Junger Hund zu Senioren ?

Nando

Super Knochen
Meine Beiden sind ca. 11,5 und 10,5 Jahre alt, soweit noch ganz fit, halt nimmer so frisch und temperamentvoll wie noch vor ein paar Jahren. Sie sind einfach toll, hören super und sind absolut genial im Sozialverhalten...nun meine Überlegung, ob ich vielleicht einen "Azubi" dazunehmen sollte, der langsam in die Rolle des Nachfolgers (klingt ein bissl blöd, aber ich bin sicher, ihr versteht mich) reinwachsen und sich viel von den "Alten" abschauen kann. Wie denkt ihr darüber ? Wäre das zu stressig für die beiden Senioren ? Wäre es dem Jüngling gegenüber unfair, da die beiden Großen nicht mehr wirklich mit anderen Hunden spielen ? Muss dazu sagen, dass wir auf unseren Spaziergängen immer viele Hunde treffen. Wir gehen 3 Runden am Tag, je nach Wetterlage mal länger mal kürzer (bei Hitze nicht ganz so viel), haben einen Garten und auch genug Zeit.

Habt ihr da Erfahrungen ? Wenn ja, welche ? Ich bin echt hin- und hergerissen...mal denke ich, ach ein Junger könnte so viel lernen von den Beiden, dann wieder: mit den Beiden klappt alles so gut, lass es wie es ist...ach..ich weiß auch nicht :eek: (müsste auch noch meinen LG von Hund Nr. 3 überzeugen :D - aber erst will ich mir selber sicher sein, ob oder ob nicht)
 

Cato

Super Knochen
So wie du das beschreibst, ja, sofort, nicht zu lange warten - dann könnte doch einer der beiden anfangen, deutlich nachzulassen.

Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht, wilde temperamentvolle DS-Welpin zu noch fittem etwa 8-9-jährigem Mischling 14kg mit sehr gutem Sozialverhalten.

Dann hat er noch aus ihrem ersten Wurf eine Tochter miterzogen, sogar das ging noch, da war er dann schon 13 etwa. Aber etwas genervt...;)
 

Die2

Super Knochen
schwieriges Kapitel, denn der Familienzuwachs kann ein Jungbrunnen für die beiden älteren Herrschaften sein oder aber auch nur die lästige Nervensäge.

ich würde sagen es hängt viel davon ab wie temperamentvoll/ruhig der Neuzugang sein soll(und zwar Rassebedingt-ein Dobi-Welpe ist eben anders als ein Mops welpe) und dann eben auch vom Temperament der eigenen zwei.

Prinzipiell finde ich es gut wenn ein Welpe ältere Hunde hat die ihn anleiten, es muss aber eben für die älteren auch passen. Auch gilt es zu überlegen ob/wie Du mitunter recht gegensätzliche Bedürfnisse unter einen Hut bringen kannst-wenn zb der Youngster rennen,rennen,rennen möchte und unter 2,5h Gassi gehen unrund wird und die beiden älteren mit 45min genug haben. Geht es sich bei Dir aus, notfalls getrennt die Bedürfnisse des einzelnen zu erfüllen?

ich würde auch, aber das ist nur meine persönliche Meinung, entweder jetzt einen Welpen dazunehmen, oder dann eben abwarten. Denn einem wirklich alten Senioren, der auch schon viele Zipperlein hat, würde ich keinen Jungspund mehr vor die Nase setzen...

Entscheiden kannst es letztlich eh nur Du mit Deinem LG, nur ihr kennt Eure Wuffels und die Lebensbedingungen, sind nurmal meine Gedanken dazu.
 

Tipsy

Super Knochen
Ich versteh Deine Überlegungen total gut.

Ich stand ja vor ca. 1,5 Jahren vor der Überlegung zu meinem Großen (damals 8,5 Jahre) einen Welpen zu nehmen.
Eigentlich war es auch schon entschieden - Züchter und Mutterhündin standen fest.
Dann wollte es das Schicksal anders und die Hündin wurde schwer krank.
Nach einigem Überlegen und Rumsuchen ist es dann ein erwachsener Zweithund geworden (damals ca. 1-1,5 Jahre).
Heute bin ich froh darüber, weil ich glaube, dass der Große so viel glücklicher ist.

Er kann grundsätzlich sehr gut mit Welpen und Junghunden umgehen - ist auch immer wieder sehr viel damit konfrontiert (Hundeschule, Freunde)- aber ich sehe einfach, wie sie ihn im Grunde genommen auf Dauer nerven und er froh ist, wenn sie entweder endlich Ruhe geben oder er gehen kann. Sicher, die zwei Zwerge (4 Monate und 6 Monate), welcher er im Moment regelmässig bzw. fast täglich sieht, denen hat er deutlich klar gemacht, dass er nicht ständig belästigt werden will und die akzeptieren das auch klar.

Kommt halt auch immer auf den jeweiligen Hund an.
 

Nando

Super Knochen
Danke für eure Erfahrungen...einen Welpen würde ich nicht nehmen, meine Beiden stehen nicht wirklich auf Welpen, dachte eher so an eine kastrierte Hündin im Alter zwischen 1 und 3 Jahren....also noch jung, aber nicht mehr so nervig wie ein Welpe.....mal schauen....:cool:
 

Tipsy

Super Knochen
Danke für eure Erfahrungen...einen Welpen würde ich nicht nehmen, meine Beiden stehen nicht wirklich auf Welpen, dachte eher so an eine kastrierte Hündin im Alter zwischen 1 und 3 Jahren....also noch jung, aber nicht mehr so nervig wie ein Welpe.....mal schauen....:cool:
Aso, hat sich für mich so gelesen, als hättest Du vor, einen Welpen zu nehmen.

Also, mit dem Alter hab ich wie gesagt sehr gute Erfahrungen gemacht....meine beiden sind ca. 7 Jahre auseinander und das funkt spitzenmäßig.
Der Kleine hat soooooooooooooo unendlich viel vom Großen gelernt in den letzten 1,5 Jahren, das hätte ich nie im Leben allein so toll hinbekommen, vor allem nicht in Hinblick auf die Angst vor Menschen, die der Kleine so enorm hatte.

Aber auch sonst ist so vieles für den Jungen einfach selbstverständlich weil´s der Große auch macht oder eben nicht macht, ohne dass ich da viel rumerziehen musste.
Gespielt wird natürlich nicht mehr so viel, aber dennoch gibt´s immer wieder mal Zeiten, wo sie total super miteinander spielen.
Wobei wir mit so vielen Hunden in Kontakt kommen, dass der Junge da sowieso nicht zu kurz kommt.
 
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