Kangal als Wachhund in Deutschland ausbilden lassen?

U.U-23

Neuer Knochen
Hallo zusammen,

Undzwar hätte ich eine Frage bezüglich des Kangals als Wachhund.
Meine Familie und ich wollen in naher Zukunft einen Kangal als Welpe(Wohlgemerkt in Deutschland von seriösen Züchtern) adoptieren/Kaufen um diesen im Anschluss danach als Wachhund(In Deutschland) auszubilden.
Hierbei Beabsichtigen wir nicht den Kangal in Deutschland zu halten(da eine artgerechte haltung und die funktion hier nicht zu erfüllen wären) sondern später in unsere Heimatland zutransportierem, da wir dort ein Anwesen besitzen, dass wir vor Eindringlingen sowie Wölfen zu schützen haben.
Zwar besitzen wir eine Mauer, jedoch wollen wir sichergehen das keine Wölfe durch das Haupttor durchgehen, da bei uns im Land die Wölfe(sogar eventuell Bären) im Winter nachts zum Dorf runter kommen.
Im Aspekt von Finanziellen Mittel, Fläche usw. (Keine Sorge wie haben einen Großes Feld und genügend finanzielle Mittel, Eltern sind anwesen im haus usw.).

Jedoch wäre meine Frage jetzt ob ich den einen Kangal von einem Seriösen Züchter überhaupt 1. In die Hand bekommen würde, da diese meistens ja als anfängerunfreundlich gelten und ich/wir noch nie einen Hund als Bloßes Haustier(in dem Klasischen style) hatten wie sich das viele unter euch vermutlich vorstellen.
Zwar hatten wir bereits Wachhunde(Darunter auch viele kangals, Pitbulls und Cane corsos und auch einen illyrischen Schäferhund)(Aus den niederlanden und England gekauft)mit denen auch als Wach/Herdenhunden alles gut lief.
Jedoch könnte das den Züchter stutzig machen wenn er wahrscheinlich unsere Gründe hören würde, da wir allein aus dem Funktionallen Grund den Hund Adoptieren wollen da wir gerade diesen aus Sicherheitsgründen brauchen und das wir einen Schmuse hund/Familienhund/Ängstlichen Hund kaum bis absolut garniert gebrauchen können(Selbe gilt natürlich auch für einen Hyperaggressiven hund) aber ein Gewisser Mut und Aggression gegenüber Wölfen und Einbrechern wäre ein Muss Eventuelles Zupacken im äußersten Notfall.
Außerdem neigen einige Züchter dazu sehr starke Anforderungen im Sinne von besuchen des Hundes zu fordern was sehr komisch wäre wenn der Hund ca mehr als 3500km vom Ort entfernt wäre.
2. Wäre es den überhaupt möglich für mich als Privatperson einen Hund als Wachhund zu trainieren(in deutschland)(in einer Speziellen hundeSchule) da wir einen Wachhund haben wollen der Zeitgleich auch Befehle ausführen kann um den Hund besser unter Kontrolle zu halten und ihm beizubringen wie er zwischen Freund und Feind zu unterscheiden hat.
Zusätzlich wäre es sehr hilfreich wenn ich ungefähr wüsste wie viel die Ausbildung kosten würden
3. Würde mir den der Züchter überhaupt den Welpen anvertrauen wer er wüsste das ich diesen dann ja schließlich nach der Ausbildung zum Wachhundes(Falls das klappen würde) in ein anderes Land zum Bewachen einen riesigen Grundstückes bringen würde(was ja auch deren Aufgabe wäre da sie ja dafür gezüchtet wurden und schon sein längerer Zeit dafür bei uns Verwendet werden)

Ahja und falls sich einige Fragen warum kauft ihr nicht aus der Türkei, naja wir leben in Albanien und wir wollen ohne das aufwendige ausstellen der Papieren den hund in Deutschland trainieren , also vor Ort holen und trainieren.

Ich würde mich über einen Informative Rückmeldung sehr freuen
Und entschuldigt meinen etwas langgewordenen Text der auch ein wenig durcheinander geraten ist.

Ich möchte mich(aus Erfahrung) nochmals an die Entschuldigen die meine Denkweise über den Kangal(bzw generell herdenhunde) eventuell als beleidigend oder als herzlos(kann ja sein) empfinden.
Ich respektiere eure Meinung und heiße auch jede Kritik(die falls jemand was daran zu sagen hätte) ruhig offen und ehrlich auch sagen kann(aber bitte konstruktive Kritik).
Würde mich gerne über Ratschläge und Hilfe als auch Kritik freuen!

