In Memoriam Kurt Radnetter

Itundra

Super Knochen
War grad etwas geschockt, als ich die Nachricht auf der ÖKV Seite gelesen hab. Er war ja hier auch recht aktiv als Mitglied!

RIP Kurt :(

In Memoriam Ing. Kurt Radnetter

Zwar war die Schwere seiner Erkrankung bekannt, so war doch die Nachricht vom Tode des langjährigen ÖKV Vizepräsidenten Ing. Kurt Radnetter dennoch überraschend. Er ist am 23. September 2013 im 67. Lebensjahr verstorben.
Die Vielzahl seiner kynologischen Leistungen aufzuzählen ist nicht lückenlos möglich. Die Eckpunkte der 16 jährigen Laufbahn als ÖKV Vorstandsmitglied seien aber nachstehend wiedergegeben.
Im Jahr 1987 wurde Kurt in das Redaktionsteam der UH berufen, ein Jahr später hat er die Chefredaktion der Zeitung übernommen. Es kam zu einem inhaltlichen Neubeginn und der redaktionelle Teil wurde vierfärbig gedruckt. Nach der Jahrtausend-Wende übernahm er abermals die Chefredaktion, seine Tätigkeit gipfelte in den Hochglanz-Ausgaben des Magazins mit extravaganten Titelfotos.
Seine große Liebe galt immer dem Ausstellungswesen, für das er ab 1988 verantwortlich zeichnete. Hier kam es in den folgenden Jahren zu umfangreichen Reformen bis hin zum heutigen positiven Erscheinungsbild österreichischer Hundeshows. Durch seine Tätigkeit als Richter der FCI Gruppen III und X konnte Ing. Radnetter viel Neues im Hundewesen kennen lernen und in Österreich umsetzen. Als Beispiel seien die Weiterentwicklung des Ehrenringes und seine legendären Moderationen genannt.
1996 wurde mit der FCI Welthundeausstellung Wien-Budapest ein Highlight durchgeführt, das trotz Hitze und manch organisatorischen Problemen viel Lob für Ing. Radnetter und den ÖKV brachte. Die Euro Dog 1999 in Tulln war ein wichtiger Erfolg auf allen Linien, der auch zu einem positiven finanziellen Resultat führte. Unter seiner Mithilfe gelang es auch, die EuroDog 2005 wieder nach Österreich zu holen und Ing. Radnetter sollte auch wieder Ausstellungsleiter sein.
Als Sporthundereferent konnte Kurt mit der Veranstaltung der Agility WM in Linz 1995 einen sportlichen und organisatorischen Erfolg verbuchen. Die Kosten konnten aber nicht abgedeckt werden. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Ing. Radnetter auch als ÖKV Generalsekretär tätig war und den ÖKV als Vizepräsident vier Jahre lang mit führte.
Mit großem Eifer hat er die Entscheidung, ein eigenes Haus für den ÖKV zu erwerben, positiv beeinflusst. Er war von der Zweckmäßigkeit und Effizienz überzeugt und sah in dieser Entscheidung auch ein Symbol für die stetige Aufwärtsentwicklung und den gestiegenen Stellenwert des Hundes in unserer Gesellschaft.
Für all seine Verdienste um die österreichische Kynologie wurde Ing. Kurt Radnetter mit dem „Silbernen Verdienstzeichen“ der Republik Österreich ausgezeichnet und erhielt durch die ÖKV Generalversammlung die „Goldene ÖKV-Ehrennadel“ verbunden mit der ÖKV Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Kurt ging mit viel Enthusiasmus und Energie an seine Aufgaben heran, war aber manchmal von seinen Ideen so überzeugt, dass er gemäß Selbsteinschätzung dazu neigte „aus dem Bauch“ heraus zu reagieren. Eine Tatsache, die die Zusammenarbeit mit ihm nicht immer leicht machte. In Kenntnis um seinen Gesundheitszustand zog er sich schließlich 2003 aus der operativen Tätigkeit zurück, um jüngeren und vor allem gesünderen Kollegen Platz zu machen.
Kurt war ein Kynologe mit Leib und Seele. Der ÖKV wird das Andenken an Ing. Kurt Radnetter immer bewahren und in Dankbarkeit seiner kynologischen Leistungen gedenken.
Dr. Michael Kreiner
 
Oben