Nebenwohnsitz -Hundesteuer?

laubfrosch

Super Knochen
Hallo!
Nachdem ich in der Suche nur generell etwas zur Hundesteuer gefunden habe, frage ich hier mal nach:
Wo muss ich gesetzlich meinen Hund melden und demnach auch Hundesteuer zahlen?

Bisher habe ich das alles an meinem Hauptwohnsitz gemacht, weil ich ja annehme, dass die Gemeinde für mich und Hund zuständig ist. Nun wurde ich gestern von einer "netten" Kontrolle aufgehalten und berichtigt.
Mein Hund müsse dort Stuern zahlen (bzw. ich für ihn), wo er gehalten wird. Sprich: Halte ich mich übers Jahr gesehen länger als zwei Monate an meinem Nebenwohnsitz auf, muss mein Hund an diesen Monaten Hundesteuer zahlen.
Der werte Herr meinte dazu, dass die Hundesteuer gemeindeabhängig gereglt wird, daher müsste ich hier zahlen.

Mir kommt das ehrlicherweise etwas Spanisch vor, das würde bedeuten ich würde doppelt Hundesteuer zahlen. Deshalb: Gibt es irgendwo einen offiziellen Text, der sich zu so einem Fall äußert und wie das zu regeln ist?

Vielen Dank
 

Cato

Super Knochen
Doppelt zahlen muss man nicht!

Der Hund sollte dort gemeldet sein, wo er sich überwiegend aufhält.

Wenn man also 4 Monate im Jahr in X verbringt, 5 Monate in Y und jeden Sommer 3 Monate in Z, dann sollte man für den Hund in Y die Hundesteuer zahlen. Man kann aber durchaus selber in X gemeldet sein, weil dort die Familie lebt und man das daher als Mittelpunkt betrachtet.
 

SusiRocky

Medium Knochen
Also meines Wissens nach kannst Du auf einem Nebenwohnsitz den Hund gar nicht anmelden - geht nur am Hauptwohnsitz. War zumindest bei mir damals so (Oberösterreich). Kann aber natürlich sein, dass das auch von Bundesland zu Bundesland verschieden ist...
 

laubfrosch

Super Knochen
Danke erstmal!

Ich habe immer angenommen, dass mein "Lebensmittelpunkt" nach wie vor da ist, wo meine Familie ist, wohin ich eben "Heim fahre" ergo habe ich mein Hauptwohnsitz dort. (so wie Cato das schreibt)
Wenn sich meinen Hauptwohnsitz durch die Aufenthaltszeit und den Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz definiert wird, müsste ich mich eigentlich längst umgemeldet haben.

Also gesetzlicher "Lebensmittelpunkt" ist ein anderer als mein persönlicher oder ist das "Auslegungsache"?
 

Cato

Super Knochen
Ich hab' jetzt noch ein wenig recherchiert, weil ich mir dann auch unsicher war.

Hundeabgabe ist leider nicht bundesweit geregelt, unterliegt zB nicht der Bundesabgabenordnung, die für andere Fälle schon regelt, wer wo zahlen muss.

Es kann sich also scheinbar beinahe jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kochen. So habe ich zB eine Tiroler Gemeinde gefunden, die das nach Aufenthaltsdauer staffelt.

Noch verwirrender wird es, wenn man bedenkt, dass ja nicht unbedingt der Besitzer, sondern der "Halter" = derjenige, bei dem sich der Hund die meiste Zeit aufhält, melden und zahlen muss. Im Zweifelsfall der jeweilige Haushaltsvorstand....
 

laubfrosch

Super Knochen
@cato: danke für deine Recherche!
Ich bin zum selben Ergebnis gekommen.

Faktisch müsste ioch also zweimal Hundesteuer zahlen... Oder den hauptwohnsitz verlegen.
 

Cato

Super Knochen
Wobei, bevor ich 2 x zahle, würde mit den Leuten reden. Also zB vereinbaren, dass man an beiden Orten jeweils nur die Hälfte zahlt - und jeder Gemeinde eine Bestätigung der jeweils anderen vorlegen. Wenn man umzieht, klappt das ja auch öfters so, selber schon erlebt. Die haben da durchaus einen gewissen Ermessenspielraum. Falls das nicht geht, dann würde ich mich an eine Ombudsstelle wenden, denn eigentlich darf das ja nicht sein - der Hund ist nur ein Hund und er ist niemals gleichzeitig an 2 Orten:(
 

puppimaus

Super Knochen
ich glaub nicht, daß du bei der gemeinde wien eine chance hättest, nur 50 % zu bezahlen :D
im gleichen bundesland bezahlt man meines wissens eh nur einmal
 

laubfrosch

Super Knochen
Also meine Gemeinde ist das Thema Hundeabgabe ziemlich egal, weil sie mit der ganz einfach nicht viel Einnehmen. Weder die Anzahl der Hunde, noch die Höhe der Steuer macht das Kraut fett für sie.
Bei meinem Nebenwohnsitz sieht die Sache schon anders aus... Und muss ehrlicherweise sagen, dass sich in mir etwas Wederwille regt da zu Zahlen, wenn ich als Hundehalter der Arsch für alles bin, ständig Verpflichtungen habe, aber weder für Freiläufe noch für Hundeplätze sonderlich viel getan wird.

Was genau ich machen werde, muss ich mir Überlegen bzw. einfach auch mal durchrechnen.
Vielen Dank auf jedenfall für die Beiträge.
 
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