Mit freundlichen Grüßen
X'iiva
 

calimero+aaron

Super Knochen
X'iiva, ich würde mich bei den Züchtern, sowohl in Deutschland als auch in Österreich, persönlich erkundigen. Ich glaube schon, dass diese Züchter wissen, was Sache ist und dich beraten können. Wenn du in Deutschland bist, würde ich beim VDH nachfragen. Dort sollte ja aufliegen, wer seriöser Züchter ist. Dass dieser Hund nicht als Schmusehund gedacht ist, wird eh klar sein. Was meinst du denn mit "ohne aufwändiges Ausstellen der Papiere"? Wenn es ein seriöser Züchter ist, wird der Hund Papiere haben (in Deutschland ausgestellt vom VDH). Darauf würde ich auf jeden Fall achten! Zum Training wird dir ein seriöser Züchter auch Angaben machen können. Wenn, dann wissen die Züchter Bescheid.
Des weiteren wäre eine Möglichkeit, sich an die Spezialistin in Sachen Herdenschutzhunde, Mirjam Cordt, zu wenden:
Kompetenzzentrum für Herdenschutzhunde - Mirjam Cordt
 

jamie27

Super Knochen
Ein HSH bzw ein Kangal muss nicht zum Wachhund ausgebildet werden, das ist seine natürliche Aufgabe - zu beschützen. Mehr muss man hier nicht hinzufügen
 

Cato

Super Knochen
Warum so kompliziert? Der Hund sollte dort aufwachsen, wo er auch eingesetzt wird. Dann ergibt sich das mit dem Bewachen ganz von selbst, er beschützt dann gerne Haus und Familie…..
Lernen muss er vermutlich nur, Besucher zu akzeptieren, aber das lernt er auch am Besten vor Ort von klein auf.

Es gibt keine (serlöse) „Wachhundausbildung“!
 

Lykaon

Super Knochen
Wenn ich Welpen habe, will ich später wissen, wie es ihnen geht.

Das trifft nicht nur auf Vereinszüchter zu, sondern auch auf alle Privatpersonen, die einen Wurf sorgfältig aufgezogen haben. Die Vereinbarung zur Rückmeldung ist tatsächlich ein Qualitätskriterium für Verkäufer UND Käufer.

Ich bekomme nach 12 Jahren noch Fotos von meinen Mischlingswelpen. Ich habe Whatsappkontakte zumindest zu einigen Besitzern. Meinerseits schicke ich Fotos nach Ungarn, denn ich hätte den (billigen) Welpen ohne glaubhafte Vereinbarung zur Rückmeldung nicht bekommen.

Sie sollen den Züchter wenigstens einmal besuchen, weil "Entführungen" nicht günstig sind. Für keinen der Beteiligten. Diesmal habe ich es so gemacht, weil es wegen der Pandemie nicht anders ging. Ungarns Grenzen waren lange dicht und ich wollte auch nicht positiv werden und mit einem neuen Welpen in Quarantäne enden. Wider besseres Wissen eine Abholung ohne Kennenlernen, rein ins Nachbarland und schnell wieder heim. Ich kann nur abraten, alle haben geheult, der Welpe schon beim Einbiegen auf die Bundesstraße. Den mehr als besorgten Blick des ungarischen Frauerls vergesse ich auch nicht. Mails ersetzen ja nicht den Blick ins Gesicht. Meine eigenen Welpen wurden besucht, auf Wunsch sogar schon stundenweise "ausgeborgt". Diejenigen, die brav mehrfach besucht wurden, zogen mit 12 Wochen völlig stressfrei um.

Mein Tierarzt hält Kontakt zur Züchterin in der Niederlanden. Züchter und Welpe wurden 1x per Flugzeug besucht, die Abholung erfolgte per Schlafwagen. Der Ordi-Assistent entschied sich für einen Züchter in der Herzegowina und fuhr zur Abholung einen Tag und eine Nacht durch. Kein Besuch möglich, der Hund war aber auch schon (gemäß Gesetz) 16 Wochen alt.

