Hund weint

angie52

Super Knochen
Das Verhalten meiner Hündin kann ich mir nicht erklären. Seit ca. 1 Stunde heult sie, trägt ihr Spielzeug herum, das ihr normalerweise total egal ist, wie sie es damals in der Scheinträchtigkeit getan hat, bevor wir sie sie kastrieren haben lassen.
Vor ein paar Monaten wurde bei ihr Demenz diagnostiziert, was mit Medikamenten behandelt wird. Aber ich zweifle ... Damals kam Herrli sehr krank und pfegebedürftig nach Hause. Nach 14 Tagen fing das an. Mit Hunti war dann mit der Zeit und den Medikamenten auch wieder alles in Ordnung. Bis er wieder so krank wurde und vor 3 Wochen verstorben ist.
Kann das sein, dass sie jetzt Verlustängste hat, oder irgendwas spürt, dass was mit mir gesundheitlich nicht in Ordnung ist?
Nach einer kurzen Kuschelpause liegt sie schon wieder da draußen und weint. Kann es sein, dass sie erst nach 3 Wochen trauert? Immerhin hatte sie ja die ganze Aufregung und versuchte Rettung mitbekommen ...
 

OldHag

Super Knochen
Eva, lass dir und ihr Zeit und Raum zum Trauern. So langsam kommt der Alltag für alle anderen zurück, und ihr beide seid vlt. auch wieder mal auf Euch alleine gestellt- Natürlich spürt sie, dass etwas nicht in Ordnung ist und du anders bist. Wenn ich von meinem demenzkranken Vater ausgehe, der auch auf kleine Veränderungen mit Zorn oder Unsicherheit reagiert, dann kann es schon möglich sein, dass ihr die alte Ordnung, die alten Rituale fehlen. Vielleicht hilft es ja, wenn ihr zusammen neue Rituale einführt. Und vielleicht auch zusammen weint - nichts ist tröstlicher als in ein weiches Hundefell zu weinen - für mich jedenfalls-
 

angie52

Super Knochen
Die alten Rituale .. waren nur, dass Herrli in der Früh zu viele Leckerlis gegeben hat ....sonst hat sich ja für Hundi nicht so viel geändert. Gassi gehen war auch wie immer, und dass Herrli zuletzt eben nicht immer da war, weil oft im Spital, war auch schon "normal". Jetzt liegt sie da im Garten und weint nach einer kurzen Kuschelpause.
Wobei ich dazu sagen muss, dass sie überhaupt nicht so ein Kuschelhund ist. Aber die Bindung zu Herrli war wohl doch mehr als gedacht.
Sie weint jedenfalls immer noch in unserem Garten mit Unterbrechungen, wenn sie schläft..
 

Cato

Super Knochen
Ich wünschte ich könnte helfen. Aber mir fällt auch nix ein, ich vermute schon, dass es mit der (beginnenden?fortgeschrittenen?) Demenz zu tun hat.
 

Conny30

Super Knochen
Nach einer kurzen Kuschelpause liegt sie schon wieder da draußen und weint. Kann es sein, dass sie erst nach 3 Wochen trauert? Immerhin hatte sie ja die ganze Aufregung und versuchte Rettung mitbekommen ...
Es tut mir sehr leid für Euch, dass Dein Mann verstorben ist. Ich wünsch Dir die Kraft, die Du jetzt brauchst und vor allem, dass mit der Zeit die schönen Erinnerungen an ihn, die Traurigkeit überwiegen.
Manche Tiere trauern recht intensiv, wenn sie eine Bezugsperson verlieren und nachdem Eure Hündin ja schon älter ist und daher wohl viele Jahre auch an der Seite Deines Mannes verbracht hat, kann ich mir gut vorstellen, dass das der Fall ist.
Im Prinzip gibt's ja nicht viele Möglichkeiten. Entweder sie fühlt sich aus gesundheitlichen Gründen nicht wohl (was sie aber wahrscheinlich eher anders zeigen würde) oder sie trauert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie mit ihrem Weinen (und vielleicht sogar auch mit dem Herumtragen des Spielzeugs) versucht, Deinen Mann auf sich aufmerksam zu machen und zu "rufen".
Ich kann mir vorstellen, dass es für Dich zusätzlich belastend ist, Deine Hündin weinen zu sehen. Aber umgekehrt betrachtet - am Traurigsten wäre es doch, wenn ein Mensch gehen müßte und die Hinterbliebenen würden nicht um ihn weinen und trauern. Auch wenn das natürlich primär für Menschen gilt, aber das Trauern Deiner Hündin zeigt, dass die Beziehung zwischen ihr und Deinem Mann intensiv, ehrlich und etwas Wertvolles war.

Liebe Grüße, Conny
 

angie52

Super Knochen
Ach Conny, jetzt bringst du mich wieder zum Weinen, aber vielleicht ist das gut so.

Heute ist Lonna wieder einigermaßen "normal", GsD. Gesundheitliche Probleme konnten es nicht sein. So oft, wie wir im vergangenen Herbst in der Tierklinik waren, um sie durchzuchecken, waren wir im ganzen Hundeleben davor nicht. Einige Auffälligkeiten, aber nichts, was nicht altersbedingt erklärbar und dementsprechend harmlos war. Einen Tumor am Ellbogen mussten wir entfernen lassen, war aber gut abgekapselt und ist kein Problem mehr.

Die Demenz wird schon mitspielen, und ja: ein Husky ist kein Ein-Mann/Frau-Hund. Der braucht die ganze Familie. Vielleicht hat sie erst jetzt begriffen, dass Herrli nicht wiederkommt.
 

calimero+aaron

Super Knochen
Eva - zuerst einmal - mein Beileid! Ich glaube schon, dass sie trauert. Gib ihr die Zeit dafür. Aaron jammert auch ständig. Aber ich denke auch nicht, dass er Schmerzen hat (ein Schmerzmedikament genommen, macht gar keinen Unterschied, er jammert trotzdem) Er ist sicher dement. Sind wir draußen geht es. Auch eine Zeit danach, denn dann ist er müde. Er hört nichts mehr, er hat grauen Star und dürfte nicht mehr so viel sehen. Oder verschwommen halt. Für dich und Lonna alles Liebe!
 
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