hundeleben 12.45 in nord 3

Waldi

Junior Knochen


hat das heute jemand von euch gesehen ????
zu sehen war ein beitrag den ich aber nicht so ganz glauben konnte, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

die sozialisierung eines hundes in einer hundeschule, der angriffslust gegenüber anderen hunden und auch menschen zeigt.
es wurden von diesem hund schon mehrfach hunde und menschen angegriffen.
jetzt kommt das unglaubliche. dauer der sozialisierung: 10 (!?!) tage.

das heisst also das man einen hund, der mehrfach zu agressionen neigt so einfach in 10 tagen wieder zu einen kleinen schoßhund macht ?? wenn ich ehrlich sein soll kann ich mir das nicht ganz so vorstellen, oder zumindest nicht so leicht vorstellen wie es in diesem beitrag dargestellt wurde.

das würde dann für mich also bedeuten das man in deutschland viele dieser hunde umsonnst tötet, da sie ja wieder sozialisiert werden könnten, und das noch dazu in 10 tagen.
hier wiederspricht sich doch das eine mit dem anderen. einerseits werden hunde ganzen familien weggenommen um sie zu tötan, anderer seits redet man von rascher sozialisierung. ich kapier die ganze sache nicht ganz.
 

gundula.zschocke

Anfänger Knochen
Hallo Waldi,
habe nur den letzten Abschnitt gesehen. Das war aber der wohl wieder resozialsierte Hund.
Dieser hatte Angriffe auf Artgenossen gefahren und gewildert richtig?
Erreicht wurde die Resozialsation????? mit einem Teletack. Ich bin bei diesen Geräten sehr zwiespältig. Ein solches Gerät darf, wenn überhaupt, nur in die Hände eines Fachmannes und dann auch nur ganz kurze Zeit.
Wir hatten in der Nachbarschaft auch einen Rüden, der nach einer solchen Behandlung wieder auf seine vierbeinigen Artgenossen losgelassen wurde. Diese Behandlung war aber nicht ´dauerhaft.
Ich meine, es muß auch anders gehen. Bei einem ausgeprägten Jagdtrieb ist ein solches Gerät manchmal die Rettung vor dem ewigen Leinenzwang. Aber wie gesagt, ich bin da sehr gespalten.
Habe vor 20 Jahren mal einen Schäferhund auf dem Platz erlebt, der nur mit Teletack im Schutzdienst geführt werden konnte, weil er dem Figuranten sonst den Garaus gemacht hätte. Solch ein Tier gehört für meine Begriffe erst gar nicht in den Schutzdienst.
Ich weiß nicht, ob manche Leute es sich mit der Erziehung mittels solcher Hilfsmittel nicht einfach zu leicht machen. Heute hat man von der Hundeerziehung eine andere Auffassung und auch das Stachelhalsband, als ständigen Starkzwangmittel, ist nicht mehr favorisiert.
Du hast sicher auch gehört, daß der Erfolg evtl. bei dem Hund nur von kurzer Dauer ist und die Prozedur wiederholt werden müßte.
Wenn es so einfach wäre, würden alle Hunde die liebsten Schäfchen der Welt sein. Aber ich denke, es sind komplexe Wesen und es gilt immer wieder, ich muß lernen und nicht der Hund. Vielleicht sollte Herrchen mal Stromstoß erproben. Hilft sicherlich auch beim Denken.
Gruß Gundula
 

Murx

Anfänger Knochen
Ich habe den Beitrag leider nicht gesehen. Ich nehme an, der Hund wurde nur unter dem Einfluß seines Ausbilders gezeigt. Dann ist erstaunlich, daß sie trotz Teletak so lange gebraucht haben, den Hund zu "resozialisieren".
Ich habe genügend falsch gehaltene Hunde wieder gerade gebogen, die vorher bissig waren, Raufer waren und/oder Wild gehetzt haben. Meistens waren das reine Rangprobleme. Wo der Hund die erste Position in der Familie einnimmt, muß man sich über Fehlverhalten nicht wundern.
Diese Hunde hatte ich ganz ohne Teletak innerhalb von drei Tagen "resozialisiert", eine Bekannte, die auch Hunde für andere ausgebildet hatte, sprach sogar von nur zwei Tagen ohne Teletak!
Für die Ausbildung allerdings des anderen Endes der Leine haben wir dann bis zu einem halben Jahr investiert, um die Hundehaltern zu Hundeführern werden zu lassen. Ansonsten hätten die Hunde die erste Position innerhalb kurzer Zeit wieder inne gehabt - Ausbildung hin - Ausbildung her.
Ich nehme nicht an, daß das mit dem Hund im Beitrag anders war.
Also, wo bleibt die Resozialisierung?

Gruß Murx
 
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