auf einmal alles böse Wauzis, denuziert durch die neue Verordnung oder gab es die schon immer? Maßlose übertreibung (ich denke mal wenn hier im Ort 30 Hunde wohnen dan ist das viel)?

Einen lieben Gruß (nen, wir stehen nicht auf der Liste!
)
 
O

ottokar

Guest
Sachma,
das hört sich ja gaga an.
Gibts da ein Hundehysteriegefälle von Nord nach Süd, oder habt ihr Nordlichter eure Wauzis weniger im Griff, als wir aus dem wilden Süden??
Bei uns im Ort (BW) wird das alles viel lockerer gehandhabt. Es gibt keine besondere Steuer für sog. Kampfhunde und da die beiden "Kampfhunde" im Ort und deren Halter allseits bekannt und die Hunde gut erzogen sind, laufen die ganauso frei oder angeleint und ohne Maulkorb herum wie alle anderen. (Fast) Niemanden stört's und die ewigen Nörgler werden eh nicht für voll genommen.
Da dieses Kropp ja ein kleines Örtchen sein muss, wenn's da nur 30 Hunde gibt, finde ich das besonders erstaunlich, was bei euch abgeht.
Wenn bei uns einer mit seinem Hund häufig negativ auffällt,bekommt er Besuch von einem Hundeführer der Polizei, der überprüft, wie der Hund gehalten wird und dann, falls nötig, dem Besitzer entsprechende Haltungs-und Erziehungstipps gibt. Vermutlich wird auch Druck gemacht, aber das weiß ich nicht. Als Beobachter bekommt man jedoch mit, dass die Besuche meist gut wirken (aber nix mit Maulkorb und so...)
....auch sonst ist das Klima hier meist besser, sagt jedenfalls die Wetterkarte ....
.
o
 
O

ottokar

Guest
...und noch was....
besonders besch....eiden finde ich, dass die Leute dann im Ortsblatt auch noch an den Pranger gestellt werden.
Vielleicht sollte man mal nachhaken, ob solche Veröffentlichungen, auch wenn die "Täter" nicht namentlich genannt werden, nicht gegen den Datenschutz verstoßen, denn wenn von ca 30 Hundebesitzern 11 öffentlich bezichtigt werden, gegen die Gefahrenhundeverordnung verstoßen zu haben, lassen sich ja spielend leicht Rückschlüsse auf die Namen der Personen ziehen.
Ich kenne zwar euer Landesdatenschutzgesetz nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, das das, was sich eure Gemeindeverwaltung da geleistet hat, rechtens ist, mal abgesehen von der moralischen Schweinerei.
nochmal
o
 

Spike

Junior Knochen
Hallo Ottokar,

stimmt, daß mit dem Datenschutz hatte ich noc gar nicht in Betracht gezogen! Ich kann es irgendwie nicht glauben. Es müssen eigentlich alles "normale" keine Listenhunde sein die dort aufgeführt worden sind.

Ich kenne den Besitzer eines anderen Amstaffs sehr gut, der hätte mit gesagt wenn er auch nur verwarnt worden wäre. Bleibt also noch ein Hund überig. Der soll die 11 Verstöße ausgelöst haben? Ich bin mir sicher das es nur 3 Listenhunde gibt, daß wurde nämlich auch im Ortsblatt veröffentlicht. Allerdings mit dem Zusatz: Noch kein Hund ist in irgendeiner Form aufgefallen.

Also müssten das ja dann Verstöße von gefährlichen Hunden sein, also Hundebisse o.ä.. Und das passiert innerhalb von knapp 6 Monaten?


Muß das OA mir die Akten offenlegen oder kann ich da die Ursachen hinterfragen? Weiß da jemand Genaueres?

Lieben Gruß
 
O

ottokar

Guest
Hi Spike,
ich kann mir nicht vorstellen, dass das OA dir irgendwas offenlegen muss. ABER:
Ein leiser, freundlicher aber SEHR BETROFFENER Brief an den/die
Datenschutzbeauftragte(n) des Landes mit Durchschlag an Landrat und Bürgermeister, evtl. auch einen Abgeordneten, Kreisrat etc(kurz, an all die Hanseln, die wieder gewählt werden wollen) PERSÖNLICH, wirkt meist Wunder. Selbst dann, wenn rein rechtlich nichts zu machen ist. Den Effekt verstärken würde natürlich, wenn möglichst viele betroffene Hundebesitzer das Schreiben unterzeichnen würden. Als Sahnehäubchen kann man sowas dann auch noch auf der Leserbriefseite der regionalen Presse veröffentlichen! Vielleicht, wenn keine oder die ungewünschte Reaktion kommt.
Die Methode funzt meistens, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Aber: Nicht rebellisch lospoltern, da machen die meisten die Klappe dicht.
Die laute Methode mit Trara sollte man nur anwenden, wenn man eine Demo von mindestens 50000 Leuten zusammenbringt. Ansonsten: "Von hinten durch die Brust ins Auge".
Ich wünsche dir und deinen Mitbetroffenen viel Erfolg und würde mich freuen, wenn du mal berichtest, was aus der Sache geworden ist.
 
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