Besuch ist üblich, egal ob beim Hoppalawurf der Familie Meier oder beim professionellen Züchter. Die Familie Meier wird vermutlich lästiger sein als der Züchter, weil die hat nur einen Wurf und befindet sich in emotionalem Ausnahmezustand. Meiers wollen vermutlich ein Leumundszeugnis von Ihnen und reduzieren sich mühsam auf "wenigstens 2x zu Besuch kommen und reden". Es ist ein gegenseitiges Zeichen von Benimm. Es ist ein Zeichen, dass der Hund nicht gleich wieder retour kommt oder im Tierheim landet.

Wurftreffen sind günstig für das Muttertier und die getrennten Geschwistern. Sie erkennen sich durchaus. Bei räumlicher Nähe soll man die Chance nutzen und häufiges Wiedersehen organisieren. Mutter und Welpen arrangieren sich besser mit der neuen Situation, Verkäufer und Käufer können plaudern.

Ideal ist immer der Wurf in der Wohnregion, aus einem Dutzend Gründen: Darmflora, Prägung auf den Lebensraum, Kennenlernen usw.

Ideal ist ferner die Rasse oder Mischung, die indigene Wurzeln hat und an Landschaft und Klima adaptiert ist. Ich lebe im Pannonicum mit seinen kuschlig warmen Sommern. Ich habe daher einen indigen pannonischen Hütehund und keinen Briten oder Australier. In GB sind zig Arbeitskelpies am Tiermarkt, die aus klimatischen Gründen bei der Arbeit versagen, kränkeln und dann als familiy pets weg sollen.

Bei Ihren Ansprüchen verstehe ich nicht, warum Sie sich nicht einen Hund vom Balkan holen, der bereits am Hof geboren ist und in seinem Arbeitsumfeld und Klima heranwächst.

Ich weiß, dass es gute Zuchtprogramme für Karakachans und griechische Herdenschutzhunde gibt. So eine Adresse ist VIEL besser als eine FCI-Zucht in D. Wenn man mich dort als Kunde akzeptiert, würde ich mit Dank und Handkuss einen Welpen nehmen. Auch die Silanos arbeiten großteils und haben einen relativ vernünftig wirkenden Verein, ich weiß aber nichts über die genaue Einsatzweise. Der Züchter muss Gebrauchshunde züchten, nicht Rassestandards nachbeten und auf Ausstellungen rennen.

Zweite Wahl wäre eine Landrasse mit Verein (zb Silano) oder gleich eine Adresse, die sich über den örtlichen (Agrar-)Anzeigenmarkt findet.

Einen Wachhund können Sie nicht ausbilden. Ein Wachhund wird geboren. Meine Kleine hat in der ersten Nacht, wo ihr alles fremd war, damit begonnen, mich und den Verehrungswürdigen Großen Hund zu bewachen. Dieses bellfreudige Untier zur Nachtruhe zu bringen beschäftigt mich jetzt seit 11 Monaten. Sie macht 24/7, was ihre Gene ihr sagen: Beschütze deinen Bauernhof vor Hühnerdieben. Sie hält Wache, attackiert Raubzeug und behütet Vieh, ohne dass man sie hätte lehren müssen.

Wenn Sie in D kaufen, wird der Welpe im falschen Lebensraum geboren, wächst nicht in seine Arbeit rein, hat nicht die richtige Darmflora. Ein paar Pseudo-Untersuchungen machen das nicht wett. Ja, ein HD-Röntgen ist ein nettes Zuckerl, aber hinsichtlich Hüften schaue ich auf andere Dinge. In der Pampa bei den Schakalen gibts keine Tierkliniken, die irgendwelchen Schnickschnack machen. Genau deswegen sind die Hunde in der Pampa statistisch gesünder - und zwar besonders die, die nicht per Zettelwerk als "reinrassig"ausgewiesen werden. Je weniger Zettelwerk/Pokale/Preise desto besser, mal abgesehen von den Pflichtzetteln für die Grenze.

Ich würde mich zuerst schlau machen, dann eine gute Adresse im fraglichen Gebiet suchen und dann meinen Welpen besuchen, wie es sich gehört. Und ein Hundeleben lang schreiben, wie es ihm geht und wie er sich tut.
 
Zuletzt bearbeitet:

puppimaus

Super Knochen
wenn du als laie einen hsh, egal welchen, als wachhund ausbilden möchtest, dann gute nacht
die haben das sowieso in den genen, ich mach mir eher sorgen daß du dich überschätzt
man bildet eine hsh nicht aus, die sind gescheiter wie du, glaub mir
ich lebe ´seit jahren mit hsh aus dem tierschutz, ich weiß wovon ich rede
 
Oben